Black Friday fällt 2026 auf den 27. November, Cyber Monday auf den 30. November. Wer in diesen Tagen reduzierte Preise in Google Shopping zeigen will, plant nicht nur Rabatte, sondern Uhrzeiten: Das Google Merchant Center liest den Sonderpreis aus dem Attribut sale_price und den Aktionszeitraum aus sale_price_effective_date. Fehlt dort die Zeitzone, rechnet Google in UTC (Google Merchant Center-Hilfe), und der Feed läuft der Aktion im Shop um eine Stunde hinterher. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sonderpreis, Aktionszeitraum und Angebote im Merchant Center zusammenspielen, wo in den Aktionstagen Ablehnungen entstehen und wie ein Shop seine Black-Week-Preise zeitgenau aus einer Quelle an Google übergibt.
Warum die Black Week im Feed beginnt
Die Aktionstage haben im deutschen Handel ein festes Gewicht. Der Handelsverband Deutschland erwartete für Black Friday und Cyber Monday 2025 Ausgaben von voraussichtlich 5,8 Mrd. Euro für preisreduzierte Ware (HDE). Knapp die Hälfte der Onlineshoppenden wollte nach Angaben des Verbands zum Black Friday reduzierte Produkte kaufen, zum Cyber Monday gut ein Drittel (HDE). Ein Teil dieser Käufe beginnt nicht im Shop, sondern bei einer Produktsuche, etwa in Shopping-Anzeigen bei Google. Was dort als Preis erscheint, kommt aus dem Merchant Center.
Der Termin richtet sich nach dem US-Feiertag Thanksgiving, der 2026 auf Donnerstag, den 26. November, fällt (OPM). Black Friday ist der Freitag danach, also der 27. November; Cyber Monday folgt am 30. November. Viele Shops dehnen die Aktion zur Black Week aus und beginnen schon am Montag davor. Für den Feed ändert das wenig: Jede Aktion hat einen Start- und einen Endzeitpunkt, und beide müssen in Shop und Merchant Center auf die Minute übereinstimmen.
Das Merchant Center gleicht die Preise im Feed mit der Produktseite und dem Bezahlvorgang ab. Der eingereichte Sonderpreis muss dem Sonderangebotspreis auf der Landingpage und der Bezahlseite entsprechen (Google Merchant Center-Hilfe). Weicht er ab, kann der Artikel abgelehnt werden. Für falsche Preise beschreibt Google als Folge eine Warnung oder die Sperrung des Kontos (Google Merchant Center-Hilfe).
Ist die Korrektur live, löst ein Klick auf „Einspruch einlegen“ oder eine geringfügige Änderung an der Anzeige ein neues Crawling aus. Diese Crawlings sind laut Google in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden abgeschlossen (Google Merchant Center-Hilfe). Bei einer Aktion von Freitag bis Montag fehlt ein abgelehnter Artikel damit schnell einen oder zwei der vier Aktionstage in den Shopping-Ergebnissen.
price, sale_price und Angebote: drei Werkzeuge
Im Merchant Center gibt es drei Wege, eine Preisaktion abzubilden, und sie sind nicht austauschbar. Das Attribut price trägt den regulären Preis. sale_price meldet den reduzierten Preis, der während der Aktion als aktueller Preis gilt; den Aktionszeitraum dazu trägt sale_price_effective_date (Google Merchant Center-Hilfe). Wer sale_price einreicht, reicht zusätzlich price mit dem vollen Preis ein, und der Sonderpreis muss niedriger sein als dieser (Google Merchant Center-Hilfe). Angebote, im Englischen Promotions, sind dagegen ein eigenes Programm mit eigener Datenquelle. Sie beschreiben Rabatte, die erst im Warenkorb oder an der Kasse wirken, etwa einen Gutscheincode oder eine Zugabe.
Google trennt beides ausdrücklich: Sonderangebotspreise sollen nicht als Angebote eingereicht werden (Google Merchant Center-Hilfe). Umgekehrt sind Rabatte, die schon im Preis auf der Produktseite enthalten sind, als Angebot nicht zulässig (Google Merchant Center-Hilfe). Für die Black Week heißt das: Ist der Preis auf der Produktseite bereits gesenkt, gehört er in sale_price. Gilt der Rabatt erst mit einem Code im Warenkorb, ist ein Angebot der passende Weg.
| Merkmal | price | sale_price mit Zeitraum | Angebot (Promotion) |
|---|---|---|---|
| Zweck | regulärer Preis | reduzierter Preis während der Aktion | Rabatt oder Zugabe an der Kasse |
| Auf der Produktseite | als aktueller Preis | neben dem regulären Preis | Seitenpreis bleibt unverändert |
| Zeitsteuerung | keine | sale_price_effective_date | promotion_effective_dates |
| Datenquelle | Produktdaten | Produktdaten | eigene Angebotsdatenquelle |
| Prüfung durch Google | Abgleich mit Landingpage und Kasse | Abgleich mit Landingpage und Kasse | Prüfung vor der Anzeige |
| Typischer Fehler | alter Preis nach Aktionsende | fehlende Zeitzone | Rabatt steckt schon im Seitenpreis |
sale_price_effective_date: Format und Voreinstellungen
Der Aktionszeitraum ist ein Zeitraum nach ISO 8601. Google verlangt Start und Ende mit Uhrzeit und Zeitzone im Format JJJJ-MM-TTThh:mm[±hhmm] oder JJJJ-MM-TTThh:mmZ, getrennt durch einen Schrägstrich (Google Merchant Center-Hilfe). Das Feld fasst 0 bis 51 Zeichen (Google Merchant Center-Hilfe); ein vollständiger Zeitraum mit Versatz wie im folgenden Beispiel bleibt darunter. Für eine Aktion von Freitag, 0 Uhr, bis Montag, 23:59 Uhr deutscher Zeit sieht der Eintrag im XML-Feed so aus:
<item>
<g:id>SKU-4711</g:id>
<g:price>129.00 EUR</g:price>
<g:sale_price>99.00 EUR</g:sale_price>
<g:sale_price_effective_date>2026-11-27T00:00+0100/2026-11-30T23:59+0100</g:sale_price_effective_date>
</item> Zwei Voreinstellungen entscheiden darüber, was bei unvollständigen Angaben passiert. Ohne Uhrzeit gilt der Sonderpreis am Startdatum ab 00:00 Uhr und endet am Enddatum um 23:59 Uhr (Google Merchant Center-Hilfe). Ohne Zeitzone verwendet Google standardmäßig UTC (Google Merchant Center-Hilfe). Beide Regeln klingen harmlos, wirken aber zusammen: Ein Feld mit 2026-11-27/2026-11-30 beginnt in Deutschland erst um 01:00 Uhr und endet am 1. Dezember um 00:59 Uhr.
Fehlt das Attribut ganz, wird der Sonderpreis sofort angewendet (Google Merchant Center-Hilfe). Das ist der zweite typische Fehler: Der Feed mit dem Aktionspreis wird schon am Vortag hochgeladen, damit er rechtzeitig verarbeitet ist, und Google zeigt den reduzierten Preis, während die Produktseite noch den Normalpreis trägt.
- Start und Ende mit Uhrzeit angeben, auch wenn die Aktion um Mitternacht beginnt.
- Den Versatz ohne Doppelpunkt schreiben, also
+0100, oder die Zeit in UTC mitZkennzeichnen. - Start und Ende durch einen Schrägstrich trennen; die Beispiele für Text- und XML-Datenquellen stehen ohne Leerzeichen.
- Den Zeitraum je Artikel aus demselben Zeitstempel erzeugen, mit dem auch der Shop seinen Aktionspreis schaltet.
- Nach der Aktion
sale_priceund Zeitraum entfernen oder auf die nächste Aktion setzen, statt abgelaufene Werte stehen zu lassen.
MEZ, MESZ und UTC: die Stunde, die fehlt
In Deutschland ist die gesetzliche Zeit die mitteleuropäische Zeit; sie ist bestimmt durch die koordinierte Weltzeit unter Hinzufügung einer Stunde (EinhZeitG § 4). Während der Sommerzeit gilt die mitteleuropäische Sommerzeit, also koordinierte Weltzeit plus zwei Stunden (EinhZeitG § 4). Die Sommerzeit endet jeweils am letzten Sonntag im Oktober um 3 Uhr (SoZV § 2), 2026 also am 25. Oktober. Die gesamte Black Week liegt damit in der Winterzeit, und der passende Versatz ist +0100.
Die Falle liegt in der Planung. Wer die Aktion Anfang Oktober vorbereitet und den Versatz aus der aktuellen Systemzeit übernimmt, bekommt +0200 und startet den Sonderpreis bei Google eine Stunde zu früh. Wer den Versatz weglässt, startet eine Stunde zu spät. Beide Fehler sind im Merchant Center unauffällig, weil das Format gültig ist. Sichtbar werden sie erst in der Nacht, in der die Aktion beginnt oder endet, und dann meist als Preisabweichung.
Mit +0100
Start und Ende stimmen mit dem Shop überein: 2026-11-27T00:00+0100 beginnt um Mitternacht deutscher Zeit, 2026-11-30T23:59+0100 endet eine Minute vor Mitternacht.
Ohne Zeitzone
Google rechnet in UTC (Google Merchant Center-Hilfe). Der Sonderpreis erscheint um 01:00 Uhr deutscher Zeit und bleibt bis 00:59 Uhr am Tag nach dem Aktionsende stehen.
Mit +0200
Der Versatz der Sommerzeit (EinhZeitG § 4) verschiebt Start und Ende um eine Stunde nach vorn. Der Sonderpreis erscheint um 23:00 Uhr am Vorabend und endet um 22:59 Uhr am letzten Aktionstag.
Mit kopiertem Beispielwert
Ein Versatz wie -0800 aus einem Beispiel verschiebt das Fenster um neun Stunden: Start um 09:00 Uhr deutscher Zeit, Ende am 1. Dezember um 08:59 Uhr.
Die Beispiele auf der Hilfeseite zum Sonderangebotszeitraum rechnen mit dem Versatz -0800 (Google Merchant Center-Hilfe). In der deutschen Fassung der Spezifikation für Angebote steht bei einem Beispiel mit der Angabe MEZ der Versatz -05:00 (Google Merchant Center-Hilfe, abgerufen am 05.10.2026). Für einen Shop in Deutschland gilt in der Black Week +0100 beziehungsweise +01:00. Den Versatz deshalb aus der Zeitzone Europe/Berlin berechnen lassen, nicht aus einem Beispiel abschreiben.
Mitternacht im Shop: alle Preisstellen schalten gemeinsam
Der Feed ist nur eine von mehreren Stellen, an denen der Preis steht. Google empfiehlt zu prüfen, ob der Preis in der Datenquelle, auf der Landingpage, in den strukturierten Daten und beim Bezahlvorgang identisch ist (Google Merchant Center-Hilfe). Schaltet der Shop seinen Aktionspreis per Regel um Mitternacht, muss jede dieser Stellen im selben Moment folgen.
- Produktseite: Originalpreis und aktiver Sonderpreis müssen deutlich zu sehen sein (Google Merchant Center-Hilfe).
- Strukturierte Daten: aktiver Preis in
offers.price, der reguläre Preis als zweite Preisangabe mitpriceTypeStrikethroughPrice (Google Search Central). - Zwischenspeicher: Seiten-Cache und vorgelagerte Caches dürfen den alten Preis nach dem Umschalten nicht weiter ausliefern.
- Warenkorb und Kasse: Der Sonderpreis darf sich auf der Bezahlseite nicht ändern (Google Merchant Center-Hilfe).
- Feed:
sale_priceundsale_price_effective_datemit demselben Start und Ende wie die Regel im Shop.
In Shopware lassen sich solche Preise über erweiterte Preise und Regeln steuern, wie im Beitrag zum Shopware Rule Builder für Preisregeln und Promotions beschrieben. Entscheidend ist weniger das Werkzeug als die Frage, wo der Zeitpunkt festgelegt wird. Steht das Aktionsende einmal in der Regel des Shops und ein zweites Mal von Hand im Feed-Export, laufen beide früher oder später auseinander.
Auch die strukturierten Daten kennen einen Aktionszeitraum. Google nennt für die Angebotsdauer die Properties validFrom und validThrough oder priceValidUntil und empfiehlt, Uhrzeit und Zeitzone im Format ISO 8601 anzugeben (Google Search Central). Bei priceValidUntil lohnt nach der Aktion ein Blick: Liegt das Datum in der Vergangenheit, wird der Eintrag möglicherweise nicht angezeigt (Google Search Central). Wie Shopware Produktdaten als JSON-LD ausgibt, zeigt der Beitrag JSON-LD in Shopware 6.7.9.0.
Wenn Google den Preis selbst nachzieht
Das Merchant Center bietet Automatisierungen an, die Preis, Sonderangebotspreis, Verfügbarkeit und Zustand anhand der Landingpage aktualisieren; sie sind standardmäßig aktiviert (Google Merchant Center-Hilfe). Für die Black Week ist das eine Absicherung, aber kein Ersatz für einen korrekten Feed: Google beschreibt die Funktion als Korrektur sporadischer Abweichungen bei einem kleinen Teil der Produkte, nicht als Ersatz für regelmäßige Aktualisierungen der Produktdaten (Google Merchant Center-Hilfe).
Zwei Einschränkungen sind für Aktionen wichtig. Automatisierungen funktionieren möglicherweise nicht für Produkte, deren Preis oder Verfügbarkeit sich häufig ändert, etwa mehr als einmal täglich; stellt Google eine Abweichung fest, wird das Produkt dann unter Umständen abgelehnt statt aktualisiert (Google Merchant Center-Hilfe). Und wenn eine Produktseite mehrere durchgestrichene Preise zeigt, kann das System den richtigen Vergleichspreis womöglich nicht ermitteln (Google Merchant Center-Hilfe). Shops mit stündlich wechselnden Blitzangeboten verlassen sich deshalb besser auf einen Feed, der den Zeitpunkt selbst kennt.
Google prüft den Feed gegen die Seite, nicht umgekehrt. Ein pünktlicher Feed nützt wenig, wenn ein Cache den alten Preis noch eine Weile ausliefert.
Streichpreis-Hinweise: der Basispreis zählt schon vorher
Erfüllen Sonderpreis und regulärer Preis bestimmte Bedingungen, zeigt Google beide Preise und einen Hinweis auf das Sonderangebot, etwa in der Google Suche, in Shopping-Anzeigen und auf dem Shopping-Tab (Google Merchant Center-Hilfe). Für Deutschland nennt Google dafür zwei Bedingungen mit Zahlen: Der Rabatt muss größer als 5 % und kleiner als 90 % sein (Google Merchant Center-Hilfe). Außerdem muss der Basispreis innerhalb der letzten 200 Tage an 30 nicht unbedingt aufeinanderfolgenden Tagen gültig gewesen sein (Google Merchant Center-Hilfe).
Für die Planung heißt das: Der reguläre Preis, gegen den die Ersparnis der Black Week gezeigt wird, muss in den 200 Tagen vor dem Aktionsstart an mindestens 30 Tagen gegolten haben. Wer den Basispreis erst kurz vor der Aktion anhebt, um im November einen größeren Rabatt zu zeigen, verliert den Hinweis womöglich und bewegt sich zugleich auf rechtlich heiklem Gelände.
Die Bedingung von Google ist nicht die Preisangabenverordnung. Wer Verbrauchern eine Preisermäßigung bekannt gibt, muss den niedrigsten Gesamtpreis angeben, den er innerhalb der letzten 30 Tage vor der Ermäßigung angewendet hat (PAngV § 11). Google zählt dagegen die Tage innerhalb eines Zeitraums von 200 Tagen, an denen der Basispreis galt. Beide Werte stammen aus derselben Preishistorie, werden aber verschieden gerechnet. Wie der Vergleichspreis im Shop korrekt entsteht, behandelt der Beitrag Streichpreise regelkonform: PAngV-Rabatte im Shop.
Angebote (Promotions): Gutscheincodes und Zugaben
Für Rabatte per Code ist ein Angebot der passende Weg. Angebote werden über eine eigene Angebotsdatenquelle eingereicht, als XML-Datei, tabulatorgetrennte Datei oder Google-Tabelle (Google Merchant Center-Hilfe). Google prüft jedes Angebot auf die Programmrichtlinien und die redaktionellen Anforderungen, bevor es angezeigt wird (Google Merchant Center-Hilfe).
Der Zeitraum steht im Attribut promotion_effective_dates. Mit promotion_display_dates lässt sich ein Angebot schon vor dem Startdatum validieren (Google Merchant Center-Hilfe). Für die Black Week ist das eine zentrale Stellschraube, weil die Prüfung dann nicht in die Nacht des Aktionsstarts fällt. Ein Angebot ist auf sechs Monate (183 Tage) begrenzt, der Angebotstitel auf 60 Zeichen (Google Merchant Center-Hilfe). Wer Angebote mit dem Tool zur Angebotserstellung im Merchant Center anlegt, arbeitet in der Zeitzone des Kontos; eine abweichende Zeitzone muss von Hand angepasst werden (Google Merchant Center-Hilfe).
- Der Rabatt wird an der Kasse angewendet und dort klar bestätigt, nicht schon auf der Produktseite (Google Merchant Center-Hilfe).
- Rabatte unter 5 % des aktuellen Preises oder unter 5 € in Deutschland sind als Angebot nicht zulässig (Google Merchant Center-Hilfe).
- Prozentrabatte stehen als ganze Zahl, Dezimalzahlen sind nicht zulässig (Google Merchant Center-Hilfe).
- Ein Angebot muss grundsätzlich allen Nutzern zugänglich sein; Rabatte nur für bestimmte Gruppen oder Zahlungsarten gelten als zu stark eingeschränkt (Google Merchant Center-Hilfe).
- Versandangebote brauchen einen gültigen Gutscheincode (Google Merchant Center-Hilfe).
Zusätzlich begrenzt Google, wie viele Angebote gleichzeitig aktiv sein und wie viele an einem Tag eingereicht werden können (Google Merchant Center-Hilfe). Für die Black Week heißt das: lieber wenige Angebote, die über Produktfilter oder die Angebots-ID viele Artikel abdecken, als für jeden Artikel ein eigenes. Wo eine Angebots-URL angegeben wird, müssen die Angaben auf dieser Seite den eingereichten Angebotsdaten entsprechen (Google Merchant Center-Hilfe).
Eine Quelle für alle Preise: der Feed als Schnittstelle
Eine verlässliche Vorbereitung auf die Black Week beginnt mit einer Architektur, in der jede Aktion genau einmal definiert wird: mit Preis, Sonderpreis, Start und Ende in einer Zeitzone. Aus diesem Datensatz entstehen Produktseite, strukturierte Daten, Warenkorb und Feed. Kommen die Preise aus einer Warenwirtschaft, etwa über eine Anbindung an Microsoft Dynamics NAV, oder die Produktdaten aus einem PIM-System, gilt dasselbe: Der Feed rechnet nichts neu, er übersetzt.
Wer Produktdaten über die Merchant API überträgt, setzt den Zeitraum als Objekt mit Start und Ende. Das Feld salePriceEffectiveDate hat den Typ Interval (Merchant API). Ein Interval hat einen einschließlichen Start und ein ausschließliches Ende (Merchant API), anders als die Textdatenquelle, in der das Ende auf 23:59 Uhr steht. Seit dem Aus der Content API for Shopping ist die Merchant API der Weg für direkte Anbindungen; mehr dazu steht im Beitrag zum Aus der Content API und den Feed-Regeln 2026.
{
"offerId": "SKU-4711",
"contentLanguage": "de",
"feedLabel": "DE",
"productAttributes": {
"price": { "amountMicros": "129000000", "currencyCode": "EUR" },
"salePrice": { "amountMicros": "99000000", "currencyCode": "EUR" },
"salePriceEffectiveDate": {
"startTime": "2026-11-26T23:00:00Z",
"endTime": "2026-11-30T23:00:00Z"
}
}
} Die Zeiten stehen hier in UTC: Mitternacht am 27. November in Deutschland ist 23:00 Uhr UTC am Vortag, Mitternacht zum 1. Dezember ist 23:00 Uhr UTC am 30. November. Weil das Ende ausschließlich ist, gilt der Sonderpreis bis einschließlich 23:59 Uhr deutscher Zeit.
Zwei weitere Punkte gehören in die Schnittstelle. Produkte laufen 30 Tage nach der letzten Aktualisierung im Merchant Center ab (Google Merchant Center-Hilfe); ein Feed-Export, der während einer Änderungssperre vor Black Friday eingefroren wird, darf also nicht beliebig lange ruhen. Und wenn sich Preise häufig ändern, empfiehlt Google, Produktaktualisierungen über die Merchant API zu verwalten (Google Merchant Center-Hilfe).
price: regulärer Preis, identisch mit dem Vergleichspreis auf der Produktseite.sale_price: Aktionspreis, identisch mit Produktseite und Kasse.sale_price_effective_date: Start und Ende mit dem Versatz+0100.- Strukturierte Daten: aktiver Preis, StrikethroughPrice sowie
validFromundvalidThrough. promotion_idin den Produktdaten, wenn ein Gutscheinangebot nur für bestimmte Artikel gilt.
Zeitplan bis zum 27. November
Zwischen Mitte Oktober und Black Friday liegen gut sechs Wochen, genug für einen sauberen Ablauf mit eingeplanten Prüfzeiten von Google.
- Oktober: Basispreise stabil halten und die Preishistorie sichern; sie trägt beide Vergleichsrechnungen.
- Nach dem 25. Oktober: Die Systemzeit steht wieder auf
+0100. Jetzt einen Testartikel mit kurzem nächtlichem Aktionsfenster in den Feed geben und im Merchant Center nachsehen, wann der Sonderpreis erscheint. - Anfang November: Angebote für Gutscheincodes einreichen, mit
promotion_display_datesvor dem Start, damit die Prüfung rechtzeitig abgeschlossen ist. - Woche vor Black Friday: Aktionspreise in Shop und Feed mit Zeitraum hinterlegen, das Cache-Verhalten zum Umschaltzeitpunkt testen und die Einstellungen der Automatisierungen prüfen.
- Nacht zum 27. November: Umschaltung beobachten und Stichproben aus Produktseite, strukturierten Daten und Merchant Center vergleichen.
- 1. Dezember: Sonderpreise und Zeiträume entfernen,
priceValidUntilaktualisieren und Warnungen sowie Ablehnungen der Aktionswoche auswerten.
Läuft parallel ein Warteraum für Lastspitzen, gehört dessen Zeitplan in denselben Kalender; Details stehen im Beitrag Warteraum für Black Friday. Für Termine jenseits der Aktionswoche hilft der Fristenkalender 2027 für Onlineshops.
Typische Fehler in der Black Week
- Zeitzone fehlt oder stammt aus der Sommerzeit: Ohne Angabe rechnet Google in UTC, mit
+0200startet die Aktion eine Stunde zu früh. - Sonderpreis ohne Zeitraum vorab hochgeladen: Ohne
sale_price_effective_dategilt der Sonderpreis sofort (Google Merchant Center-Hilfe). - Gutscheinrabatt als Sonderpreis gemeldet: Ist der Rabatt nur mit Code zu haben, stimmt
sale_pricenicht mit dem Preis auf der Produktseite überein. - Seitenpreis reduziert und zusätzlich als Angebot gemeldet: Solche Angebote sind nach den Richtlinien nicht zulässig (Google Merchant Center-Hilfe).
- Varianten mit abweichendem Preis: Der Preis im Feed muss zur Variante passen, die beim Laden der Seite vorausgewählt ist (Google Merchant Center-Hilfe).
Viele dieser Fehler fallen erst auf, wenn sich die Ablehnungen im Merchant Center häufen. Eine Prüfung der Produktdaten gehört deshalb in die Vorbereitung, nicht in die Nacht des Starts. Grundlagen zur Feed-Qualität jenseits der Preise erklärt der Beitrag Google Shopping Feed optimieren.
So setzen wir zeitgesteuerte Sonderpreise um
Unsere Anbindung an das Google Merchant Center erzeugt den Feed aus dem Shop und umfasst die Integration von Sale-Preisen und das Einrichten eines Promotion-Feeds. Für die Black Week heißt das vor allem: eine Regel, ein Zeitpunkt, ein Versatz.
Feed aus dem Shop
Sonderpreis und Zeitraum entstehen aus den Aktionsregeln des Shops, nicht aus Handarbeit im Export. Grundlage ist unsere Arbeit als Shopware-Agentur.
Angebote und Gutscheine
Wir richten die Angebotsdatenquelle ein, ordnen Angebots-IDs den Artikeln zu und planen die Prüfzeit von Google ein. Shopping-Kampagnen verbinden wir über die Google-Ads-Anbindung.
Überwachung in der Aktionswoche
Wir beobachten Warnungen und Ablehnungen im Merchant Center und korrigieren Preisabweichungen. Updates und Sicherheit des Shops deckt die Shopware-Wartung ab.
Wenn Sie wissen möchten, wo Ihre Preise in der Aktionswoche auseinanderlaufen könnten, sehen wir uns Shop, Feed und Merchant Center gemeinsam mit Ihnen an. Schreiben Sie uns über das Kontaktformular.
Dieser Beitrag stützt sich auf die Google Merchant Center-Hilfe (Sonderangebotszeitraum, Sonderangebotspreis, Preis, Hinweise auf Sonderangebotspreise, Falsche Preise, Automatisierungen, Verfallsdatum, Angebotsdaten, Richtlinien und Kontingente für Angebote), auf Google Search Central (Händlereinträge), auf die Referenz der Merchant API (ProductAttributes, Interval), auf das Einheiten- und Zeitgesetz (EinhZeitG § 4), die Sommerzeitverordnung (SoZV § 2) und die Preisangabenverordnung (PAngV § 11) bei gesetze-im-internet.de, auf den Handelsverband Deutschland (HDE, Themenseite Black Friday und Cyber Monday 2025) sowie auf das U.S. Office of Personnel Management (OPM, Federal Holidays 2026). Alle Angaben abgerufen am 05.10.2026.
Für einen Shop in Deutschland in der Regel +0100. Die Sommerzeit endet am letzten Sonntag im Oktober (SoZV § 2), danach gilt die mitteleuropäische Zeit, also koordinierte Weltzeit plus eine Stunde (EinhZeitG § 4). Ohne Angabe rechnet Google in UTC (Google Merchant Center-Hilfe).
Dann wird der Sonderpreis sofort angewendet (Google Merchant Center-Hilfe). Wer den Feed vorab hochlädt, zeigt den Aktionspreis bei Google womöglich, bevor er im Shop gilt, und riskiert eine Ablehnung wegen Preisabweichung.
Das hängt davon ab, wo der Rabatt wirkt. Ist der Preis auf der Produktseite gesenkt, gehört er in sale_price. Wirkt der Rabatt erst an der Kasse, etwa mit einem Gutscheincode, ist ein Angebot der passende Weg. Google trennt beides ausdrücklich (Google Merchant Center-Hilfe).
Für Deutschland muss der Rabatt größer als 5 % und kleiner als 90 % sein, und der Basispreis muss innerhalb der letzten 200 Tage an 30 Tagen gültig gewesen sein (Google Merchant Center-Hilfe). Auch bei erfüllten Bedingungen erscheint der Hinweis nicht in jedem Fall. Wie der Vergleichspreis im Shop entsteht, beschreibt der Beitrag zu Streichpreisen nach der PAngV.
Ist die Korrektur live, löst ein Einspruch oder eine geringfügige Änderung an der Anzeige ein neues Crawling aus, das in der Regel innerhalb von 24 bis 48 Stunden abgeschlossen ist (Google Merchant Center-Hilfe). Bei einer Aktion über ein langes Wochenende lohnt deshalb die Prüfung vor dem Start.
In der Regel ja. Über unsere Merchant-Center-Anbindung erzeugen wir den Feed aus dem Shop, einschließlich Sonderpreis, Zeitraum und Angebotsdaten. Wie viel Aufwand das ist, hängt davon ab, wo Ihre Preise und Aktionsregeln heute gepflegt werden; das klären wir in einem ersten Gespräch.