Third-Party-Cookies sind ein Auslaufmodell. Safari und Firefox blockieren sie bereits vollständig, und selbst Chrome setzt auf ein Opt-in-Modell. Rund 50% des Webs funktionieren bereits ohne Third-Party-Cookies (CookieScript). Für E-Commerce-Unternehmen bedeutet das: Wer weiterhin auf fremde Datentöpfe setzt, verliert Reichweite, Personalisierung und letztlich Umsatz. Die Alternative? Eine durchdachte First-Party-Daten-Strategie, die auf eigenen Kundendaten basiert – DSGVO-konform, nachhaltig und deutlich wirkungsvoller.
Warum Third-Party-Cookies keine Zukunft haben
Die Abhängigkeit von Third-Party-Cookies war über Jahre das Fundament des digitalen Marketings. Doch die Spielregeln haben sich grundlegend verändert. Apple Safari blockiert Third-Party-Cookies seit 2020 vollständig über Intelligent Tracking Prevention (ITP). Mozilla Firefox nutzt seit 2022 Total Cookie Protection, das Third-Party-Cookies pro Website isoliert. Und Google Chrome? Nach sechs Richtungswechseln seit 2020 hat Google im April 2025 die Deprecation endgültig aufgegeben – setzt aber auf ein Opt-in-Modell, bei dem Nutzer aktiv zustimmen müssen (Google Privacy Sandbox).
Die Konsequenz: 34,9% aller US-Browser blockieren Third-Party-Cookies bereits standardmäßig, und 31,5% der Nutzer setzen zusätzlich Ad-Blocker ein (eMarketer). Safari hält 24% des globalen Browser-Marktanteils, auf iOS sogar deutlich mehr – und alle iOS-Browser nutzen Safaris WebKit-Engine, was die tatsächliche Reichweite dieser Einschränkung nochmals erhöht. Wer sich weiterhin auf Third-Party-Daten verlässt, fährt mit einer schrumpfenden Datenbasis.
Zero-Party, First-Party, Third-Party: Die Unterschiede
Bevor wir in die Strategie einsteigen, klären wir die Begriffe. Nicht alle Kundendaten sind gleich – und die Art der Erhebung entscheidet über Qualität, Datenschutz und Nutzbarkeit.
| Eigenschaft | Zero-Party-Daten | First-Party-Daten | Third-Party-Daten |
|---|---|---|---|
| Erhebung | Freiwillig geteilt | Beobachtetes Verhalten | Von Dritten gekauft |
| Beispiele | Quizze, Umfragen, Präferenzen | Kaufhistorie, Browsing, Klicks | Aggregierte Nutzerdaten |
| Genauigkeit | Sehr hoch (selbst angegeben) | Hoch (direkt beobachtet) | Variabel (aggregiert) |
| DSGVO-Konformität | Stark (explizite Zustimmung) | Stark (Einwilligung nötig) | Risikoreich (Herkunft unklar) |
| Wettbewerbsvorteil | Einzigartig für Ihre Marke | Einzigartig für Ihre Marke | Auch für Mitbewerber verfügbar |
| Skalierbarkeit | Begrenzt | Mittel | Hoch, aber sinkend |
Der Begriff Zero-Party-Daten wurde 2018 von Forrester geprägt und bezeichnet Informationen, die Kunden proaktiv und freiwillig mit einer Marke teilen (Forrester). Das kann ein ausgefülltes Hauttyp-Quiz, eine Produktpräferenz oder die gewünschte E-Mail-Frequenz sein. Im Gegensatz dazu werden First-Party-Daten durch Interaktionen gesammelt – etwa Browsing-Verhalten, Kaufhistorie oder Klickpfade im Shop. Beide Datentypen gehören Ihnen exklusiv und bieten damit einen echten Wettbewerbsvorteil gegenüber Third-Party-Daten, die auch Ihre Mitbewerber kaufen können.
Der ROI von First-Party-Daten: Zahlen und Fakten
Die Investition in First-Party-Daten zahlt sich messbar aus. Unternehmen, die personalisiertes Marketing auf Basis eigener Daten betreiben, erzielen typischerweise einen 5- bis 8-fach höheren ROI im Vergleich zu generischen Kampagnen (McKinsey). Eine Studie von Forrester zeigt, dass Unternehmen mit First-Party-Daten-Strategie eine 2-fach höhere Conversion-Rate und 30% niedrigere Kundenakquisekosten erreichen (Forrester).
5-8x höherer ROI
Personalisierte Kampagnen mit First-Party-Daten vs. generische Massenwerbung (McKinsey)
30% weniger CAC
Geringere Kundenakquisekosten durch präziseres Targeting auf eigenen Daten (Forrester)
2x Conversion-Rate
Verdoppelte Conversions durch datenbasierte Personalisierung der Kauferfahrung (Forrester)
Dazu kommt: 80% der Verbraucher kaufen eher bei Unternehmen, die personalisierte Erlebnisse bieten, und 76% sind frustriert, wenn sie keine Personalisierung erleben (McKinsey). Die Nachfrage nach individualisierten Einkaufserlebnissen steigt – und die Daten dafür müssen aus erster Hand kommen. In unserem Artikel zu Conversion-Optimierung zeigen wir, wie Personalisierung die Kaufrate direkt beeinflusst.
6 Methoden zur First-Party-Datensammlung im E-Commerce
Eine erfolgreiche First-Party-Daten-Strategie kombiniert mehrere Erhebungsmethoden. Entscheidend ist der Wertetausch: Kunden teilen ihre Daten, wenn sie dafür einen konkreten Mehrwert erhalten – sei es eine personalisierte Empfehlung, ein Rabatt oder ein besseres Einkaufserlebnis.
1. Kundenkonten und Bestellhistorie
Das Kundenkonto ist die wertvollste Quelle für First-Party-Daten. Jede Bestellung, jede Adressangabe und jeder Merkzettel-Eintrag erweitert das Kundenprofil. In Shopware können Kundenkonten mit Gruppen, Tags und Custom Fields angereichert werden, um detaillierte Segmente zu bilden. Die KI-basierte Kundenklassifikation in Shopwares AI Copilot analysiert Bestellhistorien automatisch und vergibt Tags wie "Häufiger Käufer" oder "Premiumkunde" (Shopware). Der Schlüssel liegt darin, die Registrierung attraktiv zu gestalten: Bestellverfolgung, Wunschlisten, schnellerer Checkout und exklusive Angebote sind Anreize, die typischerweise die Registrierungsrate um 20-40% steigern.
2. Preference Center und Progressive Profiling
Ein Preference Center ist ein Bereich im Kundenkonto, in dem Nutzer aktiv ihre Interessen, Kommunikationswünsche und Produktpräferenzen angeben. Das sind klassische Zero-Party-Daten: freiwillig, explizit und hochwertig. Statt alle Informationen beim ersten Kontakt abzufragen, setzt Progressive Profiling auf schrittweise Datenerfassung. Bei der ersten Interaktion genügen Name und E-Mail. Beim zweiten Besuch fragen Sie nach Produktinteressen. Beim dritten nach der bevorzugten Kommunikationsfrequenz.
Dieser Ansatz reduziert Abbruchraten deutlich: Wer beim ersten Kontakt zu viel verlangt, verliert laut Typeform bis zu 70% der potenziellen Leads. Progressive Profiling baut Vertrauen auf und sammelt über die Zeit ein deutlich umfangreicheres Profil. Wichtig dabei: Erklären Sie transparent, warum Sie bestimmte Daten erfragen und welchen Vorteil der Kunde davon hat – das ist nicht nur für die DSGVO-Compliance relevant, sondern steigert auch die Bereitschaft zur Datenfreigabe.
3. Interaktive Quizze und Produktberater
Interaktive Quizze verwandeln Datenerhebung in ein Erlebnis mit direktem Mehrwert. Ein Beauty-Shop fragt nach Hauttyp, Pflegezielen und Allergien – und liefert im Gegenzug personalisierte Produktempfehlungen. Ein Fashion-Shop ermittelt den Stil-Typ. Ein Nahrungsergänzungs-Shop erstellt einen individuellen Bedarfsplan. Die Ergebnisse sind beeindruckend: Marken berichten von 40% der E-Mail-Abonnenten über Quiz-Funnels und einer 217% höheren Conversion-Rate bei personalisierten Empfehlungen auf Basis von Zero-Party-Daten (SingleGrain).
So könnte Ihr Shop mit First-Party-Personalisierung aussehen:
Kosmetik-Shop mit Hautanalyse
4. Loyalty-Programme und Bonussysteme
Loyalty-Programme sind ein bewährtes Instrument zur First-Party-Datensammlung mit klarem Wertetausch. Kunden teilen freiwillig Daten gegen Punkte, Rabatte oder exklusive Vorteile. Das Paradebeispiel ist Sephoras Beauty Insider: Das Programm sammelt detaillierte Präferenzdaten und nutzt sie für hochpersonalisierte Empfehlungen – mit messbarem Erfolg. Laut Forrester nehmen 68% der US-Online-Erwachsenen aktiv an Loyalty-Programmen teil, indem sie Produkte kaufen und Prämien einlösen (Forrester). Diese aktive Beteiligung schafft natürliche Gelegenheiten, zusätzliche Daten zu erheben: Nach der Registrierung können folgende Besuche mit Bonuspunkten für Profilergänzungen belohnt werden.
5. Newsletter und E-Mail-Marketing
E-Mail bleibt der ertragreichste eigene Kanal mit einem medianen ROI von 36 Dollar pro investiertem Dollar (DMA). Jede Öffnung, jeder Klick und jede Antwort liefert wertvolle First-Party-Daten über Kundeninteressen. Segmentierte und personalisierte E-Mail-Flows – etwa Warenkorbabbrecher, Geburtstags-Mailings oder Nachkauf-Erinnerungen – liefern typischerweise eine 20% höhere Conversion-Rate als Massen-Mailings (Epsilon). Die Kombination aus Newsletter-Anmeldung, Preference Center und verhaltensbasierten Automationen schafft einen Datenkreislauf, der sich mit jedem Kontakt verbessert. Wie Sie diese Strategie mit KI-gestützter Automatisierung verbinden, erfahren Sie in unserem separaten Beitrag.
6. On-Site-Verhaltensdaten (mit Einwilligung)
Browsing-Verhalten, Suchbegriffe, Klickpfade, Verweildauer und Produktvergleiche – all das sind wertvolle First-Party-Daten, die direkt in Ihrem Shop entstehen. Voraussetzung ist die korrekte Einwilligung über ein Cookie-Banner und die Einhaltung des TTDSG. Mehr zum Thema datenschutzkonformes Tracking erfahren Sie in unserem Artikel über Server-Side Tracking. Entscheidend ist, diese Daten nicht nur zu sammeln, sondern zu aktivieren: In Kombination mit einem CDP oder Shopwares eigenen Segmentierungsfunktionen werden aus anonymen Datenpunkten nutzbare Kundensegmente für gezielte Marketing-Kampagnen und personalisierte Shop-Erlebnisse.
Die Rolle von Customer Data Platforms (CDPs)
Mit wachsender Datenvielfalt stellt sich die Frage: Wo laufen alle Informationen zusammen? Customer Data Platforms (CDPs) schaffen einen einheitlichen Kundendatensatz aus verschiedenen Quellen – Shop, E-Mail, Social Media und Kundenservice. Der globale CDP-Markt wächst von 9,72 Milliarden USD (2025) auf voraussichtlich 37,11 Milliarden USD bis 2030 – ein Wachstum von 30,7% jährlich (MarketsandMarkets).
Für Shopware-Shops gibt es mehrere Anbindungsmöglichkeiten: Von Custobar als dedizierter CDP-Integration über Bloomreach für Enterprise-Kunden bis hin zu Shopwares eigener KI-gestützter Kundenklassifikation. Gartner prognostiziert allerdings, dass 80% der Unternehmen, die eine 360-Grad-Kundensicht anstreben, dieses Ziel aufgeben werden, weil es nicht mit Datenschutzvorschriften vereinbar ist oder auf veralteten Erhebungsmethoden basiert (Gartner). Der pragmatische Ansatz: Konzentrieren Sie sich auf die Datenpunkte, die für Ihre Personalisierung tatsächlich relevant sind, und integrieren Sie nur die Quellen, die Sie wirklich nutzen. Unsere Schnittstellenexperten helfen Ihnen bei der Auswahl und Anbindung.
Unified Customer Profile
Daten aus Shop, E-Mail, Kundenservice und Social Media in einem zentralen Profil zusammenführen.
Echtzeit-Aktivierung
Segmente und Personalisierungen in Echtzeit anpassen – ohne manuelle Exporte oder Importe.
Privacy-First-Architektur
Consent-Management und Datenlöschung direkt in der Plattform – DSGVO-konform by Design.
KI-gestützte Segmente
Machine Learning erkennt Muster in Kundendaten und erstellt automatisch wertbasierte Segmente.
DSGVO-konforme Datenerhebung: Rechtliche Leitplanken
First-Party-Daten zu sammeln bedeutet nicht, auf Datenschutz verzichten zu können. Im Gegenteil: Gerade weil diese Daten so wertvoll sind, müssen sie nach den Regeln der DSGVO, des BDSG und des TTDSG erhoben werden. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 4% des weltweiten Jahresumsatzes oder 20 Millionen Euro (DSGVO Art. 83). Die gute Nachricht: 73% der Marketer glauben, dass Datenschutz und Personalisierung koexistieren können (DemandSage) – und sie haben Recht.
- Einwilligung vor Erhebung – Aktives Opt-in für alle datenerfassenden Maßnahmen, keine vorangekreuzten Checkboxen
- Zweckbindung – Daten nur für den angegebenen Zweck nutzen, keine nachträgliche Zweckänderung ohne neue Einwilligung
- Datenminimierung – Nur die Daten erheben, die für den konkreten Zweck tatsächlich benötigt werden
- Transparenz – Klar kommunizieren, welche Daten erfasst werden, warum und wie lange sie gespeichert werden
- Granulare Kontrolle – Kunden müssen einzelne Zustimmungen widerrufen und ihre Daten einsehen können
- Dokumentation – Alle Verarbeitungsvorgänge im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten dokumentieren
Transparenz bei der Datenerhebung ist nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern ein Wettbewerbsvorteil: 90% der Kunden sind bereit, ihre Daten zu teilen, wenn sie dafür exklusive Vorteile erhalten (DemandSage). Wer den Wertetausch klar kommuniziert, sammelt mehr und hochwertigere Daten.
Personalisierung in der Praxis: Daten aktivieren
Daten sammeln ist nur die halbe Miete. Der eigentliche Wert entsteht durch Aktivierung – also die Nutzung der Daten für personalisierte Kundenerlebnisse. Laut McKinsey können Unternehmen durch Personalisierung den Umsatz um 5-15% steigern und die Marketing-Effizienz um 10-30% verbessern (McKinsey). Die Beauty-Branche zeigt, was möglich ist: 94% der Beauty-Marken berichten von Umsatzsteigerungen durch Personalisierung, und Warenkorbabbrecher-Flows generieren bis zu 47% des E-Mail-Umsatzes (Envive).
Produktempfehlungen
Personalisierte Empfehlungen basierend auf Kaufhistorie, Browsing-Verhalten und Zero-Party-Präferenzen.
Dynamischer Content
Startseite, Kategorieanordnung und Banner individuell pro Kundensegment anpassen.
Trigger-basierte E-Mails
Warenkorbabbrecher, Nachkauf-Sequenzen und Reaktivierungen automatisiert und personalisiert.
Individuelle Preisregeln
Segmentspezifische Rabatte und Angebote für VIP-Kunden, Neukunden oder inaktive Kunden.
Cross- und Upselling
Datenbasierte Zusatzempfehlungen, die zum bisherigen Kaufverhalten passen.
Retargeting mit 1st-Party
Eigene Zielgruppensegmente für Ads statt Abhängigkeit von Third-Party-Pixeln.
Die technische Umsetzung variiert je nach Shopsystem und Datenmenge. Shopware 6 bietet native Personalisierungsfunktionen über Erlebniswelten und Shopping Experiences, die mit Kundensegmenten verknüpft werden können. Für anspruchsvollere Szenarien lassen sich KI-gestützte Datenanreicherung und externe CDPs integrieren. Unser Beratungsteam analysiert Ihre bestehende Infrastruktur und empfiehlt die passende Lösung.
Praxisleitfaden: In 5 Schritten zur First-Party-Strategie
- Bestandsaufnahme – Welche Kundendaten sammeln Sie bereits? Wo liegen sie? CRM, Shopsystem, E-Mail-Tool, Analytics? Identifizieren Sie Datensilos und prüfen Sie die DSGVO-Konformität bestehender Erhebungen.
- Wertetausch definieren – Für jede Datenerhebung einen klaren Kundennutzen festlegen. Warum sollte ein Kunde ein Quiz ausfüllen? Was bekommt er für die Newsletter-Anmeldung? Der Wertetausch steigert die Datenqualität typischerweise um 60-80% (OneTrust).
- Datenquellen priorisieren – Nicht alles gleichzeitig implementieren. Starten Sie mit den Quick Wins: Kundenkonten optimieren, Preference Center einrichten, E-Mail-Segmentierung verfeinern. Dann schrittweise Quizze, Loyalty-Programme und CDP-Integration ergänzen.
- Technische Infrastruktur aufbauen – Shopware-Kundensegmentierung konfigurieren, E-Mail-Automation mit dem Shop verknüpfen, Consent-Management-Plattform integrieren. Bei komplexeren Anforderungen eine CDP-Lösung evaluieren.
- Messen und optimieren – KPIs definieren: Registrierungsrate, Profilvollständigkeit, Segmentgröße, Personalisierungs-Conversion. A/B-Tests für Quizze und Preference Center durchführen. Kontinuierlich optimieren.
Zu viele Daten auf einmal abfragen. Studien zeigen, dass lange Formulare die Abbruchrate drastisch erhöhen. Nutzen Sie Progressive Profiling und sammeln Sie Daten schrittweise über mehrere Kontaktpunkte – das steigert sowohl die Datenmenge als auch die Datenqualität.
Häufige Fragen zur First-Party-Daten-Strategie
Nicht unbedingt. Für kleinere und mittlere Shops reichen typischerweise die Bordmittel von Shopware oder WooCommerce in Kombination mit einem guten E-Mail-Marketing-Tool. Eine CDP wird erst relevant, wenn Sie Daten aus vielen verschiedenen Quellen zusammenführen müssen und komplexe Echtzeit-Personalisierungen benötigen.
Server-Side Tracking und eine First-Party-Daten-Strategie ergänzen sich. Server-Side Tracking verbessert die technische Datenerfassung, indem es Datenverluste durch Ad-Blocker reduziert. Eine First-Party-Daten-Strategie geht darüber hinaus: Sie baut eine eigene Datenbasis aus Kundenkonten, Präferenzen und Zero-Party-Daten auf, die unabhängig von Tracking-Technologien funktioniert.
Die ersten Quick Wins – optimierte Kundenkonten und ein Preference Center – lassen sich in der Regel innerhalb von 4-8 Wochen umsetzen. Eine umfassende Strategie mit Quizzen, Loyalty-Programm und CDP-Integration ist typischerweise ein Projekt über 3-6 Monate. Wir empfehlen einen stufenweisen Ansatz.
Ja, gerade für kleinere Shops ist sie besonders wertvoll. Ein Kundenkonto mit Wunschliste, ein einfaches Preference Center und segmentierte E-Mail-Flows sind mit überschaubarem Aufwand umsetzbar und liefern typischerweise sofort messbare Verbesserungen bei Wiederkaufrate und durchschnittlichem Bestellwert.
KI hilft auf mehreren Ebenen: bei der automatischen Kundensegmentierung (wie Shopwares AI Copilot), bei prädiktiven Analysen (Churn-Prognosen, Next-Best-Action), bei der Personalisierung von Produktempfehlungen und bei der automatisierten Content-Erstellung. 92% der E-Commerce-Unternehmen setzen bereits KI für Personalisierung ein (DemandSage).
Eigene Daten als nachhaltiger Wettbewerbsvorteil
Die Post-Cookie-Ära ist keine Bedrohung, sondern eine Chance. Unternehmen, die jetzt in eine solide First-Party-Daten-Strategie investieren, werden langfristig profitieren: durch präzisere Personalisierung, niedrigere Akquisekosten und eine direkte Kundenbeziehung, die kein Browser-Update zerstören kann. 75% der Marketing-Entscheider erwarten, dass der Wechsel zu einer cookielosen Zukunft ihre Abläufe stören wird (Deloitte) – aber genau darin liegt der Vorteil für diejenigen, die vorbereitet sind.
Starten Sie mit den Quick Wins: Kundenkonten optimieren, ein Preference Center einrichten und Ihre E-Mail-Segmentierung auf First-Party-Daten umstellen. Dann schrittweise ausbauen mit Quizzen, Loyalty-Programmen und KI-gestützter Personalisierung. Wir unterstützen Sie bei jedem Schritt – von der Strategie über die technische Umsetzung bis zur laufenden Optimierung.
Dieser Artikel basiert auf Daten von: McKinsey, Forrester, Gartner, eMarketer, Deloitte, DemandSage, Epsilon, DMA, SingleGrain, OneTrust, Envive, MarketsandMarkets, Shopware, CookieScript, Google Privacy Sandbox. Die genannten Zahlen können je nach Branche, Region und Zeitpunkt variieren.
First-Party-Daten-Strategie für Ihren Shop
Wir entwickeln Ihre individuelle Datenstrategie und implementieren die technische Infrastruktur – von Shopware-Segmentierung über CDP-Integration bis zur personalisierten Customer Journey.
Strategie besprechen