Hochgoldhaltige Legierung
meist 70 bis 85 Prozent Gold
Warm gelb, weich im Glanz, klassisch für Vollgusskronen und Inlays. Neben Gold stecken Platin, Palladium, Silber und Kupfer darin. Das ist die Gruppe, an die die meisten denken.
Ankauf von Dentallegierungen
Kronen, Brücken und Inlays tragen keinen Feingehaltsstempel, und fast jedes Stück besteht aus einer anderen Legierung. Deshalb wird bei Zahngold erst sortiert und geprüft und dann gewogen.

„Zahngold" ist kein Werkstoff, sondern eine Sammelbezeichnung für eine Reihe von Gusslegierungen. Zwei Kronen, die gleich aussehen, können sich im Goldanteil deutlich unterscheiden.
Eine Krone muss Jahrzehnte im Mund halten: nicht korrodieren, sich präzise gießen lassen, den Keramikbrand bei mehreren hundert Grad überstehen, verträglich sein. Reines Gold kann das nicht, es ist zu weich. In der Zahntechnik wird es deshalb mit Platin, Palladium, Silber, Kupfer, Zink und kleinen Mengen Indium oder Iridium legiert — jeder Hersteller nach eigener Rezeptur.
Daraus folgt die wichtigste Eigenheit dieses Materials: Es ist nicht gestempelt. Was eine Punze auf einem Ring aussagt, lesen Sie unter Punzen, Karat und Feingehalt — auf Zahnersatz finden Sie keine, weil nach medizinischer Anforderung legiert wird und nicht nach Feingehaltsklassen. Vier Gruppen liegen typischerweise im Tütchen:
meist 70 bis 85 Prozent Gold
Warm gelb, weich im Glanz, klassisch für Vollgusskronen und Inlays. Neben Gold stecken Platin, Palladium, Silber und Kupfer darin. Das ist die Gruppe, an die die meisten denken.
oft unter 50 Prozent Gold
Blasser im Ton, weil Silber und Palladium den Goldanteil ersetzen. Sie kam auf, als der Goldpreis stieg, und ist von außen kaum von der ersten Gruppe zu unterscheiden.
kaum Gold, viel Palladium
Silbrig weiß und härter. Gold steckt kaum noch darin, dafür ein Edelmetall mit eigenem Wert — siehe Platin, Palladium und Zinn. Wer nach der Farbe geht, hält so ein Stück leicht für wertlos.
kein Edelmetall
Sehr hart, hell silbrig, oft in Brückengerüsten und Modellgussprothesen mit ihren Klammern. Solche Arbeiten haben keinen Ankaufswert; wir legen sie beim Sichten beiseite, statt sie mitzuwiegen.
Am Metall hängt fast immer noch etwas: Verblendung, Kunststoffzähne, Lotstellen, Zement, Zahnsubstanz. Amalgam — dunkelgrau, matt, oft bröselig — enthält Quecksilber und gehört über die Praxis in die Entsorgung. Schmuckgold aus derselben Schublade rechnen wir getrennt ab: Altgold und Bruchgold.

Bei Schmuck beginnt jede Prüfung an der Punze. Auf Zahnersatz gibt es keine — also arbeiten wir mit den Mitteln, die am Tresen belastbar sind und die Sie dabei ansehen können.

Bei Schmuck der schnellste Weg: 333, 585, 750 in der Ringschiene. Auf Zahnersatz ist ein Feingehaltsstempel schlicht nicht vorgesehen.
Nichts zu lesen
Farbton, Gussnaht, Lötstelle, Verblendrand, blank gelaufene Kaufläche: Unter der Lupe zeigt eine Krone, wie sie gebaut ist und was am Metall noch hängt.
Ordnet ein
Was am Magneten hängen bleibt, ist kein Edelmetall. Prothesenklammern und harte Gerüste gehen so in einem Griff aus dem Posten heraus.
Trennt aus
Ein Strich auf dem dunklen Stein, daneben ein Tropfen Prüfsäure. Ob der Strich stehen bleibt, blasser wird oder verschwindet, ordnet das Metall einer Gruppe zu — Säurestufe für Säurestufe.
Zeigt die Gruppe
Damit der Strich etwas taugt, muss die Stelle blank sein — deshalb kommt die Keramik vorher herunter. Bei vergoldetem Modeschmuck erwischt ein zu zarter Strich nur die Auflage; bei Zahnersatz droht das nicht, denn Kronen, Inlays und Brückengerüste sind durchgegossen. Geprüft wird jedes Teil einzeln — ein Mittelwert über einen Schubladenposten aus drei Jahrzehnten wäre für Sie im Zweifel der schlechtere. Unser Vorgehen bei anderen Materialien: Wie wir prüfen.
Und die Grenze gehört dazu gesagt: Stein und Säure zeigen die Legierungsgruppe, nicht die zweite Nachkommastelle; weiße Legierungen mit hohem Palladiumanteil brauchen mehr als eine Stufe. Wo wir keine klare Auskunft bekommen, sagen wir das, statt eine Zahl zu behaupten. Ein Analysegerät steht nicht in der Am Sattlerhof — wenn Ihnen eine gerätegestützte Analyse wichtig ist, etwa bei einer größeren Sammelmenge aus Praxis oder Labor, sagen Sie es bei der Annahme: Dann besprechen wir den Weg dorthin, bevor etwas den Besitzer wechselt.
Ein kleiner Posten ist meist in wenigen Minuten durch. Sie bleiben dabei stehen, die Anzeige der Waage steht zu Ihnen.
Keramik, Kunststoffzähne, Zement, Zahnsubstanz: Nichts davon müssen Sie zu Hause entfernen. Ein zugeklebter Umschlag reicht.
Edelmetall, Nichtedelmetall und Amalgam kommen auseinander. Der Magnet hilft nur als Vorsortierung: Was hängen bleibt, ist sicher kein Edelmetall. Alles andere geht an den Prüfstein.
Verblendung und anhaftende Zahnsubstanz werden mechanisch abgelöst. Deshalb muss niemand einen Keramikanteil schätzen: Was auf die Waage kommt, ist Metall.
Ein Strich, die Säurestufen dazu, daneben der Blick durch die Lupe auf Lötstellen und Kanten. Was wir sehen, sagen wir Ihnen im Klartext. Erst danach bilden wir Gruppen — je Legierungstyp, nicht je Posten.
Jede Gruppe für sich. Wie aus Gewicht, eingeordneter Legierung und Tageskurs der Betrag entsteht, rechnen wir vor unter So berechnen wir Ihren Preis.
Sie bekommen einen Betrag genannt und dürfen ihn mitnehmen, ohne zu unterschreiben. Erst bei Zusage nehmen wir den Ausweis auf, schreiben den Beleg und zahlen aus — bar oder per Überweisung.



Statt Auszahlung ist Anrechnung möglich. Nicht das Metall wandert in ein neues Stück — Dentallegierungen taugen dafür nicht —, wohl aber sein Gegenwert: auf Trauringe aus eigenem Altgold oder auf eine Umarbeitung, deren Arbeitslohn bei ab 220 € beginnt und meist 3–5 Wochen braucht.
Beide Wege enden auf derselben Waage, sie beginnen nur unterschiedlich.
Aus einem Nachlass kommt Zahngold selten allein: Nachlass und Erbschaft. Zur Ausweisfrage: Ausweispflicht und Beleg.
Alles Weitere zu größeren Mengen und regelmäßiger Abholung: Für Praxen und Dentallabore.
Die herausgenommene Krone gehört der Patientin oder dem Patienten; Praxen geben sie deshalb in der Regel mit. Wer sie zurückbekommen hat, verkauft privat. Und wenn so ein Umschlag jahrelang liegen blieb, weil er zu einem Menschen gehörte: Am Tresen müssen Sie sich zu nichts entscheiden. Kommen Sie schlecht aus dem Haus, kommen wir zu Ihnen — Hausbesuch und Abholservice.
Sechs Fragen, die fast jede Woche über den Tresen gehen — hier vorab beantwortet.
Das hängt an zwei Größen: an der Legierung und am reinen Metallgewicht. Eine Krone wiegt mit Verblendung meist um ein bis zwei Gramm, und wie viel davon Gold, Platin oder Palladium ist, zeigt sich erst bei der Prüfung am Stein. Den Betrag nennen wir, wenn geprüft und gewogen ist — vorher wäre er geraten.
Bitte nicht. Beim Abschlagen zu Hause springen regelmäßig ganze Höcker mit weg, und mit dem Splitter geht Metall verloren. Wir lösen die Verblendung mechanisch ab, bevor gewogen wird — so bekommen Sie reines Metallgewicht bezahlt und keinen geschätzten Keramikabzug.
Palladiumbasis-Legierungen ja, auch wenn kaum Gold darin steckt. Gerüste aus Kobalt-Chrom, Nickel-Chrom oder Titan sind kein Edelmetall und haben keinen Ankaufswert. Amalgam nehmen wir nicht an, weil es Quecksilber enthält und über die Praxis entsorgt gehört.
Nein. Bei uns arbeiten Lupe, Magnet und die Strichprobe am Prüfstein mit Säure, gewogen wird auf geeichten Waagen. Damit ordnen wir die Legierungsgruppe ein, nicht die zweite Nachkommastelle. Wenn Ihnen eine gerätegestützte Analyse wichtig ist, sagen Sie es bei der Annahme: Dann besprechen wir den Weg dorthin, bevor etwas den Besitzer wechselt.
Ja, es wird behandelt wie anderer Schmuck aus einem Nachlass. Sie brauchen Ihren eigenen Ausweis, bei mehreren Erben in der Regel zusätzlich eine formlose Vollmacht der übrigen. Bringen Sie den ganzen Umschlag mit, auch die Teile, die Sie für wertlos halten.
Ein Mindestgewicht gibt es bei uns nicht, auch eine einzelne Krone wird geprüft und gewogen. Bei sehr kleinen Mengen fällt der Betrag entsprechend klein aus. Sie hören ihn, bevor Sie sich entscheiden.
Sichten, prüfen, wiegen, eine Zahl nennen — dafür brauchen Sie keinen Termin. Kommen Sie während der Öffnungszeiten in die Am Sattlerhof 12. Bei größeren Posten oder regelmäßiger Anlieferung aus Praxis und Labor rufen Sie vorher kurz an, dann liegt die Waage frei.