Ein Online-Shop ohne ERP-Anbindung ist eine Dateninseln. Bestellungen müssen manuell übertragen werden, Bestände stimmen nicht, Preise weichen ab. Die Folge: Fehler, Aufwand, unzufriedene Kunden. Eine professionelle ERP-Integration eliminiert diese Probleme - wenn sie richtig umgesetzt wird.
Warum ERP-Integration unverzichtbar ist
Das ERP-System ist die zentrale Wahrheitsquelle für Ihr Unternehmen: Kundendaten, Preise, Bestände, Bestellungen - alles läuft hier zusammen. Wenn der Online-Shop nicht angebunden ist, entstehen Datensilos mit allen Konsequenzen:
- Bestandsabweichungen: Produkte werden verkauft, die nicht vorrätig sind
- Preisfehler: Shop-Preise stimmen nicht mit ERP überein
- Doppelte Datenpflege: Produkte müssen in beiden Systemen gepflegt werden
- Manuelle Auftragsübertragung: Zeitaufwand und Fehlerquellen
- Keine Echtzeitdaten: Lieferzeiten und Verfügbarkeiten veraltet
Welche Daten werden synchronisiert?
Eine vollständige ERP-Integration umfasst alle relevanten Geschäftsdaten in beide Richtungen:
| Datenart | ERP → Shop | Shop → ERP |
|---|---|---|
| Produkte | Stammdaten, Preise, Texte | — |
| Bestände | Lagermengen, Verfügbarkeit | — |
| Preise | Listen-, Kunden-, Staffelpreise | — |
| Kunden | Adressen, Konditionen | Neuregistrierungen |
| Bestellungen | Auftragsstatus | Neue Aufträge |
| Rechnungen | PDF-Dokumente | — |
SAP Business One Integration
SAP Business One ist das führende ERP-System im deutschen Mittelstand. Die Integration mit Shopware oder anderen Shop-Systemen erfordert fundiertes Know-how beider Welten.
SAP bietet verschiedene APIs: DI-API für direkte Datenbankzugriffe, Service Layer für REST-basierte Kommunikation, und B1if für komplexe Integrationsszenarien.
Typische Herausforderungen bei SAP-Integrationen: Komplexe Datenmodelle, strikte Validierungsregeln, Performance bei großen Datenmengen. Ohne Erfahrung mit dem SAP-Ökosystem sind Projekte zum Scheitern verurteilt.
Microsoft Dynamics 365 Integration
Microsoft Dynamics 365 bietet moderne APIs und gute Integrationsmöglichkeiten. Die Cloud-basierte Architektur ermöglicht flexible Anbindungen, bringt aber auch eigene Herausforderungen mit:
- API-Limits und Throttling beachten
- Webhook-basierte Synchronisation für Echtzeit
- Azure Logic Apps für komplexe Workflows
- Power Automate für einfachere Szenarien
Auch Microsoft Dynamics NAV (jetzt Business Central) lässt sich nahtlos mit modernen Shop-Systemen verbinden. Die Migration von On-Premise zu Cloud erfordert jedoch Anpassungen an bestehenden Integrationen.
Die Architektur einer robusten Integration
Eine professionelle ERP-Integration ist mehr als ein einfacher Datenexport/Import. Sie muss robust, skalierbar und wartbar sein:
Fehlerbehandlung
Automatische Wiederholung, Logging, Alerting bei Problemen
Performance
Batch-Verarbeitung, Queue-basiert, async wo möglich
Monitoring
Dashboard für Synchronisationsstatus und Fehler
Middleware: Ja oder nein?
Bei komplexen Integrationsszenarien kann eine Middleware-Lösung sinnvoll sein. Sie entkoppelt die Systeme und ermöglicht flexiblere Anpassungen.
Für einfache 1:1-Integrationen ist eine direkte Anbindung oft effizienter. Middleware lohnt sich bei mehreren Systemen oder sehr komplexer Geschäftslogik.
Häufige Fehler bei ERP-Integrationen
Aus hunderten Integrationsprojekten kennen wir die typischen Stolperfallen:
- Unterschätzte Komplexität: Das Mapping von Datenmodellen ist aufwändiger als gedacht
- Fehlende Fehlerbehandlung: Was passiert, wenn eine Synchronisation scheitert?
- Keine Monitoring: Probleme werden zu spät erkannt
- Performance ignoriert: Massenimporte bringen Systeme zum Stillstand
- Unklare Verantwortlichkeiten: Wer pflegt was in welchem System?
Der Projektverlauf einer Integration
Eine professionelle ERP-Integration folgt einem strukturierten Prozess:
- Anforderungsanalyse: Welche Daten, welche Richtung, welche Frequenz?
- Datenmodell-Mapping: Felder zwischen Systemen zuordnen
- Architekturdesign: Technische Lösung konzipieren
- Entwicklung: Schnittstelle implementieren
- Testing: Intensive Tests mit realen Daten
- Go-Live: Schrittweise Einführung
- Monitoring: Kontinuierliche Überwachung
ERP-Integrationen sind geschäftskritisch. Fehler führen zu falschen Beständen, verlorenen Bestellungen und unzufriedenen Kunden. Hier sollte man nicht sparen.
Einfache Integrationen sind in 4-8 Wochen realisiert. Komplexe Szenarien mit mehreren Systemen und umfangreicher Geschäftslogik können 3-6 Monate dauern.
In den meisten Fällen nicht wesentlich. Shopware und andere moderne Systeme bieten gute APIs. Anpassungen sind eher auf ERP-Seite nötig.
Ja, moderne Integrationen arbeiten event-basiert. Bestellungen werden sofort ans ERP übermittelt, Bestände in Sekunden aktualisiert.
Das hängt stark von der Komplexität ab. Ein realistisches Budget für mittelständische Shops liegt im fünfstelligen Bereich. Kontaktieren Sie uns für eine Einschätzung.
ERP-Integration planen
Wir analysieren Ihre Systemlandschaft und entwickeln eine robuste Integrationslösung - für durchgängige Prozesse ohne Medienbrüche.
Erstgespräch vereinbaren