Das Altgerät weitergeben — vorher richtig leeren
Ein ausgemustertes Gerät liegt selten aus Nachlässigkeit in der Schublade. Meist fehlt die Sicherheit, dass wirklich nichts mehr darauf ist. Diese Seite beschreibt, was zu tun ist, damit ein Gerät sauber weitergehen kann — und woran es sonst scheitert. Eine Filiale in Salzgitter gibt es nicht, gearbeitet wird in unserer Werkstatt in Hildesheim.
Die Reihenfolge zählt
- Erst sichernAlles, was Sie behalten wollen, auf ein anderes Gerät oder in eine Sicherung.
- Dann Kontobindung lösenVor dem Zurücksetzen, nicht danach. Sonst bleibt das Gerät gesperrt.
- Zuletzt zurücksetzenWerkseinstellungen, danach nicht wieder anmelden.
Wird Schritt zwei vergessen, ist das Gerät für den nächsten Besitzer unbrauchbar — und lässt sich auch von uns nicht freischalten.
Die Kontobindung ist der entscheidende Schritt
Aktuelle Geräte koppeln sich beim Einrichten an ein Konto. Diese Kopplung überlebt ein Zurücksetzen — und genau daran scheitern die meisten Weitergaben.
Was passiert, wenn man es vergisst
Das Gerät wird zurückgesetzt und wirkt leer. Beim ersten Start verlangt es aber die Zugangsdaten des Kontos, mit dem es zuletzt angemeldet war. Ohne die geht es nicht weiter.
Für den neuen Besitzer ist es damit wertlos, und keine Werkstatt kann daran etwas ändern. Das ist kein Mangel, sondern der Diebstahlschutz, der genau so gedacht ist.
Was Sie stattdessen tun
- Vor dem Zurücksetzen aus dem Konto abmelden und die Gerätebindung lösen
- Prüfen, ob die Suchfunktion für verlorene Geräte deaktiviert ist
- SIM- und Speicherkarte entnehmen
- Erst danach auf Werkseinstellungen zurücksetzen
- Nach dem Zurücksetzen nicht erneut anmelden
Sind Sie unsicher, ob alles gelöst ist: Setzen Sie das Gerät zurück und starten Sie es einmal neu. Verlangt es keine Kontodaten, ist es frei. Diesen Test machen wir bei einem Ankauf ohnehin.
Reicht ein Zurücksetzen wirklich?
Bei aktuellen Geräten ja — und der Grund dafür ist die Verschlüsselung, die sonst so oft im Weg steht.
Der Speicher ist ohnehin verschlüsselt
Aktuelle Smartphones legen ihre Daten verschlüsselt ab. Der Schlüssel hängt an Ihrem Entsperrcode und einer gerätegebundenen Kennung.
Zurücksetzen verwirft den Schlüssel
Beim Zurücksetzen wird nicht jede Datei einzeln überschrieben, sondern der Schlüssel verworfen. Was auf dem Speicher liegt, ist danach nicht mehr lesbar — auch nicht mit Aufwand.
Was übrig bleibt
Alles außerhalb des internen Speichers: die SIM-Karte, eine eingelegte Speicherkarte und Daten, die in einem Konto liegen. Karten entnehmen, Konto getrennt aufräumen.
Bei sehr alten Geräten ohne Verschlüsselung gilt das nicht uneingeschränkt. Wenn Ihnen der Inhalt besonders heikel erscheint, sagen Sie es uns — dann besprechen wir, was in Ihrem Fall sinnvoll ist.
Verkaufen, verschenken oder abgeben
Ist das Gerät sauber, stellt sich die einfachere Frage: Was passiert damit?
Ankauf
Wir bewerten das Gerät nach Modell, Zustand und Funktion und nennen einen Betrag, bevor Sie sich entscheiden. Erforderlich ist die Vorlage eines gültigen amtlichen Lichtbildausweises; wir kaufen ausschließlich von volljährigen Personen an.
Welche Daten dabei erfasst werden und wie lange sie aufbewahrt werden, steht in der Datenschutzerklärung im Abschnitt Ankauf. Die Bedingungen stehen in den AGB.
Was den Betrag beeinflusst
- Ob das Gerät frei von einer Kontobindung ist — ohne das ist es faktisch wertlos
- Der Zustand von Display und Rückseite
- Der Zustand des Akkus
- Ob Zubehör und Originalkarton vorhanden sind
- Ob das Gerät noch mit Aktualisierungen versorgt wird
Ein gebrochenes Rückglas kostet beim Ankauf regelmäßig mehr, als der Tausch gekostet hätte. Rechnen Sie beides gegeneinander — wir nennen Ihnen beide Zahlen.
Wenn das Gerät niemandem mehr nützt
Nicht jedes Altgerät findet einen neuen Besitzer. Dann bleibt die Frage, wohin damit — und die Antwort ist in keinem Fall der Hausmüll.
Was zuerst zu klären ist
- Die Daten heruntergenommen: sichern, Kontobindung lösen, zurücksetzen
- SIM- und Speicherkarte entnommen
- Der Akku bleibt im Gerät — er gehört nicht getrennt in eine Batteriesammlung
- Ein aufgeblähter Akku gehört nicht in eine gemeinsame Sammelbox, sagen Sie darauf hin
Der erste Punkt ist der wichtigste: Ein Gerät, das ungelöscht in eine Sammlung geht, ist nicht aus der Welt.
Wohin damit
Elektroaltgeräte nehmen die kommunalen Sammelstellen an, in Salzgitter und im Landkreis Hildesheim gleichermaßen. Größere Elektrohändler sind zur Rücknahme verpflichtet; für kleine Fachwerkstätten wie uns gilt das nicht.
Bringen Sie ein Gerät trotzdem gern mit, wenn Sie ohnehin da sind. Manches, was Sie für Schrott halten, taugt noch als Zweitgerät oder als Teilespender — und dann sagen wir Ihnen das, statt es wegzuwerfen.
Aus Salzgitter nach Hildesheim
Salzgitter liegt im Osten von Hildesheim. Bis zur Werkstatt in der Marktarkaden sind es nach Routenplaner rund 37,4 Straßenkilometer, für die Fahrt sollten Sie etwa 25 bis 35 Minuten einplanen. Ein Routenplaner kennt weder Baustellen noch Verkehr — nehmen Sie die Angabe als Anhaltspunkt.
Aus Salzgitter sind es knapp vierzig Kilometer. Wenn Sie ohnehin kommen, lässt sich beides in einem Termin erledigen: das Altgerät bewerten und, falls sinnvoll, gleich das nächste aussuchen. Bereiten Sie das Gerät vorher so vor, wie oben beschrieben — sonst können wir es nicht bewerten.
- Entfernung
- rund 37,4 km
- Fahrzeit
- in der Regel etwa 25 bis 35 Minuten
- Richtung
- aus Osten
- Ziel
- Marktarkaden 6, 31134 Hildesheim
Vor dem Termin erledigen
- Daten sichern, die Sie behalten wollen
- Kontobindung lösen, dann zurücksetzen
- SIM- und Speicherkarte entnehmen
- Ausweisdokument mitbringen, falls verkauft werden soll
- Zubehör und Karton mitbringen, wenn vorhanden
Öffnungszeiten und Anfahrt stehen unter Kontakt, die übrigen Orte im Einsatzgebiet.
Fragen zum Altgerät
Bei aktuellen Geräten ja. Der Speicher ist ohnehin verschlüsselt, und beim Zurücksetzen wird der Schlüssel verworfen — was auf dem Speicher liegt, ist danach nicht mehr lesbar. Nicht erfasst sind SIM-Karte, eingelegte Speicherkarte und alles, was in einem Konto liegt. Karten entnehmen, Konto getrennt aufräumen.
Weil die Kontobindung nicht gelöst wurde. Sie überlebt ein Zurücksetzen und verlangt beim ersten Start die Zugangsdaten des Kontos, mit dem das Gerät zuletzt angemeldet war. Lösen Sie die Bindung vor dem Zurücksetzen. Ist es schon passiert, hilft nur der Kontoinhaber — keine Werkstatt.
Nein, und niemand sonst außerhalb des Kontoinhabers und des jeweiligen Anbieters. Genau darin besteht der Sinn dieser Sperre: Sie macht ein gestohlenes Gerät wertlos. Wir prüfen bei einem Ankauf deshalb immer, ob ein Gerät frei ist.
Ein gültiges amtliches Lichtbilddokument, also Personalausweis oder Reisepass; wir kaufen ausschließlich von volljährigen Personen an. Welche Angaben dabei erfasst und wie lange sie aufbewahrt werden, steht in der Datenschutzerklärung im Abschnitt Ankauf.
Häufig ja, besonders bei einer gebrochenen Rückseite: Sie kostet beim Ankauf regelmäßig mehr, als der Tausch gekostet hätte. Bei einem müden Akku ist die Rechnung knapper. Wir nennen Ihnen beide Zahlen — den Ankaufbetrag mit und ohne Reparatur —, dann entscheiden Sie.
Sagen Sie es uns, dann sehen wir gemeinsam nach, was sinnvoll ist. Manche Geräte taugen noch als Zweitgerät oder als Teilespender. Wichtig ist in jedem Fall, dass die Daten vorher heruntergehen — und dass es nicht ungelöscht im Hausmüll landet.
Erst leeren, dann weitergeben
Wenn Sie unsicher sind, ob alles heruntergegangen ist: Bringen Sie das Gerät mit. Wir sehen gemeinsam nach, bevor es weitergeht.