Verlobungsring vorbereiten, ohne dass es jemand merkt
Diskretion und Antragsring
Zwei Dinge halten den Antrag am häufigsten auf: Sie kennen die Ringgröße nicht, und Sie wollen den Geschmack nicht verfehlen. Ein schlichter Silberring nimmt Ihnen beides ab — den endgültigen Ring suchen Sie danach zu zweit aus.
- Termin außerhalb der Ladenzeiten
- Neutraler Beleg
- Aufbewahrung bis zum Antragstag

Silber 925: weich, unauffällig, ohne Aussage
Der Antragsring ist kein Sparring und kein Ersatzstück. Er ist ein Werkzeug, und dafür ist Sterlingsilber das passende Material.
925 heißt: 925 Tausendstel Feinsilber, der Rest ist in der Regel Kupfer. Diese Legierung lässt sich am Ringstock nachtreiben, löten und in Minuten von hochglanz auf mattiert umstellen. Und sie hat eine Eigenschaft, die man ihr sonst vorwirft: Silber reagiert mit Schwefelverbindungen aus Luft und Haut und läuft mit der Zeit dunkel an. Für einen Ring, der ein paar Wochen getragen wird, ist das ohne Belang — es erinnert eher daran, dass hier noch etwas aussteht.
Genauso wichtig ist, was dem Antragsring fehlt: kein Stein, keine Fassung, keine breite Schiene, keine Farbentscheidung zwischen Gelb, Weiß und Rot. Er legt nichts fest. Wer statt seiner gleich einen fertigen Verlobungsring mit Brillant kauft, trifft im Alleingang vier Entscheidungen, die eigentlich zwei Menschen angehen — Weite, Form, Metall und Stein.

Silber 925
- Weite
- am Ringstock nachzutreiben, ohne dass die Schiene reißt
- Form
- schmale, flache Schiene ohne Stein — sie nimmt nichts vorweg
- Wert
- klein genug, dass niemand ihn später verrechnen muss
- Pflege
- läuft an, lässt sich in der Werkstatt zurückpolieren
Gold und Platin
- Legierung
- 585 oder 750 in Gelb, Weiß und Rot, dazu Platin 950
- Stein
- Brillant, Farbstein oder ein Stein aus der Familie
- Weite
- nach dem Fassen nur noch mit Aufwand zu ändern
- Zeit
- Anfertigung nach Maß in der Regel 2–4 Wochen
Wie sich der Rahmen für den späteren Ring zusammensetzt — Metallpreis, Steingröße, Fassung, Arbeitslohn —, steht ausführlich unter Was ein Verlobungsring kostet.
Was das für die Arbeit an der Werkbank bedeutet
Weil Silber weich ist und der Antragsring keinen Stein trägt, bleibt jede Korrektur klein. Am fertigen Verlobungsring ist das anders — daraus ergibt sich die Reihenfolge der beiden Termine.
Deutsche Ringgrößen sind Millimeter: Größe 54 bedeutet 54 Millimeter Innenumfang. Gemessen wird am Ringstock und mit dem Ringmaßband, an dem Finger, an dem der Ring später sitzt — links fällt er bei vielen Menschen etwas schmaler aus als rechts. Auch die Tageszeit spielt mit: nach Sport, an heißen Tagen und nach salzigem Essen schwillt der Finger an. Deshalb legen wir den zweiten Termin gern auf den Nachmittag.
Am Silberring ist eine Korrektur eine kurze Arbeit — weiten ab 25 €, üblich fertig in 2–4 Werktagen. Am fertigen Verlobungsring wird daraus eine Rechnung mit mehreren Posten: Weiten in Gold liegt bei ab 39 €, und sitzen Steine auf der Schiene, kommt je Stein das Ausfassen und Neufassen dazu. Ein rundum besetzter Ring lässt sich gar nicht weiten. Was an der Werkbank geht und was nicht, steht unter Ringgröße ändern. Genau darum der Antragsring: Er kauft Ihnen die Zeit, die Weite in Ruhe abzunehmen, statt sie zu raten.
- Antragsring weiten, Silber
- ab 25 €üblich fertig in 2–4 Werktagen
- Verlobungsring weiten, Gold
- ab 39 €üblich fertig in 3–5 Werktagen
- Aufpreis je Stein
- ab 20 €Ausfassen und Neufassen beim Weiten



Drei Fehler, die uns immer wieder über den Tresen kommen
- Der Vorlagering stammt vom falschen Finger. Ein Ring vom rechten Mittelfinger führt fast immer zu einer zu großen Weite. Merken Sie sich, an welcher Hand und an welchem Finger er lag — das ist wichtiger als der Ring selbst.
- Eine breite Schiene dient als Vorlage. Breite Ringe brauchen mehr Innenumfang als schmale. Wer einen sechs Millimeter breiten Ring misst und daraus einen schmalen Verlobungsring ableitet, bekommt einen Ring, der rutscht.
- Der Abdruck in Knete oder Seife. Er verzieht sich beim Herausziehen und liefert selten ein brauchbares Maß. Was zu Hause wirklich funktioniert, steht unter Ringgröße heimlich herausfinden.
Vier Zusagen, damit nichts durchsickert
Ein Antrag verliert seine Überraschung selten am Ring. Er verliert sie an einem Beleg auf dem Küchentisch, an einer Bestätigung im gemeinsamen Postfach, an einem Etui mit Namenszug. Diese vier Punkte halten wir fest, bevor Sie kommen.

Termin außerhalb der Ladenzeiten
Geöffnet ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags von 10 bis 15 Uhr. Für einen Antragsring legen wir den Termin auf Wunsch davor oder danach. Dann steht kein zweiter Kunde neben Ihnen an der Vitrine, und niemand grüßt Sie beim Hinausgehen mit Namen. Nennen Sie uns am Telefon zwei Zeitfenster, wir nehmen eines davon.
Neutrale Formulierung auf dem Beleg
Auf dem Beleg steht die Bezeichnung, die Sie wählen — auf Wunsch „Schmuckstück“ statt „Verlobungsring“. Wir schicken nichts per Post nach Hause und schreiben keine Bestätigung an eine Adresse, die zwei Menschen lesen. Geht jemand anders ans Telefon, bitten wir um Rückruf, ohne das Anliegen zu nennen.
Aufbewahrung bis zum Antragstag
Ein Ring in der Sockenschublade wird gefunden. Deshalb bleibt er bei uns, bis Sie ihn brauchen: Sie nennen uns den Tag, wir legen ihn bereit, Sie holen ihn auf dem Weg ab. Verschiebt sich alles noch einmal — Wetter, Krankheit, kalte Füße —, verschieben wir mit. Das kostet nichts und ist keine Absage.
Verpackung ohne Absender
Kein bedrucktes Etui, keine Tüte mit Namenszug, kein Kassenzettel, der aus der Jacke fällt. Der Ring geht in einem schlichten Stoffbeutel mit, der flach in der Hosentasche liegt. Ein Etui halten wir bereit — Sie entscheiden am Tresen, ob Sie es mitnehmen möchten.
Die vier Punkte gelten genauso, wenn Sie mit einem Erbstück kommen und den Stein daraus verwenden möchten. Wie wir aus vorhandenem Schmuck einen neuen Ring machen, steht unter Verlobungsringe aus Familiengold.
Vom ersten Anruf bis zum zweiten Besuch
Der Weg hat zwei Ladenbesuche. Den ersten machen Sie allein, den zweiten zu zweit — und dazwischen liegt der Tag, um den es eigentlich geht.
AlleinTelefon oder Formular
Anrufen und ein Zeitfenster nennen
Ein Anruf unter 0171 3920011 genügt. Sagen Sie uns, worum es geht, auf welcher Nummer wir zurückrufen dürfen und wann Sie ungestört sind. Wer lieber schreibt, nutzt das Terminformular und trägt die Rückrufzeit gleich mit ein.
Alleinerster Besuch, etwa eine halbe Stunde
Antragsring aussuchen, Weite festlegen
Wir gehen die Weite durch: mit einem Vorlagering, wenn Sie an einen herankommen, sonst über Vergleich und Erfahrung. Im Zweifel legen wir den Silberring eine Spur weiter aus, denn er soll über den Knöchel gehen. Dazu klären wir den Rahmen für den späteren Ring, damit der zweite Termin nicht bei null beginnt.
Im Hausbis zu Ihrem Tag
Der Ring bleibt hier
Bis zu dem Tag, den Sie uns nennen, liegt der Ring bei uns. Sie holen ihn im Stoffbeutel ab, wann es Ihnen passt — auch am Samstagvormittag, wenn der Antrag am Nachmittag ansteht. Fällt der Termin aus, legen wir ihn einfach zurück.
Antragstagohne uns
Der Antrag
Geht der Ring nicht über den Knöchel, ist nichts verloren: Er ist ein Platzhalter, kein Beweisstück. Bitte nicht mit Gewalt schieben — kalte Finger schwellen danach erst recht an. Wo sich das in und um Hildesheim gut machen lässt, haben wir unter Heiratsantrag in Hildesheim gesammelt.
Zu zweitzweiter Besuch, etwa eine Stunde
Jetzt wird gemessen und ausgesucht
Beim zweiten Besuch nehmen wir die Weite genau ab, am richtigen Finger und am besten nachmittags. Dann geht es um Legierung, Schienenbreite, Fassung und Stein. Worauf es beim Diamanten ankommt, steht unter Die 4C beim Diamanten. Vorhandenes Gold aus der Familie sehen wir bei der Gelegenheit gleich mit durch.
WerkstattAnfertigung 2–4 Wochen
Bestellen oder anfertigen
Ein Ring aus der Kollektion ist schneller da als ein Einzelstück aus unserer Werkstatt; eine Anfertigung nach Maß braucht in der Regel 2–4 Wochen. Die Innengravur kommt zum Schluss, damit das Datum stimmt. Sollen daraus später Trauringe im gleichen Stil werden, stimmen wir die Formen schon jetzt ab — dafür gibt es einen eigenen Beratungstermin.
Was beim ersten Termin gefragt wird
Sechs Fragen, die fast jeder stellt, der allein zur Tür hereinkommt — hier vorab beantwortet, damit Sie sie nicht am Telefon stellen müssen.
Ein schlichter Silberring ohne Stein, den Sie am Antragstag dabeihaben und der nur so lange am Finger bleibt, bis Sie den richtigen Ring zu zweit ausgesucht haben. Er nimmt Ihnen die beiden Entscheidungen ab, die allein am schwersten fallen: die genaue Weite und den Geschmack. Beides klären wir danach gemeinsam am Ringstock und an der Vitrine.
Dann legen wir den Antragsring bewusst eine Spur weiter aus, als wir schätzen. Ein Ring, der über dem Knöchel stehen bleibt, verdirbt den Moment; ein Ring, der ein wenig wandert, fällt niemandem auf. Kommen Sie doch an eine Vorlage heran, messen wir sie in wenigen Minuten am Ringstock — bringen Sie den Ring einfach mit.
Auf dem Beleg steht die Bezeichnung, die Sie wählen — auf Wunsch „Schmuckstück“ statt „Verlobungsring“. Wir schicken nichts per Post nach Hause und schreiben keine Bestätigung an eine Adresse, die zwei Menschen lesen. Rückfragen klären wir auf der Nummer und zu der Uhrzeit, die Sie uns nennen.
Ja. Der Ring bleibt im Haus, bis Sie ihn brauchen; Sie nennen uns den Tag, an dem Sie ihn abholen. Mitgegeben wird er in einem schlichten Stoffbeutel ohne Aufdruck, der flach in der Hosentasche liegt. Ein Etui halten wir bereit, falls Sie es zum Antrag doch dabeihaben möchten.
In der Regel ja. Geöffnet ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr; für einen Antragsring legen wir den Termin auf Wunsch davor oder danach, damit Sie den Laden für sich haben. Nennen Sie uns beim Anruf zwei Zeitfenster, dann nehmen wir eines davon.
Das entscheiden Sie. Die meisten behalten ihn — sein Materialwert ist gering, seine Geschichte nicht. Manche tragen ihn an der anderen Hand weiter, manche lassen ihn in der Werkstatt schwärzen und die Höhen zurückpolieren, damit er sich vom neuen Ring unterscheidet. Wegwerfen muss ihn niemand.
Ein Termin, von dem sonst niemand erfährt
Rufen Sie an, wenn Sie ungestört sind. Wir legen die Uhrzeit außerhalb der Ladenzeiten, halten den Ring bis zu Ihrem Tag im Haus zurück und sehen uns danach wieder — dann zu zweit, für den Ring, der bleibt.