Am Sattlerhof 12 · 31134 HildesheimMo–Fr 10–18 Uhr0171 3920011
Termin anfragen

Erst wissen, dann entscheiden

Schmuck schätzen lassen

Sie legen auf, wir sagen Ihnen, was da liegt: Metall, Feingehalt, Gewicht, Zustand — und welche Wege das Stück von hier aus nehmen kann. Danach entscheiden Sie, und zwar in Ruhe.

Ohne Verkaufsabsicht. Eine Einschätzung ist kein halber Ankauf. Sie dürfen alles wieder einpacken, ohne dass wir nachfragen — die meisten Stücke, die bei uns auf dem Tablett liegen, gehen genau so wieder nach Hause.

Grauer Samtteller auf dem Ladentisch mit Brosche, Perlenkette und Anhänger, daneben Lupe.
LUPE UND WAAGEVor der Waage kommt die Lupe: Erst wird die Punze gelesen, dann zählt das Gewicht.
ERGEBNIS

Womit Sie den Laden wieder verlassen

Am Anfang steht bei uns das Ende: Sie sollen wissen, was Sie nachher in der Hand haben. Zu jedem einzelnen Stück hören Sie diese sechs Angaben — nicht mehr, aber auch nichts davon weniger.

Der Befund je Stück

mündlich am Tresen
Was es ist
Gold, Silber, Platin, Doublé oder unedler Kern — und ob Sie ein tragbares Schmuckstück oder ein Bruchteil vor sich haben.
Feingehalt
333, 375, 585 oder 750 beim Gold, 800 und 925 beim Silber, 950 beim Platin. Wo keine Punze steht, prüfen wir nach, statt zu raten.
Gewicht
Auf der geeichten Waage, die Anzeige zu Ihnen gedreht. Fremdteile wie Stahlnadeln, Uhrwerke oder Kettenseelen ziehen wir getrennt ab.
Steine und Perlen
Ob echt oder synthetisch, ob es sich lohnt, sie herauszufassen, und ob eine Perle geknüpft oder geklebt sitzt.
Zustand
Ausgeriebene Ringschiene, ausgeleierte Nadelrast, dünn gelaufener Kettensteg, gerissene Krappe. Alles, was über den nächsten Weg mitentscheidet.
Wege
Was sich lohnt: aufarbeiten, umarbeiten oder verkaufen. Meistens sind es zwei Möglichkeiten, selten nur eine.

Kostenlos, unverbindlich, ohne Anmeldung. Papier gibt es erst beim schriftlichen Wertgutachten.

Die meisten Menschen kommen nicht mit einer Verkaufsabsicht zu uns, sondern mit einer Frage: Ist das echt? Ist das etwas wert? Muss das in den Tresor oder darf das getragen werden? Genau dafür ist diese Einschätzung da. Sie ist eine Auskunft, keine Verhandlung.

Deshalb nennen wir Ihnen den Materialwert auch dann, wenn wir Ihnen im selben Atemzug davon abraten, das Stück einzuschmelzen. Eine Brosche aus den Dreißigern mit sauber gefassten Steinen, eine massive Panzerkette, ein Trauring mit Innengravur: Solche Stücke sind über den reinen Goldwert hinaus etwas wert, und das gehört zu einer ehrlichen Auskunft dazu.

Umgekehrt gilt dasselbe: Ist die Auflage eines vergoldeten Armreifs an den Kanten durchgerieben, sagen wir Ihnen, dass hier kein Materialwert liegt — reinigen und weitertragen ist dann ein völlig legitimer Ausgang. Wie wir vorgehen, wenn die Punze fehlt oder unleserlich ist, steht unter Wie wir prüfen.

Ladentisch von der Seite: ein langer Samtteller mit einzeln ausgelegten Ringen, Ketten und einer Brosche, am Rand eine Lupe und die Schale einer Feinwaage.
DER TRESENJedes Stück liegt für sich, nichts wandert in eine Schublade. Geprüft und gewogen wird auf dem Tresen, nicht im Hinterzimmer — Sie stehen unmittelbar daneben.
WEGE

Drei Richtungen, in die es danach gehen kann

Verkaufen ist eine von drei Möglichkeiten und nicht die naheliegendste. Weil wir eine eigene Werkstatt im Haus haben, können wir Ihnen alle drei zu Ende rechnen, bevor Sie sich entscheiden.

I

Aufarbeiten und weitertragen

Oft trennt nur eine Stunde Werkbank zwischen Schublade und Schmuckkästchen: Kette löten, Verschluss tauschen, Ring rund richten, Politur. Kostet in vielen Fällen weniger, als Sie für den Materialwert bekämen — dann sagen wir Ihnen das offen.

Reinigen und Polieren
II

Umarbeiten zu etwas Tragbarem

Aus drei ungetragenen Ringen wird ein Ring, aus der Brosche der Großmutter ein Anhänger. Das Altgold wird eingeschmolzen oder direkt weiterverarbeitet, Steine übernehmen wir aus der alten Fassung. Rechnen Sie mit 3–5 Wochen in der Werkstatt.

Umarbeitung in der Werkstatt
III

Verkaufen oder anrechnen lassen

Wenn das Stück nicht mehr getragen wird und auch niemand in der Familie es haben will, zahlen wir es aus — bar oder per Überweisung. Statt Auszahlung geht auch Anrechnung, zum Beispiel auf ein Paar Trauringe aus dem eigenen Familiengold.

Trauringe aus eigenem Altgold
Eine feine Goldkette liegt aufgetrennt auf dem Werkbrett, daneben ein neuer Karabinerverschluss, eine Flachzange und eine Polierbürste.
WEG I — AUFARBEITENLöten, Verschluss tauschen, polieren: Oft trennt nur eine Stunde Werkbank zwischen Schublade und Schmuckkästchen.
Drei alte Ringe liegen neben einem kleinen Schmelztiegel mit einem erkalteten Goldkorn, dahinter ein Ringrohling auf dem Werkbrett.
WEG II — UMARBEITENAus drei ungetragenen Ringen wird einer. Steine übernehmen wir aus der alten Fassung, statt sie neu zu kaufen.
Flache Messingschale mit einem Häufchen Bruchgold aus verknoteten Kettenstücken, einzelnen Ohrringen und verbogenen Ringschienen.
WEG III — ABGEBENWas niemand mehr trägt, wird nach Feingehalt getrennt und gewogen. Statt Auszahlung geht auch Anrechnung auf eine Arbeit aus der Werkstatt.

Bei größeren Beständen aus einem Nachlass sortieren wir zuerst nach diesen drei Richtungen und erst danach nach Metall — das erspart Ihnen die Entscheidung Stück für Stück. Wie ein solcher Termin abläuft, steht unter Nachlass und Erbschaft; kommen Sie schlecht aus dem Haus, schätzen wir auch bei Ihnen am Küchentisch, siehe Hausbesuch.

585

Rückwärts gelesen: wie diese Angaben zustande kommen

Von der fertigen Auskunft zurück bis zu dem Moment, in dem Sie den Beutel auf das Tablett kippen. Fünf Stufen, in umgekehrter Reihenfolge — so sehen Sie, worauf jede einzelne Angabe beruht.

Die Auskunft

Wir sagen Ihnen zu jedem Häufchen, was es ist, was es wiegt und was daraus werden kann. Zahlen zum Ankauf entstehen aus Feingehalt, Gewicht und dem Kurs des Tages — die Rechnung dahinter legen wir offen unter So berechnen wir Ihren Preis.

Die Waage

Jedes Häufchen kommt einzeln auf die geeichte Waage, getrennt nach Feingehalt, weil sich 333 und 750 sonst gegenseitig verwässern würden. Alles, was nicht aus Edelmetall ist, wird vorher abgetrennt oder abgeschätzt: die Stahlfeder in der Broschennadel, das Uhrwerk, der Nylonkern einer Hohlkette, Steine in ihren Fassungen.

Die Prüfung

Zuerst die Lupe: Punzen sitzen beim Ring innen, bei der Kette auf dem Steg neben dem Verschluss, bei der Brosche auf dem Nadelträger. Dann der Magnet, der Stahlkerne verrät. Bleibt es unklar, ziehen wir an einer unauffälligen Stelle einen Strich auf dem Prüfstein und geben Säure darauf — ein Strich, der stehen bleibt, bestätigt den Feingehalt, ein Strich, der verschwindet, entlarvt die Auflage.

Weißgold ist der klassische Zweifelsfall: Palladiumlegierungen sind nicht magnetisch und sehen unter Rhodium wie Silber aus. Was die Zeichen im Einzelnen bedeuten, steht unter Punzen, Karat und Feingehalt.

Das Sortieren

Vor Ihren Augen entstehen Häufchen: Gold nach Feingehalt, Silber, Platin, vergoldeter Kern, Modeschmuck. Steine, Perlen und Uhren legen wir beiseite, weil sie eigenen Regeln folgen — dazu mehr unter Diamanten und Edelsteine.

Der Beutel

So fängt es an: eine Zigarrenkiste, ein Kulturbeutel, ein Briefumschlag aus dem Nachlass. Verknotet, angelaufen, halbiert, ohne Gegenstück. Genau so ist es richtig — geordnet wird bei uns, und zwar erst, wenn Sie danebenstehen.

Vier Irrtümer, die wir fast täglich ausräumen

  • Gesamtgewicht ist nicht Goldgewicht. Bei einer Uhr mit Goldgehäuse und Stahlboden bleibt oft weniger als die Hälfte übrig.
  • Alt heißt nicht wertvoll. Ein Stück aus den Fünfzigern kann aus vergoldetem Messing bestehen, ein modernes aus massivem 750er Gold.
  • Der Kaufpreis von damals sagt nichts. In einem Ladenpreis steckten Fassung, Arbeit, Handel und Steuer — im Materialwert steckt nur Metall.
  • Große Steine sind selten große Werte. Zirkonia wiegt schwerer als Diamant und funkelt in der Vitrine ähnlich — unter der Lupe endet die Ähnlichkeit.
PREISE

Was kostenlos ist — und wo das Wert­gutachten anfängt

Die Auskunft im Gespräch kostet nichts. Sobald Sie ein Papier brauchen, das jemand anders anerkennen soll, beginnt eine andere Leistung mit anderem Aufwand.

Mündliche Einschätzung und schriftliches Wertgutachten im Vergleich, Preisstand August 2026
Mündliche EinschätzungSchriftliches Wertgutachten
Sie erhaltenAuskunft im Gespräch: Material, Feingehalt, Gewicht, Zustand, WegeUnterschriebenes Dokument mit Beschreibung, Maßen, Gewichten und Wertansatz
Kostenkostenlosab 65 € je Schmuckstück
Üblich fertig inmeist am selben Tag3–7 Werktagen
Gedacht fürNeugier, Nachlass sichten, Entscheidung vor einem VerkaufVersicherung, Aufteilung unter Erben, Vorlage bei Dritten
Ungeeignet füralles, was jemand schwarz auf weiß sehen willdie schnelle Frage zwischendurch am Tresen

Materialwert

Was das reine Metall wiegt, mal Feingehalt, mal Kurs des Tages, abzüglich Aufbereitung. Diese Zahl bewegt sich börsentäglich und ist die Untergrenze für alles Weitere.

Ankaufswert

Was wir Ihnen auszahlen. Liegt beim Bruchgold nahe am Materialwert und kann darüber liegen, wenn ein Stück tragbar ist, wenn gute Steine darin sitzen oder wenn eine gesuchte Uhr einen eigenen Markt hat.

Wiederbeschaffungswert

Was ein vergleichbares Stück neu im Handel kosten würde, samt Fassung, Arbeit und Marge. Diese Zahl steht im Versicherungsgutachten und liegt regelmäßig deutlich über dem Ankaufswert — beides ist richtig, es sind nur verschiedene Fragen.

FRAGEN

Was uns vor einer Einschätzung gefragt wird

Sechs Fragen, die fast jeder stellt, bevor er den Beutel auf den Tresen legt — hier vorweg beantwortet.

Ja. Die mündliche Einschätzung am Tresen ist kostenlos und unverbindlich, und zwar unabhängig davon, ob am Ende ein Ankauf, eine Reparatur oder gar nichts daraus wird. Wir setzen keine Verkaufsabsicht voraus und fragen auch nicht nach, warum Sie fragen.

Nein, kostenlos ist ausschließlich die Auskunft im Gespräch. Sobald Sie ein Papier brauchen, das Sie jemandem vorlegen können, ist das ein schriftliches Wertgutachten mit Beschreibung, Maßen und Wertansatz. Mitschreiben dürfen Sie natürlich alles, und wir lassen das Stück so lange auf der Waage liegen, wie Sie dafür brauchen.

Eine Handvoll geht meist in wenigen Minuten. Bei einer gut gefüllten Schatulle rechnen Sie besser mit einer halben Stunde und kommen nicht kurz vor Ladenschluss. Geht es um einen ganzen Haushalt oder um einen Nachlass, sagen Sie vorher kurz Bescheid oder lassen Sie uns zu Ihnen kommen.

Nur für die Waage und für die Prüfung, und dabei stehen Sie unmittelbar daneben. Gewogen wird auf einer geeichten Waage mit der Anzeige zu Ihnen, geprüft wird auf dem Tresen und nicht im Hinterzimmer. Kein Stück verschwindet für eine Einschätzung in der Werkstatt.

Ja, und zwar sofort und in klaren Worten. Vergoldetes Messing, Doublé mit durchgeriebener Auflage, versilbertes Besteck oder Zirkonia in einer Silberfassung sagen wir Ihnen an, bevor Sie Hoffnungen aufbauen. Genauso deutlich sagen wir es, wenn eine Reparatur mehr kostet, als das Material selbst wert ist.

Sie gilt in der Regel für den Tag Ihres Besuchs, weil der Ankauf am Edelmetallkurs hängt und dieser sich börsentäglich bewegt. Feingehalt, Gewicht und Zustand ändern sich dagegen nicht mehr. Kommen Sie später wieder, rechnen wir zum dann gültigen Kurs neu.

Legen Sie es einfach auf den Tresen

Ein Stück oder eine ganze Schatulle, mit Punze oder ohne: Sie kommen ohne Termin in die Am Sattlerhof 12, montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr. Was Sie danach damit machen, bleibt Ihre Sache.