Seit dem Stable Release von JTL-Wawi 2.0 im März 2026 (JTL-Software) stellt sich für Händler die Frage, wann sich der Versionssprung lohnt. Zeitdruck gibt es derzeit keinen: Der Hersteller führt JTL-Wawi 2.1, 2.0 und 1.11 als unterstützte Versionen und nennt für 1.11 kein Enddatum (JTL-Guide). Abkürzen lässt sich der Weg aber nicht, denn von einer Version unter 2.0 geht es nur über 2.0.x auf 2.1 (JTL-Guide). Dieser Leitfaden zeigt, was an der JTL-Wawi-Anbindung Ihres Onlineshops vor jeder Stufe zu prüfen ist: Connector-Freigaben, Shop- und PHP-Version, SQL-Server, Ameise-Vorlagen, Versand und ein Testsystem, das den Live-Shop nicht berührt.
Welche Versionen der Hersteller unterstützt
Auf seiner Seite zu den unterstützten Produktversionen nennt der JTL-Guide für JTL-Wawi drei Versionen: 2.1, 2.0 und 1.11 (JTL-Guide). Diese Liste ist mehr als eine Supportzusage. Der Hersteller schreibt dort, dass Anpassungen nur für die aufgelisteten Versionen vorgenommen werden (JTL-Guide). Ändert sich etwa die Schnittstelle eines Marktplatzes oder eines Versanddienstleisters, kommt die Anpassung also nur in den gelisteten Versionen an. Für ältere Versionen sind solche Anpassungen demnach nicht mehr vorgesehen.
Der Wechsel von 1.11 auf 2.0 ist zugleich der Wechsel in ein neues Versionsschema. Mit 2.0 hat JTL-Software die semantische Versionierung eingeführt und die Anwendung auf .NET 8 umgestellt, woran nach Angaben des Herstellers neue Systemanforderungen geknüpft sind (JTL-Software). Unterversionen wie der Schritt von 2.0 auf 2.1 sollen in der Regel abwärtskompatibel sein (JTL-Software). Hauptversionen beschreibt der Hersteller dagegen so:
Diese großen Versionssprünge markieren einen neuen Entwicklungsschritt der Software, mit dem tiefgreifende technische Veränderungen oder umfangreiche neue Funktionen einhergehen können – wie jetzt beim Wechsel von JTL-Wawi 1.11 auf 2.0.
JTL-Software, Blogbeitrag zum Stable Release von JTL-Wawi 2.0 vom 17. März 2026
| Version | Status im JTL-Guide | Bedeutung für die Shop-Anbindung |
|---|---|---|
| JTL-Wawi 2.1 | unterstützt, neueste gelistete Version | Ziel des Versionssprungs, erreichbar nur über 2.0.x |
| JTL-Wawi 2.0 | unterstützt | Pflichtstufe für Versionen unter 2.0, Umstellung auf .NET 8 |
| JTL-Wawi 1.11 | unterstützt, kein Enddatum genannt | Weiterbetrieb möglich, Update ohne Zeitdruck planen |
| JTL-Wawi 1.10 und älter | im Abschnitt JTL-Wawi nicht mehr gelistet | keine Anpassungen mehr vorgesehen, Update vorziehen |
Die Liste der unterstützten Versionen beschreibt den Stand vom 14.10.2026. Für JTL-Wawi steht dort kein Enddatum, bei anderen Produkten des Herstellers schon (JTL-Guide). Die Downloadseite des Herstellers führt bereits Version 2.2.1 mit Datum 9. Oktober 2026 (JTL-Software), die Liste im Guide reicht dagegen bis 2.1. Auch für 2.2 gilt: Von einer Version unter 2.0 führt der Weg über 2.0.x (JTL-Guide). Prüfen Sie die Seite vor jeder Planungsrunde erneut, statt sich auf einen einmal gelesenen Stand zu verlassen.
Der Update-Pfad: über 2.0.x auf 2.1
Der JTL-Guide beschreibt den Weg ohne Spielraum: Von einer Version unter JTL-Wawi 2.0 lässt sich nicht direkt auf 2.1 oder höher aktualisieren. Wer eine ältere Version installiert hat, aktualisiert zuerst auf 2.0.x und danach auf 2.1.x (JTL-Guide). Aus einem Update werden damit zwei, und jedes enthält ein Datenbank-Update, das der Update-Assistent beim ersten Anmelden nach der Installation startet (JTL-Guide).
- Ausgangsstand festhalten: Versionen von JTL-Wawi, Connector, Shopsystem, PHP und SQL-Server notieren, dazu jedes angebundene Drittsystem und jede eigene Abfrage.
- Stufe 2.0.x: Update zuerst im Testsystem, dann produktiv. Danach Abgleiche, Workflows und Vorlagen prüfen.
- Betrieb auf 2.0.x: Einige Tage echte Abgleiche laufen lassen und Auffälligkeiten klären, bevor die nächste Stufe beginnt.
- Stufe 2.1.x: Wieder zuerst im Testsystem, dann produktiv, mit denselben Prüfungen wie in der ersten Stufe.
Vor jedem Update legt JTL-Wawi automatisch eine Datenbanksicherung an, über die sich zur Vorversion zurückkehren lässt (JTL-Guide). Das ersetzt keine eigene Sicherung an einem zweiten Ort, erleichtert aber den Rückweg. Für die Planung wichtiger ist der Speicherplatz: Nach der Schritt-für-Schritt-Anleitung des Herstellers wird die Datenbank beim Update fast doppelt so groß (JTL-Guide). Bei SQL Server Express kann das an die Größengrenze der Edition stoßen, denn Microsoft begrenzt die relationale Datenbank in SQL Server 2022 Express auf 10 GB und in SQL Server 2025 Express auf 50 GB (Microsoft).
-- Version und Edition des SQL-Servers anzeigen
SELECT @@VERSION;
-- Belegten Platz der ausgewählten Datenbank anzeigen
EXEC sp_spaceused; Die erste Abfrage zeigt Version und Edition des SQL-Servers, die zweite den belegten Platz der gerade ausgewählten Datenbank. Liegt die Datenbank bereits nahe an der halben Express-Grenze, gehört die Bereinigung oder der Wechsel der Edition vor das Update. Der Hersteller empfiehlt in diesem Fall, den SQL-Server zu bereinigen und zu optimieren oder auf eine Vollversion zu wechseln (JTL-Guide).
Der JTL-Guide listet SQL Server 2017, 2019, 2022 und 2025 als unterstützt und hält fest, dass der Hersteller SQL-Server-Versionen nicht über das Supportende durch Microsoft hinaus unterstützt (JTL-Guide). Für SQL Server 2017 nennt die Liste den 13. Oktober 2027 (JTL-Guide). Wer ohnehin eine neue Hauptversion einspielt, plant den Wechsel der Datenbankversion gleich mit ein.
Was sich mit 2.0 im Hintergrund ändert
Die Umstellung auf .NET 8 ist an der Oberfläche kaum zu sehen, sie betrifft aber die Rechner, auf denen JTL-Wawi läuft (JTL-Software). In den Systemvoraussetzungen nennt der JTL-Guide für Arbeitsplätze Windows 11 und für den Datenbankserver SQL Server 2022 als empfohlene Version. Azure-SQL-Datenbanken und Instanzen geteilter SQL-Server unterstützt der Hersteller nicht (JTL-Guide). Läuft Ihre Wawi bei einem Dienstleister oder auf einem gemieteten Server, ist die Frage nach diesen Voraussetzungen der erste Schritt.
Für Shop-Anbindungen ist der Changelog aufschlussreicher als die Release-Mitteilung. Zur Version 2.0.0 führt er im Bereich des Connector-Abgleichs unter anderem auf, dass Connector-Shops im Abgleich Warnungen übermitteln können und dass der Import von Kunden, Bestellungen und Zahlungen während eines laufenden Abgleichs nicht mehr auf den nächsten Abgleich warten muss (JTL-Software Changelog). Im Bereich der Wawi-App steht zur selben Version der Eintrag „Alte Rest-API entfernen“ (JTL-Software Changelog). Welche Schnittstelle eine eigene Anbindung nutzt, gehört deshalb vor dem Update geklärt.
Läuft Ihre Shop-Anbindung nicht über einen Standard-Connector, sondern über eine individuelle Lösung, gehört sie an den Anfang der Prüfliste. Für eigene SQL-Übersichten weist der Hersteller darauf hin, dass sich die Datenbankstruktur durch das Update geändert haben kann (JTL-Guide). Dasselbe trifft direkte Datenbankzugriffe einer Middleware zwischen Shop und Warenwirtschaft oder eines Exportskripts. Für neue Integrationen bietet der Hersteller mit der JTL-Wawi API eine REST-konforme Schnittstelle an (JTL-Guide).
Shop-Anbindung prüfen: Freigaben, Shop-Version, PHP
Für seine Connectoren pflegt der JTL-Guide eine Liste freigegebener Shop-Versionen. Für Shopware 6 nennt sie die Versionen 6.1 bis 6.7.9, für WooCommerce die Versionen 3.0 bis 8 (JTL-Guide). Die Shopsysteme selbst entwickeln sich schneller: Shopware hat am 7. Oktober 2026 die Version 6.7.15.1 veröffentlicht (Shopware), und im WordPress-Pluginverzeichnis steht WooCommerce bei Version 11.2.1 (WordPress.org, Stand 14.10.2026). Der Guide weist selbst darauf hin, dass weitere Shop-Versionen unterstützt werden können, die noch nicht freigegeben sind (JTL-Guide).
| Shopsystem | Freigegeben im JTL-Guide | Aktueller Stand | Vor dem Wawi-Update klären |
|---|---|---|---|
| Shopware 6 | 6.1 bis 6.7.9 | 6.7.15.1, veröffentlicht am 7. Oktober 2026 | Freigabe der eingesetzten Version erfragen, Abgleich im Testsystem prüfen |
| WooCommerce | 3.0 bis 8 | 11.2.1 im WordPress-Pluginverzeichnis | Freigabe erfragen, PHP-Version des Shops und Update des Connector-Plugins einplanen |
| Shopware 5 | bis 31. Juli 2024, Connector inzwischen abgekündigt | nicht Teil der Freigabeliste | Umstieg auf Shopware 6 vor dem Wawi-Update planen |
Bei WooCommerce kommt die PHP-Version des Shops hinzu. Der Connector für WooCommerce benötigt mindestens PHP 8.1, die vom Hersteller gehosteten Connectoren, darunter der für Shopware 6, verwenden automatisch passende PHP-Versionen (JTL-Guide). Eine Mindestanforderung ist dabei keine Empfehlung: Für PHP 8.1 endete die Unterstützung am 31. Dezember 2025 (php.net). Wie ein WordPress-Shop auf eine aktuelle PHP-Version kommt, beschreibt unser Leitfaden zum Supportende von PHP 8.2.
Für den Connector zu Shopware 6 gilt eine Regel, die bei jedem Update wichtig bleibt: Nach der Installation und dem ersten Datenabgleich führt die Warenwirtschaft, Änderungen an Artikeln, Kategorien und sonstigen Daten werden dann ausschließlich in JTL-Wawi vorgenommen (JTL-Guide). Wer im Shop-Backend nachpflegt, riskiert, dass ein späterer Abgleich diese Änderungen überschreibt. Vor einem Versionssprung lohnt der Blick, ob sich solche Gewohnheiten eingeschlichen haben. Wie die Anbindung grundsätzlich aufgebaut ist, beschreibt unser Praxisleitfaden zu JTL-Wawi und Shopware 6.
Den Connector für Shopware 5 und weitere Connectoren hat der Hersteller abgekündigt. Die Schnittstellen funktionieren zwar weiter, es gibt aber keine Supportleistungen und keine Weiterentwicklung mehr, ausdrücklich auch keine Sicherheits- und Fehlerkorrekturen (JTL-Guide). Weil die Anforderungen dieser Schnittstellen in der Entwicklung von JTL-Wawi nicht mehr berücksichtigt werden, ist eine reibungslose Nutzung mit neuen Wawi-Versionen nach Angaben des Herstellers nicht gewährleistet (JTL-Guide). Für Shops auf Shopware 5 gehört der Umstieg auf Shopware 6 deshalb vor den Versionssprung.
Nummernkreise, Kundengruppen und Felder
- Nummernkreise: Wer im Verkaufskanal die Auftragsnummer aus dem Shop übernimmt, muss unterschiedliche Nummernkreise konfigurieren, sonst können Fehler in JTL-Wawi auftreten (JTL-Guide).
- Kundengruppen: Führt ein Shop-Update zum Beispiel eine weitere Kundengruppe ein, muss diese zusätzlich in JTL-Wawi angelegt werden (JTL-Guide).
- Meta-Beschreibungen: Shopware akzeptiert für die Meta-Beschreibung höchstens 255 Zeichen, längere Texte verhindern den Abgleich; die Einstellungen der Connector-Lizenz bieten dafür eine Kürzung an (JTL-Guide).
- Eigene Felder: Ob eigene Felder für Artikel und Kategorien an den Shop übertragen werden, legt eine Option der Connector-Lizenz fest. Nach dem Update gehört sie auf die Prüfliste, ebenso Zusatzfelder aus Plugins.
Das Testsystem: jede Stufe zuerst durchspielen
Besonders bei größeren Versionssprüngen empfiehlt der Hersteller, das Update zuerst in einer Staging-Umgebung durchzuführen und zu testen (JTL-Guide). Um eine neue Wawi-Version zu testen, beschreibt der JTL-Guide eine zweite Installation mit eigener, zunächst leerer Datenbank. Ein zusätzlicher Mandant in der bestehenden Installation eignet sich dagegen nur für den Anschluss neuer Drittsysteme oder weiterer Produkte (JTL-Guide). Für die zweite Installation empfiehlt der Hersteller einen unabhängigen Rechner oder Server, und Bestandskunden können für die Vorbereitung eines Updates eine eigene Staging-Lizenz erhalten (JTL-Guide).
- Testsystem auf einem eigenen Rechner oder Server, nicht neben der Produktivdatenbank
- Alle Datenbankabgleiche abschalten, bevor die Kopie der Produktivdatenbank eingespielt wird (JTL-Guide)
- Den Connector nur an einen Testshop anschließen und keinesfalls an den produktiven Shop (JTL-Guide)
- Testshop mit derselben Shop-Version, denselben Plugins und derselben PHP-Version wie der Live-Shop
- Marktplatz-Abgleiche auslassen: Mit der Staging-Datenbank lassen sie sich in der Regel nicht durchführen, und ein weiteres Marktplatzkonto für die Testumgebung ist nicht möglich (JTL-Guide)
- Testfälle vorher festlegen und die Ergebnisse je Stufe dokumentieren
Ein Testsystem, das mit echten Zugangsdaten an Shop, Marktplatz oder Versanddienstleister hängt, kann Aufträge doppelt abholen, Bestände überschreiben oder Etiketten auslösen. Für den Etikettendruck aus der Testumgebung weist der Hersteller darauf hin, dass gegebenenfalls Gebühren der Logistiker anfallen (JTL-Guide). Ersetzen oder entfernen Sie Zugangsdaten in der Kopie deshalb vor dem ersten Start.
Welche Testfälle nötig sind, ergibt sich aus Ihren Abläufen: ein Auftrag aus dem Testshop bis zur Rechnung, eine Bestandsänderung in der Wawi bis in den Shop, ein Artikel mit Varianten und Staffelpreisen, ein Etikettendruck und ein Lauf mit jeder produktiv genutzten Ameise-Vorlage. Wer mehrere Kanäle bedient, nimmt die Bestandslogik dazu, die wir im Beitrag zum Echtzeit-Bestandsabgleich im Multichannel beschreiben.
Der Update-Tag: Reihenfolge einhalten
In seiner Schritt-für-Schritt-Anleitung nennt der Hersteller Voraussetzungen, die am Update-Tag erfüllt sein sollten: Administratorrechte, eine kabelgebundene Netzwerkverbindung statt WLAN, eine unterstützte SQL-Server-Version, ausreichend Speicherplatz und die geprüfte Kompatibilität der eingesetzten Drittsysteme (JTL-Guide). Das Update selbst soll zwischen Montag und Donnerstag während der Arbeitszeiten des Supports beziehungsweise des Service-Partners laufen, damit bei Problemen Hilfe erreichbar ist (JTL-Guide).
- Vorher: Clients und Benutzer abmelden, JTL-Worker stoppen, Workflows deaktivieren und bei Bedarf den Dienst für WMS Mobile stoppen (JTL-Guide).
- Update: JTL-Wawi aktualisieren, den Vorgang nicht abbrechen und danach die weiteren Arbeitsplätze zeitnah auf dieselbe Version bringen (JTL-Guide).
- Direkt danach: Mandant mit dem Kundenkonto verknüpfen, Workflows aktivieren und prüfen, JTL-Worker starten, Steuereinstellungen und Dateiberechtigungen prüfen (JTL-Guide).
- Vorlagen: Druck-, E-Mail- und Exportvorlagen samt DotLiquid-Variablen sowie die Ameise-Vorlagen mit Testimporten und Testexporten prüfen (JTL-Guide).
- Eigene Auswertungen: SQL-Abfragen der eigenen Übersichten prüfen und bei Bedarf anpassen.
Bei zwei Updates nacheinander läuft diese Liste zweimal. Zwischen 2.0.x und 2.1.x sollten deshalb einige Tage Echtbetrieb liegen, damit die Abgleiche unter echter Last gelaufen sind. Erst dann zeigt sich, ob die Prüfungen im Testsystem den Alltag abgebildet haben.
Nach dem Update: Abgleich, Ameise und Versand
Der JTL-Worker gleicht im gewählten Zeitintervall produktrelevante Daten wie Bestände und Bilder mit dem Shop ab und übernimmt Kundenbestellungen in JTL-Wawi (JTL-Guide). Nach dem Update steht deshalb der erste Abgleich unter Beobachtung: Kommen neue Aufträge an, stimmen Bestände und Preise im Shop, meldet der Abgleich Warnungen? Mit JTL-Worker 2.0 werden die Intervalle je Verkaufskanal im Menü für den Worker-Status festgelegt (JTL-Guide). Ein Blick auf diese Einstellungen gehört nach dem Update dazu.
Connector-Abgleich
Testauftrag abholen, Bestandsänderung zurückmelden, Preise und Varianten vergleichen. Warnungen aus dem Abgleich lesen, statt sie wegzuklicken.
Ameise-Vorlagen
Die Ameise ist ein vorlagengesteuertes Import- und Export-Werkzeug. Vor ihrem Einsatz empfiehlt der Hersteller, die Daten zu sichern, weil Fehlbedienung gravierende Datenfehler erzeugen kann (JTL-Guide).
Versand
Zum Release von JTL-Wawi 2.0 beschreibt der Hersteller die Umstellung der DHL-Anbindung auf DHL Versenden 4.0 (JTL-Software). Laut Changelog ist DHL Versenden 4.0 seit Version 1.11.10 auch in JTL-Wawi 1.11 als stabil markiert (JTL-Software Changelog). Drucker für den Etikettendruck sind nach dem Update gegebenenfalls je Arbeitsplatz neu einzurichten, für Shipping 2.0 ab Version 2.1 (JTL-Guide). Mehr zur Versandanbindung im Onlineshop.
Druck- und E-Mail-Vorlagen
Individuelle Anpassungen und DotLiquid-Variablen in Rechnungen, Lieferscheinen und Versandbestätigungen prüfen. Fehler fallen hier sonst häufig erst beim Kunden auf.
Wer im Checkout Paketshops und Abholstationen anbietet, prüft zusätzlich, ob die abweichende Lieferadresse vollständig in der Wawi ankommt und auf dem Etikett landet. Wie sich diese Optionen sauber anbieten lassen, beschreibt unser Beitrag zu Paketshop und Abholstation im Checkout.
Den Zeitpunkt in Ruhe wählen
Solange 1.11 auf der Liste steht und kein Enddatum genannt ist, bestimmt nicht der Kalender des Herstellers den Zeitpunkt, sondern Ihr eigener Betrieb. Geeignet ist ein Zeitraum, in dem Auftragslage und Personal Luft lassen und kein größeres Shop-Update parallel ansteht. Wer Wawi, Connector und Shop gleichzeitig hebt, kann einen Fehler im Abgleich später keiner Seite mehr zuordnen.
- Für ein frühes Update spricht: Sie wollen die Neuerungen im Connector-Abgleich nutzen, die der Changelog zur Version 2.0.0 aufführt (JTL-Software Changelog), oder Ihre Version steht nicht mehr auf der Liste der unterstützten Versionen (JTL-Guide).
- Für ein späteres Update spricht: Ein umfangreiches Shop-Update steht an, eigene Schnittstellen sind noch nicht geprüft oder das Testsystem ist noch nicht aufgebaut.
- In beiden Fällen: Zwischen den Stufen 2.0.x und 2.1.x Zeit für den Echtbetrieb einplanen und die Update-Woche so legen, dass der Support erreichbar ist.
Auch die Inventur gehört in die Planung. Wer zum Jahreswechsel mit JTL-Wawi zählt, legt das Update nicht in die Zähltage, denn Bestandsbuchungen und ein laufender Versionssprung vertragen sich schlecht. Hinweise zur Zählung im laufenden Betrieb finden Sie in unserem Beitrag zur Inventur im Shopbetrieb.
So begleiten wir den Versionssprung
Wir betreuen Schnittstellen zwischen Warenwirtschaft, Shop und Marktplätzen und bereiten Wawi-Updates so vor, dass die Shop-Anbindung nicht erst im Live-Betrieb geprüft wird. Je nach Ausgangslage übernehmen wir einzelne Schritte oder den gesamten Ablauf, für Shopware ebenso wie für WooCommerce-Shops.
Bestandsaufnahme
Versionen von Wawi, Connector, Shop, PHP und SQL-Server, angebundene Drittsysteme, eigene Abfragen, Vorlagen und Workflows.
Testlauf
Testsystem ohne Verbindung zum Live-Shop, Update in beiden Stufen und Prüfung der Abgleiche mit festgelegten Testfällen.
Begleitung am Update-Tag
Abgestimmtes Zeitfenster, Reihenfolge nach Herstelleranleitung, Kontrolle der ersten Abgleiche und Anpassung eigener Programmierungen und Schnittstellen.
Läuft Ihre Wawi-Datenbank auf einem eigenen Server, gehört dessen Zustand dazu: SQL-Edition, freier Speicher und Sicherungen. Für den Shop selbst bieten wir Hosting und Wartung an, damit Shop-Version und PHP-Stand zur Freigabeliste des Connectors passen. Wenn Sie den Versionssprung planen, erreichen Sie uns über das Kontaktformular.
Dieser Beitrag stützt sich auf den JTL-Guide von JTL-Software (Unterstützte Produktversionen, JTL-Wawi aktualisieren, JTL-Wawi aktualisieren: Schritt für Schritt, unterstützte und abgekündigte Versionen von JTL-Connector, Connector-Seiten zu Shopware 6 und zum WooCommerce-Plugin, Staging-Umgebung, Systemvoraussetzungen, SQL-Server-Einrichtung, JTL-Worker, JTL-Ameise und JTL-Wawi API), auf den Blogbeitrag von JTL-Software zum Stable Release von JTL-Wawi 2.0 vom 17. März 2026 und den JTL-Wawi-Changelog sowie die Versionsliste auf der Downloadseite von JTL-Wawi, auf Microsoft (Editionen von SQL Server 2022 und 2025), auf php.net (nicht mehr unterstützte PHP-Zweige), auf das Release 6.7.15.1 von Shopware auf GitHub und auf das WordPress-Pluginverzeichnis. Alle Angaben abgerufen am 14.10.2026. Versionslisten und Freigaben ändern sich laufend.
Einen Stichtag nennt der Hersteller derzeit nicht. Der JTL-Guide führt JTL-Wawi 2.1, 2.0 und 1.11 als unterstützte Versionen (JTL-Guide). Sinnvoll ist es in der Regel, das Update in einem ruhigen Zeitraum vorzubereiten und zuerst im Testsystem durchzuspielen, statt zu warten, bis sich die Liste ändert.
Nein. Von einer Version unter 2.0 lässt sich nicht direkt auf 2.1 oder höher aktualisieren, zuerst kommt ein Update auf 2.0.x und danach eines auf 2.1.x (JTL-Guide). Rechnen Sie also mit zwei Datenbank-Updates und zwei Prüfdurchgängen.
Das hängt davon ab, ob Shop-Version und Connector freigegeben sind. Der JTL-Guide nennt für Shopware 6 freigegebene Versionen von 6.1 bis 6.7.9 (JTL-Guide). Läuft Ihr Shop auf einer neueren Version, klären Sie die Freigabe vorab beim Hersteller und prüfen den Abgleich im Testsystem, bevor Sie produktiv aktualisieren.
Der Hersteller schreibt, dass die Datenbank beim Update fast doppelt so groß wird (JTL-Guide). Planen Sie den freien Platz auf dem SQL-Server entsprechend ein. Bei SQL Server Express kommt die Größengrenze der Edition hinzu, in SQL Server 2022 Express sind das 10 GB je Datenbank (Microsoft).
Vorgeschrieben ist es nicht, der Hersteller empfiehlt es aber besonders bei größeren Versionssprüngen (JTL-Guide). Wichtig ist, dass das Testsystem keine Verbindung zum produktiven Shop hat und die Datenbankabgleiche abgeschaltet sind, bevor die Kopie eingespielt wird.
Sie laufen in der Regel weiter, gehören nach jedem Update aber auf die Prüfliste. Der JTL-Guide sieht Testimporte und Testexporte der Ameise-Vorlagen vor und weist darauf hin, dass sich die Datenbankstruktur geändert haben kann, was eigene SQL-Abfragen betrifft (JTL-Guide). Für eine Prüfung Ihrer Vorlagen und Abfragen erreichen Sie uns über unsere Anfrageseite.