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Die größte Materialgruppe im Ankauf

Altgold und Bruchgold

Kaputt ist beim Ankauf kein Makel, sondern der Normalfall. Es zählt nur, wie viel Feingold in dem Häufchen steckt, das auf der Waage liegt.

  • Gewichtauf der geeichten Waage, in Gramm
  • Feingehalt333, 375, 585, 750 oder 900
  • TagespreisGold wird international gehandelt

Mehr steckt nicht dahinter — der Rechenweg steht offen unter So berechnen wir Ihren Preis.

Bruchgold auf Stahlschale: geknickte Kettenstücke, einzelner Ohrring, Ring ohne Stein.
DIE LEERE FASSUNGDer Stein fehlt, das Metall ist vollständig — am Materialwert des Rings ändert das nichts.
333

Drei Sätze, die wir am Tresen fast täglich hören

Alle drei sorgen dafür, dass eine Schachtel jahrelang im Schrank bleibt. Alle drei lassen sich in wenigen Zeilen ausräumen.

„Das ist doch kaputt — das nimmt keiner."

Was zählt

Ein Riss, eine fehlende Fassung, ein platt gedrückter Reif ändern am Metall nichts. Umgekehrt gehört nicht alles ins Bruchgold: Eine gerissene Kette zu löten kostet ab 19 € und ist meist in 1–2 Werktagen zurück. Fragen Sie ruhig zuerst nach der Reparatur.

„333er, das ist doch fast nichts."

Was zählt

333 heißt: 333 Teile Feingold auf 1000 Teile Legierung, also ein Drittel. Eine 333er-Panzerkette von 15 Gramm bringt rund 5 Gramm Feingold mit — pro Gramm weniger als 585er, aber nie nichts. Die Zahlen erklärt Punzen, Karat und Feingehalt.

„Ich müsste das erst mal sortieren."

Was zählt

Bitte nicht. Wer zu Hause vorsortiert, legt regelmäßig das Falsche beiseite: den vermeintlichen Modeschmuck, der eine massive 585er Brosche ist, und die Reste, die auf der Waage am Ende doch ein Gramm ergeben. Getrennt wird bei uns auf der Schale, vor Ihren Augen.

MATERIAL

Was als Altgold auf die Schale gehört

Altgold ist alles aus Gold, das seinen Zweck hinter sich hat. Vier Schubladen — die dritte wird am häufigsten übersehen.

Flache Schale von oben mit vier getrennten Gruppen: verknotete Ketten, Kleinteile, eine Brillenfassung mit Uhrgehäuse und schmale alte Trauringe.
VIER SCHUBLADENSo liegt ein Altgoldposten nach dem Sichten auf der Schale — die dritte Gruppe wird zu Hause am häufigsten übersehen.

Schmuck, der nicht mehr geht

  • Gerissene und verknotete Ketten
  • Ringe ohne Stein, Ringe mit gebrochener Schiene
  • Verbogene Armreifen und Armbänder
  • Anhänger mit ausgerissener Öse

Einzelstücke und Kleinteile

  • Der Ohrring, dessen Partner seit Jahren fehlt
  • Federringe, Karabiner, Ösen, Zwischenteile
  • Ohrmuttern, abgebrochene Krappen, Stiftreste
  • Manschettenknöpfe, Krawattennadeln

Was nicht nach Schmuck aussieht

  • Brillenfassungen aus Gold, meist 585 gestempelt
  • Uhrgehäuse und Golddeckel ohne Werk
  • Schreibfedern aus alten Füllhaltern
  • Kronen und Brücken — Zahngold rechnen wir getrennt ab

Aus dem Nachlass

  • Trauringe früherer Generationen, oft 333
  • Medaillons, Taufkettchen, Anstecknadeln
  • Uhrketten aus der Westentasche
  • Bestecke sind meist Silber

Vor dem Wiegen nehmen wir heraus, was kein Edelmetall ist:

  • Steine und Perlen
  • Stahlfedern und Uhrwerke
  • Kitt- und Wachsfüllungen aus Hohlschmuck
  • Vergoldetes Messing und Doublé
  • Leder, Gummi, Kunststoffkerne
585

Zu Hause vorbereiten müssen Sie nichts

Der Kasten sagt, was Sie sich sparen können. Darunter drei Handgriffe für alle, die vorher wissen möchten, was in der Schachtel liegt.

Sie müssen nichts vorbereiten

Bringen Sie die Schachtel so mit, wie sie im Schrank stand.

Nicht putzen
Politurpaste und Silberputztuch tragen Metall ab. Gewogen wird jedes Zehntelgramm, angelaufene Oberflächen stören dabei nicht.
Steine drin lassen
Beim Heraushebeln bricht fast immer die Fassung mit. Wir trennen Steine mit Zange und Seitenschneider ab und legen sie Ihnen zurück.
Nichts zerschneiden
Ketten müssen nicht in Stücke. Auch Splitter und Ösen unten in der Schachtel gehören mit — sie wandern in dasselbe Häufchen.
Etuis bleiben zu Hause
Karton und alte Rechnung ändern beim Bruchgold nichts. Wichtig werden sie erst bei Luxusuhren und größeren Diamanten.
Nicht selbst sortieren
Ein 750er Ring im 333er Häufchen wird zum falschen Satz gewogen. Getrennt wird nach Punze und Prüfung, nicht nach Gefühl.

Die Punze suchen

Bei Ringen steht sie innen neben der Lötnaht, bei Ketten auf dem Steg am Verschluss oder auf dem Federring, bei Ohrsteckern auf dem Stift. Die Kameralupe am Telefon reicht dafür oft weiter als eine Brille.

Kein Stempel heißt nicht kein Gold.

Den Magneten auflegen

Ein Kühlschrankmagnet genügt. Zieht etwas an, steckt Eisen darin, oft nur im Federring oder in einer Uhrfeder — der Rest des Stücks kann trotzdem Gold sein.

Der Test schließt aus, er beweist nichts.

Die Kanten ansehen

Vergoldete Ware verrät sich dort, wo sie reibt: Ringunterseite, Armbandglieder, Schließe. Schimmert es rötlich durch, liegt eine Auflage auf Messing. Kürzel wie „GF" oder „Doublé" bestätigen das.

Auflage wird nicht mitgewogen.

Federring und Kettensteg einer Goldkette unter einer Standlupe auf der Werkbank.
PUNZE SUCHENBei Ketten steht der Stempel auf dem Steg am Verschluss oder auf dem Federring.
Kleiner Magnet über einem Häufchen Kleinteile, an dem ein Federring hängen geblieben ist.
MAGNETWas hängen bleibt, enthält Eisen — oft nur der Verschluss, nicht das Stück selbst.
Abgeriebene Ringunterseite und Armbandglieder im Streiflicht, der rötliche Kern schimmert durch die Auflage.
KANTENVergoldete Ware verrät sich dort, wo sie reibt: an Ringunterseite, Gliedern und Schließe.
WERKSTATT

Wie wir prüfen, trennen und wiegen

Der Ankauf sitzt bei uns an derselben Adresse wie die Goldschmiedewerkstatt. Geprüft wird deshalb mit Werkstattmitteln.

Zuerst wird gelesen. Unter der Lupe zeigt sich, ob eine Punze da und ob sie plausibel ist. Bei sehr alten oder sehr kleinen Stücken fehlt sie häufig ganz — das sagt nichts über den Wert, es heißt nur, dass wir weiter prüfen.

Dann folgt die Strichprobe: Das Stück wird an unauffälliger Stelle über den Prüfstein gezogen, der Abstrich mit Prüfsäuren für die einzelnen Feingehalte betupft. Löst sich der Strich auf, ist wenig Gold darin; bleibt er stehen, liegt der Feingehalt darüber. Die ganze Prüfkette steht unter Wie wir prüfen.

Zuletzt wird getrennt und gewogen. Jeder Feingehalt bekommt sein Häufchen, jedes Häufchen kommt einzeln auf die geeichte Waage, die Anzeige steht zu Ihnen.

Was vom Gewicht abgeht

  1. Steine und Perlen, weil sie kein Edelmetall sind
  2. Füllungen in Hohlreifen und Hohlkugeln, oft Kitt oder Gips
  3. Stahlteile wie Uhrfedern, Broschennadeln, Ohrsteckerstifte
  4. Lot und Fremdmetall an Reparaturstellen, wenn es viel ist
Einschätzung vor Ort
kostenlosmündlich, unverbindlich, ohne Termin
Auszahlung
bar oder per Überweisungnach Ihrer Wahl, gegen Ausweis und Ankaufsbeleg
Statt Auszahlung
Anrechnungauf Trauringe oder eine Umarbeitung aus Ihrem eigenen Gold
ABLAUF

Von der Schachtel zur Entscheidung

Fünf Stationen, für eine Handvoll Stücke in der Regel eine Sache von wenigen Minuten. Unterschrieben wird erst ganz am Ende — und nur, wenn Sie das möchten.

  1. Auskippen

    Sie legen alles auf die Schale, ohne Anmeldung und ohne Termin. Tüte, Schmuckkasten oder Umschlag — uns ist gleich, worin es ankommt.

  2. Prüfen und trennen

    Punze lesen, wo nötig Strichprobe, Fremdteile heraus. Was kein Edelmetall ist, legen wir sichtbar zur Seite und sagen Ihnen, warum.

  3. Wiegen

    Häufchen für Häufchen auf die geeichte Waage, die Anzeige zu Ihnen gedreht. Sie sehen jedes Gewicht in dem Moment, in dem wir es notieren.

  4. Zahl hören

    Sie bekommen einen Betrag genannt und dürfen ihn mitnehmen, ohne etwas zu unterschreiben. Vergleichen ist ausdrücklich in Ordnung — wie eine solche Einschätzung abläuft, lesen Sie auf der eigenen Seite dazu.

  5. Auszahlen oder anrechnen

    Bar oder per Überweisung, gegen Ausweis und Beleg. Oder Sie lassen den Betrag stehen und wir machen aus dem Metall etwas Neues: als Trauringe aus eigenem Altgold oder als Umarbeitung in unserer Werkstatt, Arbeitslohn ab 220 €, üblicherweise fertig in 3–5 Wochen.

Geht es um einen ganzen Bestand aus einer Wohnung, planen wir mehr Zeit ein und arbeiten Posten für Posten — dafür gibt es Nachlass und Erbschaft. Wer schlecht aus dem Haus kommt, muss den Weg nicht machen: Wir vereinbaren einen Hausbesuch.

Alter Schmuckkasten und eine Pappschachtel voller verknoteter Ketten stehen ungeöffnet auf dem Ladentisch.
SO WIE SIE ISTNichts putzen, nichts sortieren, nichts zerschneiden — die Schachtel kommt, wie sie im Schrank stand.
FRAGEN

Was zu Bruchgold am häufigsten gefragt wird

Sechs Fragen aus dem Alltag am Tresen — und die Antworten, die wir dort auch geben.

Bruchgold ist Goldschmuck, der nicht mehr getragen werden kann: gerissene Ketten, verbogene Reifen, einzelne Ohrringe, Fassungen ohne Stein. Für den Ankauf zählt er als Material. Bezahlt wird nach Gewicht und Feingehalt, nicht nach Aussehen.

Ja, Kleinteile werden mitgewogen. Ein Ohrstecker wiegt oft weniger als ein Gramm, zusammen mit Ösen, Federringen und Kettenstücken ergibt das eine Position auf dem Beleg. Was kein Edelmetall ist, legen wir zurück in Ihre Schachtel.

Nein. 333 heißt 333 Teile Feingold auf 1000 Teile Legierung, also ein Drittel. Eine 333er-Kette von 15 Gramm enthält rund 5 Gramm Feingold. Gerechnet wird wie bei 585 oder 750, nur mit kleinerem Anteil.

Bitte nicht. Beim Heraushebeln brechen meist die Krappen mit, und aus einem Ring wird eine Reparatur. Wir trennen Steine an der Werkbank ab und legen sie Ihnen zurück, wenn Sie sie behalten möchten.

Er sagt nur, was es nicht ist. Gold, Silber, Kupfer und Messing sind nicht magnetisch. Bleibt ein Stück am Magneten hängen, steckt Eisen darin, oft nur im Federring. Umgekehrt beweist ein nicht magnetisches Stück nichts.

In der Regel nicht. Doublé, gold filled und galvanisch vergoldete Ware tragen eine Auflage von wenigen Mikrometern auf Messing oder Silber, die sich nicht sinnvoll zurückgewinnen lässt. Wir nehmen solche Stücke aus dem Häufchen heraus.

Bringen Sie die Schachtel so mit, wie sie ist

Für Sichtung, Wiegen und eine Zahl brauchen Sie keinen Termin und keine Vorbereitung — kommen Sie in die Am Sattlerhof 12, solange geöffnet ist: Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–15 Uhr. Ob Sie danach verkaufen, entscheiden Sie in Ruhe.