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Ratgeber

Akku über Nacht leer, obwohl das Gerät nur dalag

Abends bei achtzig Prozent hingelegt, morgens bei zwanzig, und dazwischen hat niemand das Gerät angefasst. Der Verdacht fällt sofort auf den Akku, und manchmal stimmt das auch. Deutlich häufiger steckt etwas dahinter, das sich in wenigen Nächten ohne Werkzeug einkreisen lässt.

Kurz gefasst

  • Lag das Gerät am Kabel und war morgens nicht voll, liegt die Ursache in der Regel nicht in der Zelle, sondern entweder in einer Ladebegrenzung des Systems (optimiertes Laden, Ladelimit 80 Prozent, adaptives Laden zur Weckzeit) oder im Ladeweg aus Steckdose, Netzteil, Kabel und Buchse.
  • Verlust im Ruhezustand geht oft auf die Funkverbindung und netzabhängige Hintergrunddienste zurück, etwa schwachen Empfang am Schlafplatz, und nicht auf einen Defekt.
  • Eine Nacht im Flugmodus und eine Nacht im ausgeschalteten Zustand grenzen die Ursache ohne Werkzeug ein.
  • Nach einem Systemwechsel oder einer eingespielten Sicherung arbeitet das Gerät in der Regel einige Tage nach; das legt sich von selbst.
  • Schaltet das Gerät trotz Restladung ab oder wölbt sich das Gehäuse, spricht das für die Zelle selbst; genau das lässt sich messen.

Zwei verschiedene Beschwerden, eine Formulierung

Hinter dem Satz „der Akku ist über Nacht leer" stecken zwei Fälle, die technisch nichts miteinander zu tun haben. Bevor Sie irgendeine Einstellung ändern, sollten Sie wissen, in welchem der beiden Sie stecken.

Im ersten Fall lag das Gerät am Kabel und war morgens trotzdem nicht voll. Dann liegt es in der Regel nicht an der Zelle, und sehr häufig hält das System den Ladestand sogar absichtlich zurück: iOS lädt beim optimierten Laden zunächst nur bis etwa achtzig Prozent und erst kurz vor der gewohnten Weckzeit voll, iPhone 15 und neuer sowie neuere iPads bieten zusätzlich ein festes Ladelimit von achtzig Prozent, Pixel-Geräte laden adaptiv erst zur Weckzeit voll, und Samsung begrenzt mit dem Akkuschutz. Sehen Sie das zuerst nach. Bleibt es danach dabei, kommt der Ladeweg an die Reihe: eine geschaltete Steckdose oder Steckerleiste, ein Kabelbruch direkt am Steckerknick, ein schwaches Netzteil, ein Netzteil am Rechner, das im Ruhezustand abschaltet, oder ein Stück verdichteter Fussel in der Ladebuchse, das den Stecker knapp zu weit hält. Bleibt der Verdacht am Anschluss hängen, führt der Weg über die Ladebuchse und nicht über den Akku.

Im zweiten Fall lag das Gerät ohne Kabel da und hat im Ruhezustand Ladung verloren. Um diesen zweiten Fall geht es im Prüfweg und in allen folgenden Schritten; der erste Fall steht nur zur Abgrenzung hier und taucht in der Tabelle noch einmal auf. Ein Smartphone schläft nachts nicht so tief, wie es von außen aussieht: Es hält Funkverbindung, prüft Konten, nimmt Nachrichten an, weckt kurz den Bildschirm und startet Wartungsarbeiten, für die tagsüber keine Ruhe war. Jeder dieser Vorgänge kostet Ladung, und einer davon kann aus dem Ruder laufen.

Eine feste Zahl, wie viel über Nacht in Ordnung ist, gibt es nicht. Als grobe Orientierung gilt ein Verlust im niedrigen einstelligen Bereich über acht Stunden als unauffällig. Wenn Sie im Schlafzimmer nur einen Balken Empfang haben, mit eingeschaltetem Always-on-Display schlafen oder mehrere Konten im Push-Betrieb abfragen lassen, liegen Sie darüber, ohne dass etwas defekt wäre. Aussagekräftig ist deshalb weniger der einzelne Wert als die Veränderung: Wenn dasselbe Gerät am selben Platz plötzlich das Doppelte verliert, hat sich etwas geändert.

Bei Tablets liegt die Sache etwas anders. Ein Tablet nutzen Sie selten täglich, und der Ladestand fällt über mehrere liegende Tage ab, nicht über eine Nacht. Die Zelle ist größer, die Dienste laufen aber genauso weiter, und viele Tablets im Haushalt sind schlicht älter als das Smartphone daneben. Wenn Sie ein Tablet nach zwei Wochen leer aus der Schublade holen, ist das für sich genommen noch kein Befund. Erst wenn es über eine einzelne Nacht deutlich verliert, lohnt derselbe Prüfweg wie beim Telefon.

Der Prüfweg über wenige Nächte

Die folgenden Schritte brauchen kein Werkzeug und keine Zusatzsoftware, sondern nur ein paar Notizen und jeweils eine Nacht Geduld. Sie gelten für den zweiten Fall, also für ein Gerät, das ohne Kabel dalag. Arbeiten Sie sie der Reihe nach ab und ändern Sie nicht mehrere Dinge gleichzeitig, sonst wissen Sie hinterher nicht, was gewirkt hat.

Zwei Zahlen und zwei Uhrzeiten notieren

Schreiben Sie abends den Ladestand und die Uhrzeit auf, morgens dasselbe. Erst daraus wird aus einem Gefühl ein Messwert, und Sie sehen, ob der Verlust jede Nacht gleich groß ist oder nur an manchen. Notieren Sie dazu, wo das Gerät gelegen hat, denn der Platz in der Wohnung ist ein eigener Faktor.

Die Batteriestatistik des Systems lesen

Beide Systeme führen mit, welche App wie viel verbraucht hat. Wie genau dabei aktive Nutzung und Zeit im Ruhezustand getrennt werden, hängt bei Android von Version und Hersteller ab; auf dem iPhone finden Sie die Aufteilung in der Aktivitätsansicht. Genau diese Trennung interessiert Sie: Eine App, die nachts oben in der Liste steht, obwohl Sie sie nicht geöffnet haben, ist der erste Verdächtige. Steht dort nichts Auffälliges, sondern nur System und Mobilfunk, deutet das eher auf die Funkverbindung und netzabhängige Dienste als auf eine einzelne App.

Eine Nacht im Flugmodus

Der Flugmodus schaltet den Mobilfunk ab und nimmt damit einen der größten unsichtbaren Verbraucher aus der Rechnung. Prüfen Sie dabei, ob WLAN und Bluetooth wirklich mit ausgeschaltet sind: Beide Systeme merken sich den zuletzt gewählten Zustand und lassen sie sonst im Flugmodus eingeschaltet. Ist der Verlust am nächsten Morgen deutlich kleiner, spricht das für die Funkverbindung und nicht für die Zelle. Am Rand einer Funkzelle sendet das Gerät mit voller Leistung und sucht laufend weiter, und im Schlafzimmer ist der Empfang oft schlechter als im Wohnzimmer. Ob es am Empfang oder an einem netzabhängigen Dienst liegt, trennen Sie in einer weiteren Nacht, in der Sie nur die mobilen Daten ausschalten und das WLAN anlassen. Bedenken Sie, dass in dieser Nacht in der Regel keine Anrufe durchkommen; nur mit eingeschaltetem WLAN und eingerichteten WLAN-Anrufen bleiben Sie erreichbar.

Zurückdenken, was sich zuletzt geändert hat

Systemwechsel, neu eingespielte Sicherung, neu installierte App, neu verbundene Uhr oder Kopfhörer: Wenn der Verlust ab einem bestimmten Tag auftrat, steht die Ursache meist in dieser Liste. Nach einem großen Update oder einer Wiederherstellung sortiert das Gerät im Hintergrund die Fotomediathek und den Suchindex neu, was in der Regel einige Tage anhält und danach von selbst aufhört. Ein Neustart schadet an dieser Stelle nicht und beendet hängengebliebene Prozesse.

Morgens die Rückseite anfassen

Ein Gerät, das im Ruhezustand handwarm ist, hat gearbeitet. Wärme im Stillstand ist einer der wenigen Hinweise, die Sie ohne jedes Hilfsmittel bekommen, und sie spricht für einen laufenden Prozess und gegen eine bloß gealterte Zelle. Ist das Gerät dagegen kühl und trotzdem viel Ladung fort, sagt das für sich genommen noch wenig: Das passt zu einer gealterten Zelle ebenso wie zu einem dauerhaft sendenden Mobilfunkteil oder zu Strom, der an der Elektronik abfließt. Diese Fälle trennt erst der nächste Schritt und danach eine Messung.

Eine Nacht komplett ausgeschaltet

Schalten Sie das Gerät abends vollständig aus und sehen Sie morgens nach. Ein kleiner Verlust ist normal, denn neuere Geräte halten für Ortung und Uhr eine Reserve aktiv. Fehlt dagegen auch im ausgeschalteten Zustand ein größerer Teil, arbeitet nicht mehr das System an der Ladung. Dann kommt entweder eine Zelle mit hoher Selbstentladung infrage oder Strom, der an der abgeschalteten Elektronik vorbeifließt. Beides lässt sich zu Hause nicht mehr unterscheiden, hier endet der Prüfweg.

Beobachtung und wahrscheinliche Ursache

Die Tabelle ordnet das, was Sie in den Prüfnächten sehen, dem Bauteil oder der Funktion zu, um die es dabei geht. Sie ersetzt keine Messung, sagt Ihnen aber, ob Sie es mit einer Einstellung, mit dem Ladeweg oder mit der Zelle zu tun haben.

Beobachtungen bei nächtlichem Ladungsverlust und ihre übliche Zuordnung
Was Sie beobachtenWahrscheinlich betroffenWas das bedeutet
Gerät lag am Kabel und ist morgens nicht vollLadebegrenzung des Systems, sonst Steckdose, Netzteil, Kabel oder LadebuchseKein typischer Akkufall. Zuerst prüfen, ob optimiertes Laden oder ein Ladelimit aktiv ist; erst danach Netzteil, Kabel und Steckdose probeweise wechseln und zuletzt die Buchse ansehen lassen.
Im Flugmodus verschwindet der Verlust fast vollständigFunkverbindung und netzabhängige HintergrunddiensteKein Defekt. Zur weiteren Eingrenzung eine Nacht nur mit ausgeschalteten mobilen Daten und aktivem WLAN vergleichen; bleibt der Verlust dann klein, spricht das für schwachen Mobilfunkempfang am Liegeplatz, sonst für eine App oder ein Konto im Hintergrund.
Eine einzelne App steht nachts oben in der StatistikHintergrundaktualisierung, Standort oder PushSoftware. Berechtigung und Hintergrundaktualisierung für diese App einschränken und neu beobachten.
Der Verlust begann mit dem letzten SystemwechselNacharbeiten von Index und MediathekVorübergehend. In der Regel klingt das nach einigen Tagen ab, wenn das Gerät zwischendurch am Strom hängt.
Gerät ist morgens im Ruhezustand handwarmEin Prozess oder Zubehör hält das System wachSoftware oder Zubehör. Gekoppelte Geräte trennen und mit einem Neustart neu ansetzen.
Anzeige springt in Stufen, Abschaltung trotz RestladungGealterte Zelle mit hohem InnenwiderstandHardware wahrscheinlich. Die angezeigte Ladung ist nicht mehr abrufbar; in der Regel steht dann der Austausch der Zelle an, was sich vorher messen lässt.
Auch ausgeschaltet fehlt morgens viel LadungZelle mit hoher Selbstentladung oder Leckstrom auf der PlatineHardware. Gehört gemessen, bevor irgendein Teil getauscht wird, denn eine neue Zelle behebt keinen Leckstrom.

Wo Sie bei iPhone, iPad und Android nachsehen

Die Ansichten heißen nicht überall gleich, und nicht jedes Gerät zeigt dieselben Werte. Damit Sie nicht im falschen Menü suchen, hier die Unterschiede, die im Alltag wirklich zählen.

iPhone und iPad

Unter Einstellungen und Batterie steht der Verlauf der letzten Tage, aufgeteilt nach aktiver Nutzung und Zeit im Ruhezustand, dazu die Liste der Apps mit ihrem Anteil. Über die Aktivitätsansicht sehen Sie zusätzlich, wie lange eine App tatsächlich im Hintergrund gelaufen ist. Genau dort fällt eine App auf, die nachts arbeitet, obwohl Sie sie nicht benutzt haben.

Auf dem iPhone finden Sie unter Batteriezustand außerdem die maximale Kapazität im Vergleich zum Neuzustand. Auf älteren iPads steht diese Anzeige nicht zur Verfügung, neuere Modelle zeigen inzwischen eine eigene Seite zum Batteriezustand. Fehlt sie, bleibt die Beobachtung des Verhaltens, bis Sie den Wert auslesen lassen. Die Stellschrauben gegen nächtliche Aktivität heißen Hintergrundaktualisierung, Standortberechtigung und der Abrufmodus der Mail-Konten.

Ein Sonderfall ist die neu eingerichtete oder aus einer Sicherung wiederhergestellte Einrichtung. Solange Fotos analysiert und Daten aus der Cloud nachgeladen werden, ist der nächtliche Verbrauch erhöht. Das gehört zum Vorgang und ist kein Hinweis auf einen Defekt.

Android-Geräte

Der Aufbau hängt stärker vom Hersteller ab als bei Apple. Die Akkuansicht in den Einstellungen führt den Verbrauch seit der letzten Vollladung und je App auf; viele Hersteller ergänzen eine eigene Verwaltung, in der Apps in den Tiefschlaf gelegt oder von Einschränkungen ausgenommen werden können. Eine App in der Ausnahmeliste darf nachts durchlaufen, und genau das ist oft die Erklärung.

Eine Anzeige des Akkuzustands gibt es hier nicht flächendeckend. Neuere Geräte einzelner Hersteller zeigen die verbleibende Kapazität inzwischen selbst in den Einstellungen an, bei vielen älteren Modellen fehlt diese Angabe vollständig. Aus dem Fehlen der Anzeige können Sie nichts über den Zustand der Zelle ableiten; fehlt sie, lassen Sie den Wert auslesen.

Prüfen Sie außerdem die adaptive Akkuverwaltung und den Energiesparmodus. Der Energiesparmodus wirkt sofort und drosselt Hintergrundaktivität unmittelbar. Die adaptive Akkuverwaltung lernt dagegen erst über mehrere Tage mit, welche Apps Sie tatsächlich nutzen, weshalb ein frisch eingerichtetes Gerät nachts in der Regel mehr verbraucht als dasselbe Gerät zwei Wochen später.

Was in dieser Phase eher schadet

Auf der Suche nach einem nächtlichen Verlust ändern Sie schnell zu viel auf einmal. Die folgenden Dinge bringen im besten Fall nichts und erschweren im schlechteren die spätere Diagnose.

  • Zehn Einstellungen an einem Abend umstellen. Danach ist der Verlust vielleicht kleiner, aber Sie wissen nicht, welche Änderung gewirkt hat, und Funktionen fehlen Ihnen im Alltag ohne Grund.
  • Das Gerät als ersten Schritt auf Werkseinstellungen zurücksetzen. Das ist ein spätes Mittel, kostet die gesamte Einrichtung und ist ohne geprüfte Sicherung ein unnötiges Risiko für Ihre Daten.
  • Apps installieren, die Akkuoptimierung oder Zellenpflege versprechen. Sie laufen selbst im Hintergrund, verfälschen die Statistik, auf die Sie gerade angewiesen sind, und können den Verbrauch erhöhen statt senken.
  • Das Gerät absichtlich tief entladen, um den Akku zu kalibrieren. Der Zelle nützt das nichts, tiefe Entladung belastet sie eher, und Sie verlieren eine weitere Nacht Beobachtungszeit.
  • Bei gewölbter Rückseite, aufgehendem Spaltmaß oder angehobenem Display weiterladen. Legen Sie das Gerät an einen kühlen Platz, üben Sie keinen Druck aus und lassen Sie es ansehen, bevor Sie es weiter benutzen.
  • Das Gerät selbst öffnen, um die Zelle zu prüfen oder zu tauschen. Akkus sind verklebt, die Zelle ist mechanisch empfindlich, und ein Knick oder Einstich kann zu einer heftigen Reaktion führen.

Wann die Werkstatt der bessere Weg ist

Ein großer Teil der Fälle klärt sich mit den Schritten oben und ohne jeden Werkstattbesuch: schwacher Empfang am Liegeplatz, eine App mit dauerhafter Standortberechtigung, ein Konto im Push-Betrieb, Nacharbeiten nach einem Update, eine aktive Ladebegrenzung oder eine Steckerleiste, die nachts abgeschaltet war. Diese Ursachen stellen Sie am Gerät selbst ab, und das ist auch die richtige Reihenfolge, denn eine neue Zelle ändert an keiner davon etwas.

Interessant für uns wird es, wenn der Verlust bestehen bleibt, nachdem Funk, Apps und Systemstand ausgeschlossen sind, oder wenn die Nacht im ausgeschalteten Zustand einen deutlichen Verlust zeigt. Dann geht es um Werte, die sich zu Hause nicht ablesen lassen. Wir lesen den Zustand der Zelle aus, sehen uns an, welche Ladung sie tatsächlich noch aufnimmt, prüfen die Stromaufnahme im Ruhezustand und kontrollieren Buchse, Kabelweg und die Feuchtigkeitsmarken im Gerät.

Diese Messung ist wichtiger, als sie klingt, denn nicht jeder nächtliche Verlust ist ein Akkufall. Fließt im Ruhezustand Strom über eine korrodierte Stelle auf der Platine ab, bringt eine neue Zelle in der Regel nur vorübergehend Ruhe, bis dasselbe wieder auftritt. Das betrifft vor allem Geräte, die einmal Feuchtigkeit gesehen haben, auch wenn das Monate zurückliegt und damals scheinbar folgenlos blieb; dazu steht mehr auf der Seite zum Wasserschaden.

Steht am Ende der Austausch der Zelle, nennen wir Ihnen den Preis, bevor wir das Gerät öffnen. Ablauf und Preise nach Modell finden Sie auf der Seite zum Akku-Austausch, die vollständige Liste in der Geräteübersicht. Viele Akkuarbeiten erledigen wir in der Marktarkaden 6 direkt vor Ort; wenn Sie weiter weg wohnen, senden Sie das Gerät ein, den Ablauf dazu finden Sie auf der Kontaktseite.

Dann ist die Werkstatt der bessere Weg

  • Der Verlust bleibt, obwohl eine Nacht im Flugmodus nichts geändert hat und die Statistik keine auffällige App zeigt.
  • Auch im ausgeschalteten Zustand fehlt morgens ein größerer Teil der Ladung.
  • Das Gerät schaltet trotz angezeigter Restladung ab, besonders bei Kälte oder wenn kurz Leistung gefragt ist.
  • Die Ladeanzeige springt in Stufen, statt gleichmäßig zu fallen.
  • Rückseite oder Display wölben sich, das Spaltmaß geht auf, oder die Rückseite wird im Ruhezustand warm.
  • Das Gerät hatte einmal Kontakt mit Feuchtigkeit, auch wenn es danach zunächst normal lief.

Wölbt sich das Gehäuse, laden Sie das Gerät nicht weiter und geben Sie es nicht in den Postversand. Rufen Sie in dem Fall kurz an, dann klären wir den weiteren Weg am Telefon.

Gerät anmelden

Häufige Fragen

Einen festen Wert gibt es nicht, weil zu viele Faktoren mitspielen: Empfang am Liegeplatz, Anzahl der abgefragten Konten, gekoppelte Uhren oder Kopfhörer, Weckfunktionen und die Frage, ob das Display nachts dunkel bleibt. Als grobe Orientierung gilt ein Verlust im niedrigen einstelligen Bereich über acht Stunden als unauffällig. Aussagekräftiger als der einzelne Wert ist die Veränderung: Wenn dasselbe Gerät am selben Platz plötzlich deutlich mehr verliert als in den Wochen zuvor, lohnt sich der Prüfweg.

Ein kleiner Verlust ist normal. Neuere Geräte schalten sich nicht wirklich vollständig ab, sondern halten eine Reserve für die Uhr und bei manchen Modellen für die Ortung im ausgeschalteten Zustand vor; diese Reserve wirkt in der Regel bis zu einen Tag nach. Fehlt am Morgen dagegen ein deutlicher Anteil, ist das ein ernstzunehmender Hinweis, denn dann arbeitet nicht mehr das Betriebssystem an der Ladung: Infrage kommen eine Zelle mit hoher Selbstentladung oder Strom, der an der abgeschalteten Elektronik vorbeifließt. Diese Beobachtung hilft uns bei der Eingrenzung besonders, weil Sie sie ohne Werkzeug erheben können.

In aller Regel nicht. Nach einem größeren Update sortiert das Gerät im Hintergrund Suchindex und Fotomediathek neu und lädt Daten aus der Cloud nach, was in der Regel mehrere Tage anhält. Geben Sie ihm diese Zeit und lassen Sie es zwischendurch am Strom hängen. Ein Rückschritt auf die vorherige Version ist bei den meisten Geräten ohnehin nicht vorgesehen und bringt eigene Risiken für die Daten mit sich. Bleibt der erhöhte Verbrauch nach rund einer Woche bestehen, hat er in der Regel eine andere Ursache.

Manchmal ja, aber es gehört ans Ende und nicht an den Anfang. Sinnvoll ist es, wenn die Statistik dauerhaft einen Systemprozess ausweist, kein Zusammenhang mit einer bestimmten App erkennbar ist und ein Neustart nichts ändert. Vorher gehört eine Sicherung angelegt und kontrolliert: Datum und Umfang prüfen und sicherstellen, dass der Vorgang wirklich abgeschlossen wurde. Eine zusätzliche Sicherung am Rechner gibt Ihnen etwas, das Sie im Zweifel selbst einsehen können. Wichtig ist außerdem, das Gerät danach zunächst neu einzurichten statt sofort dieselbe Sicherung zurückzuspielen, sonst kommt eine fehlerhafte Einstellung mit zurück.

Die Buchse selbst verbraucht keinen Strom. Sie fällt beim nächtlichen Verlust auf einem anderen Weg auf: Wenn das Gerät am Kabel lag und morgens nicht voll ist, hat es schlicht nicht geladen, und die Ursache steckt oft in verdichtetem Fussel oder verbogenen Kontakten, sofern nicht ohnehin eine Ladebegrenzung des Systems aktiv war. Etwas anderes ist Korrosion durch Feuchtigkeit, die sich vom Anschluss aus in die Platine hineinzieht. Dann kann tatsächlich ein Leckstrom entstehen, der auch im ausgeschalteten Zustand fließt. Das lässt sich in der Regel erst mit einer Messung am geöffneten Gerät unterscheiden.

Wir beginnen bei den Daten des Geräts und lesen aus, welche Kapazität die Zelle noch aufnimmt und wie sie sich unter Last verhält. Danach messen wir die Stromaufnahme im Ruhezustand, denn erst sie trennt eine gealterte Zelle von einem Leckstrom auf der Platine. Dazu kommen eine Sichtprüfung von Buchse und Feuchtigkeitsmarken und ein Blick auf das, was Sie beobachtet haben, weshalb Ihre Notizen aus den Prüfnächten hilfreich sind. Was wir dabei finden, sagen wir Ihnen mit dem Preis, bevor wir etwas tauschen.

Nächtlichen Verlust messen lassen

Bringen Sie Ihr Gerät in der Marktarkaden 6 vorbei oder rufen Sie kurz an; wir lesen den Zustand der Zelle aus und messen die Stromaufnahme im Ruhezustand, bevor irgendetwas getauscht wird.