Am Sattlerhof 12 · 31134 HildesheimMo–Fr 10–18 Uhr0171 3920011
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Musterringe zum Anstecken, Am Sattlerhof 12

Trau­ringe in Hildesheim: erst anstecken, dann entscheiden

Der Trauring ist das einzige Schmuckstück, das jahrzehntelang jeden Tag am Finger bleibt — und ausgerechnet sein Sitz lässt sich nicht abbilden. Ob vier Millimeter Breite noch leicht wirken oder schon massiv, merken Sie in der Sekunde, in der der Ring über den Knöchel geht. Genau dafür liegt bei uns eine Schublade voller Musterringe bereit.

Anprobe auch ohne Termin: Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–15 Uhr

Zwei Trauringe in mattem Gelbgold und poliertem Weißgold auf einem Wildlederkissen neben Stahl-Ringmaßen
FÜNF PAAREPoliert, matt, gehämmert nebeneinander auf dem Wildleder: die Oberfläche entscheidet, wie ein Ring nach Jahren aussieht.
ANPROBE

Vier Dinge, die auf keinem Bildschirm zu sehen sind

Wer Trauringe im Netz aussucht, entscheidet nach Fotos, Renderings und Millimeterangaben. Vier Eigenschaften entziehen sich dieser Darstellung vollständig — und es sind genau die vier, über die man später täglich stolpert.

Das Maß am eigenen Finger

Größe 54 heißt 54 Millimeter Innenumfang. Finger schwellen bei Wärme, nach dem Sport und abends; wer mit Faden oder Papierstreifen misst, landet fast immer zu klein. Wir messen mit Stahlringen und lassen den Probering ein paar Minuten stecken — Näheres im Ratgeber zum Ringgröße ermitteln.

Wie sich Breite anfühlt

Zwischen drei und sechs Millimetern liegen Welten, aber keine, die man sehen kann. Ein breiter Ring liegt auf einer längeren Fläche auf, geht deshalb strammer über den Knöchel und braucht oft eine halbe bis eine ganze Größe mehr. Am Foto ist das nicht zu ahnen, an der Hand nach zehn Sekunden.

Das Profil an der Innenseite

Eine bombierte, also nach innen gewölbte Innenseite gleitet über den Knöchel und trägt sich weicher. Eine flache Innenkante sitzt satter, kann aber bei kräftigen Gelenken drücken. Welches Profil zu Ihnen passt, entscheidet die Hand, nicht die Produktbeschreibung — mehr dazu unter Profil, Breite und Oberfläche.

Die Farbe im eigenen Licht

Rhodiniertes Weißgold wirkt am Monitor kühlweiß, auf warmem Hautton im Tageslicht deutlich anders. Rotgold und Gelbgold trennen sich erst, wenn beide nebeneinander auf derselben Hand liegen. Wir gehen dafür ans Fenster; die Unterschiede stehen ausführlich unter Legierungen und Farben.

Drei glatte Goldringe unterschiedlicher Breite liegen nebeneinander auf dunklem Werkbankholz im Fensterlicht
BREITE IM VERGLEICHNebeneinander ist der Unterschied sichtbar; wie er sich anfühlt, zeigt erst der Ring über dem Knöchel.
WERKSTATT

Was ein Laden kann, den es wirklich gibt

Der Unterschied zwischen Bestellen und Anprobieren liegt nicht im Ring. Er liegt in dem, was vorher gemessen und nachher noch geändert werden kann.

Die Musterringe liegen in der Schublade

Wir arbeiten mit einem Trauringprogramm, das eine große Auswahl abdeckt, und halten dazu Musterringe in mehreren Größen vorrätig. Sie stecken an, halten beide Hände nebeneinander, drehen den Ring gegen das Fensterlicht und legen ihn wieder weg, wenn er nicht überzeugt. Das ist der ganze Trick — und er lässt sich am Bildschirm nicht nachbauen.

Was Ihnen gefällt, notieren wir mit Modellnummer, Breite und Oberfläche, damit die Entscheidung nicht am selben Tag fallen muss. Welche Linien zur Anprobe bereitliegen, steht unter Kollektionen zur Anprobe; wer lieber schon zu Hause sortiert, nutzt den Ring-Wunschzettel.

Das Ringmaß nehmen wir am Finger ab

Gemessen wird mit einem Satz Stahlringe, nicht mit dem Maßband. Der Probering muss über den Knöchel gehen und darf danach nicht von allein herunterrutschen; wir prüfen beide Richtungen und wiederholen die Messung mit der Breite, die Sie später wirklich tragen. Kalte Hände im Winter verfälschen das Ergebnis, deshalb warten wir notfalls ein paar Minuten.

Die Maße halten wir zum Auftrag fest. Wer den Antragsring plant und die Größe heimlich braucht, findet Wege im Ratgeber zum Ringgröße heimlich herausfinden.

Die Werkstatt sitzt im selben Haus

Hinter dem Verkaufsraum steht die Werkbank, an der Goldschmiedemeister Tammo Riekhoff arbeitet. Das ändert nichts am Ring, aber alles an den Jahren danach: Eine Weite nachjustieren, eine Gravur ergänzen, matte Flächen auffrischen — dafür muss nichts verschickt werden, und Sie sprechen mit jemandem, der das Stück in der Hand hatte. Ein Blick auf die Werkbank ist möglich, siehe unsere Werkstatt.

Wie später aus getragenen Ringen wieder frische werden, zeigt die Seite Trauringe aufarbeiten. Fragen zwischendurch beantworten wir am Telefon unter 0171 3920011.

Aufgezogene Holzschublade mit Musterringen, die in Reihen in Samteinsätzen stecken
MUSTERRINGEDie Schublade hinter dem Tresen: Ringe in mehreren Größen zum Anstecken und zum Wiederweglegen.
Satz Stahl-Messringe an einem Bügel, daneben ein Ringstock aus Stahl auf der Werkbank
RINGMASSGemessen wird mit Stahlringen in der Breite, die später wirklich getragen wird — nicht mit Faden oder Papierstreifen.
Ring im Ringklemmer auf dem Werkbankbrett, daneben Feilen und ein Holzhammer
IM SELBEN HAUSWeiten, verkleinern, aufarbeiten: Dafür muss auch Jahre später nichts verschickt werden.
ABLAUF

Vom ersten Anstecken bis zur Übergabe

Drei Abschnitte, und nur der mittlere braucht Geduld. Die beiden anderen entscheiden Sie im Laden, mit dem Ring an der Hand.

Anprobe

Sie kommen zu zweit, wir räumen den Tresen frei und legen die Muster nach Ihrer Richtung vor: schlicht oder mit Struktur, schmal oder tragend, mit Stein oder ohne. Angesteckt wird alles, auch das, was Sie vorher ausgeschlossen hätten — Paare wechseln an dieser Stelle regelmäßig die Meinung.

  • Legierung und Farbton am Fenster vergleichen
  • Breite und Profil an beiden Händen prüfen
  • Oberfläche wählen: poliert, matt oder geeist

Zeit Planen Sie eine gute Stunde ein. Ein zweiter Besuch zum Nachschauen ist üblich und keine Umstände.

Bestellung und Fertigung

Steht die Wahl, geben wir Modell, Legierung, Breite, Oberfläche und beide Ringmaße in den Auftrag. Gefertigt wird in Deutschland, für die Ringe des Programms gilt eine Herstellergarantie. Innengravur in Standardschrift und Ringetui gehören dazu; Sonderwünsche wie Handschrift oder Symbol gravieren wir hier im Haus.

  • Gravurtext festlegen, meist Namen und Datum
  • Kostenübersicht vor der Bestellung, schriftlich
  • Altgold anrechnen, falls Sie welches mitbringen

Zeit Rechnen Sie mit mehreren Wochen. Die genaue Spanne hängt am Modell und steht im Auftrag, bevor Sie unterschreiben — Puffer erklärt der Zeitplan vor der Hochzeit.

Übergabe und die Jahre danach

Bei der Abholung werden beide Ringe noch einmal angesteckt und der Sitz geprüft. Sitzt einer einen Hauch zu stramm, geht er direkt zurück an die Werkbank; das ist im Laden in Minuten geklärt und per Versand gar nicht. Später sind Weiten, Verkleinern und Aufarbeiten normale Werkstattaufträge.

  • Sitz und Gravur vor Ort kontrollieren
  • Weiten oder verkleinern ab 39 €
  • Paar aufarbeiten ab 39 €

Zeit Aufarbeiten meist in 2–4 Werktagen, eine Größenänderung in Gold in 3–5 Werktagen. Ablauf und Grenzen: Ringgröße ändern.

750

Material: was Sie erst nach zehn Jahren merken

Am Anfang glänzt jede Legierung. Auseinander gehen sie beim Tragen — bei der Härte, beim Farbverlauf und bei der Frage, ob eine Oberfläche eine Auflage ist oder das Metall selbst.

Fünf Ringe stehen hochkant in einer Reihe auf dunklem Nussbaumholz, in Gelbgold, Rotgold, hellem Weißgold und grauweißem Platin
LEGIERUNGENNebeneinander trennen sich die Töne, die einzeln betrachtet alle nur golden aussehen.
Legierungen für Trauringe im Alltagsvergleich
LegierungWie sie sich trägtWas später zählt
Gelbgold 585Warmer Ton, mittelharte Legierung; feine Gebrauchsspuren fallen kaum auf.Die gewohnte Trauringlegierung: gut zu weiten, gut zu löten, jederzeit wieder aufzupolieren.
Gelbgold 750Satterer, tieferer Goldton, etwas weicher als 585 und damit empfindlicher gegen Kratzer.Mehr Feingoldanteil bedeutet mehr Materialwert — und einen höheren Preis je Gramm.
Weißgold, rhodiniertKühles, helles Weiß. Die Rhodiumschicht ist eine Auflage, kein durchgefärbtes Metall.An Reibestellen läuft sie ab und der gelbliche Grundton kommt durch; warum, steht unter Weißgold wird gelb. Nachrhodinieren ist Routine.
Rotgold 585Rötlich durch den höheren Kupferanteil, spürbar hart und dadurch unempfindlich.Die Farbe steckt in der Legierung, nicht in einer Schicht — sie bleibt, wie sie ist.
Platin 950Grauweiß, deutlich schwerer in der Hand, ohne jede Auflage.Kratzer tragen kaum Material ab, sondern verdrängen es; mit den Jahren entsteht eine matte Patina, die sich polieren lässt.
HalbrundAußen gewölbt, der klassische Trauringquerschnitt.
FlachschieneGerade Außenfläche mit klaren Kanten.
KonkavNach innen gezogene Außenseite, lebendiges Lichtspiel.
Bombiert innenGewölbte Innenseite, gleitet leichter über den Knöchel.
AUS ALTGOLD

Wenn das Gold längst im Haus liegt

Kaum ein Paar kommt ohne Schmuckschatulle im Hinterkopf: der Ring der Großmutter, eine Kette, die niemand mehr trägt.

Weg eins: anrechnen

Wir prüfen den Feingehalt, wiegen auf der geeichten Waage vor Ihren Augen und rechnen den Materialwert zum Tageskurs auf die neuen Ringe an. Sie sehen dabei jeden Schritt; wie sich der Betrag zusammensetzt, erklärt Altgold und Bruchgold. Einen Ausweis brauchen wir wie bei jedem Ankauf.

Weg zwei: umarbeiten

Statt anzurechnen, kann das Metall an der eigenen Werkbank ein neues Stück werden — für Trauringe eher selten, für Verlobungsringe und Erbschmuck dagegen oft der schönere Weg. Arbeitslohn ab 220 €, üblich fertig in 3–5 Wochen. Einzelheiten unter Trauringe aus eigenem Altgold und Umarbeitung.

FRAGEN

Was Paare am Tresen fragen

Sechs Fragen, die bei fast jeder Trauringberatung fallen — hier mit derselben Antwort wie im Laden.

Ja. Kommen Sie während der Öffnungszeiten vorbei, dann legen wir die Musterringe auf den Tresen. Mit Termin wird es allerdings ruhiger: Wir planen die Zeit für Sie beide ein, und wenn Sie vorher sagen, in welche Richtung es gehen soll, liegen die passenden Muster schon bereit, statt dass wir sie erst zusammensuchen.

Wir messen im Laden mit Stahlringen, nicht mit Faden oder Papierstreifen. Größe 54 bedeutet 54 Millimeter Innenumfang. Weil Finger bei Wärme, Sport und abends dicker werden, lassen wir den Probering ein paar Minuten stecken und ziehen ihn danach wieder ab — erst dann steht das Maß. Bei breiten Ringen fällt es oft eine halbe Größe größer aus.

Im Trauringprogramm, mit dem wir arbeiten, gehören die Innengravur in Standardschrift und ein Ringetui dazu. Üblich sind zwei Vornamen und das Hochzeitsdatum. Wer mehr Zeichen, eine Handschrift oder ein Symbol möchte, sagt uns das beim Termin — solche Sonderwünsche gravieren wir in der eigenen Werkstatt und rechnen sie gesondert ab.

Ja, und es gibt zwei Wege. Entweder wir wiegen und prüfen das Altgold auf der geeichten Waage und rechnen den Materialwert zum Tageskurs auf die neuen Ringe an. Oder das Metall wandert in eine Umarbeitung an der eigenen Werkbank. Was in Ihrem Fall sinnvoller ist, hängt vom Feingehalt und vom Zustand ab; wir sagen es Ihnen nach kurzer Sichtung.

Dann kommt er auf den Ringstock. Ein glatter Goldring lässt sich in der Regel um ein bis zwei Größen weiten oder verkleinern, danach wird die Naht überschliffen und poliert. Grenzen setzen rundum gefasste Memoirefassungen und sehr dünn getragene Schienen — dort ist eine neue Ringschiene der ehrlichere Weg. Wir sehen es uns an und sagen es Ihnen vorher.

Nein. Sehr oft unterscheiden sich Breite und Oberfläche, weil eine Hand kräftiger ist oder handwerklich arbeitet. Verbindend wirkt dann ein gemeinsames Element: dieselbe Legierung, dieselbe Kante, dasselbe Profil oder eine gemeinsame Gravur. Legen Sie beim Termin ruhig zwei unterschiedliche Muster nebeneinander auf die Hand — das entscheidet sich in einer Minute.

Kommen Sie zu zweit und nehmen Sie sich die Stunde

Trauringe entscheiden sich an der Hand, nicht im Warenkorb. Sagen Sie uns vorab, in welche Richtung es gehen soll — dann liegen die Muster bereit, wenn Sie die Tür in der Am Sattlerhof aufmachen. Wer nur kurz schauen möchte, kommt einfach während der Öffnungszeiten vorbei.