Am Sattlerhof 12 · 31134 HildesheimMo–Fr 10–18 Uhr0171 3920011
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Musterringe, Am Sattlerhof 12

Trau­ringe zur Anprobe: die Kollektionen im Laden

Ein Ring auf dem Bildschirm verrät nichts über sein Gewicht, nichts über die Kante am Nachbarfinger und nichts darüber, wie viereinhalb Millimeter an Ihrer Hand wirken. Deshalb liegen bei uns Musterringe in der Schublade — in mehreren Breiten, Profilen und Farben, zum Anstecken, Nebeneinanderhalten und Wiederablegen. Was Sie hier lesen, ersetzt die Anprobe nicht; es bereitet sie vor.

Geöffnete Ladenschublade mit cremefarbenem Samt und Reihen von Musterringen in vielen Breiten
MUSTERSCHUBLADEIn der Reihe nebeneinander fällt der Unterschied zwischen Gelb-, Rot- und Weißgold deutlicher auf als am einzelnen Ring.
ANPROBE

Bevor Sie losfahren: Packzettel und Prüfblick

Zwei Listen, die eine Anprobe kürzer und ehrlicher machen. Links, was in die Tasche gehört. Rechts, woran Sie merken, dass tatsächlich gemessen und nicht nur verkauft wird.

Was Sie mitbringen sollten

  • Beide Hände Trauringe entscheidet man zu zweit. Die Hand des anderen ist der Maßstab dafür, ob eine Breite als Paar zusammenpasst.
  • Den Verlobungsring Wird einer getragen, entscheidet er über Profil und Höhe des Trauringes daneben. Ohne ihn bleibt genau diese Frage offen.
  • Eine bekannte Größe Ein Ring, der sicher passt, oder Ihr gemessener Wert aus der Anleitung zur Ringgröße ermitteln.
  • Altgold, wenn es hinein soll Einzelne Ohrringe, gerissene Ketten, ein alter Reif: Was angerechnet werden soll, wiegen wir gleich mit. Ablauf unter Trauringe aus eigenem Altgold.
  • Eine grobe Zahl im Kopf Sie muss nicht stimmen, sie macht aus fünf Familien zwei. Woraus sich der Preis ergibt, steht unter Was Trauringe kosten.
  • Ungecremte Hände Fett täuscht beim Weitenprobieren: Der Ring gleitet leichter über den Knöchel, als er es später tut.

Woran Sie eine ernst gemeinte Anprobe erkennen

  • Die Ringe liegen auf dem Tisch Was Sie ansehen, können Sie anstecken. Ein Bildschirm zeigt nur, was jemand anderes fotografiert hat.
  • Es wird gemessen, nicht geschätzt Ringmaßsatz am Finger, Gegenprobe über den Knöchel, Notiz auf den Zettel — statt eines Blicks auf den alten Ring.
  • Breiten stehen nebeneinander Vier und fünf Millimeter sehen auf einer Katalogkachel gleich aus, auf der Hand nicht.
  • Man sagt Ihnen, was Sie halten Ob der Musterring aus dem späteren Metall besteht oder ein Anprobemodell ist, gehört zum ersten Satz.
  • Gerechnet wird vor der Bestellung Legierung, Breite, Gewicht und Besatz ergeben den Preis — bevor Sie unterschreiben, nicht bei der Abholung.
  • Niemand drängt Modellnummern darf man mitnehmen und eine Nacht darüber schlafen.
MATERIAL

Was ein Musterring ist — und was er Ihnen zeigt

Ein Musterring ist kein Ausstellungsstück, sondern Werkzeug. Er trägt eine Nummer, hat eine feste Weite und einen einzigen Zweck: die Entscheidung vor der Bestellung tragen.

Innen im Reif steht eine Modellnummer. Sie benennt das Modell, nicht das Exemplar: Aus ihr entsteht später Ihr Ring, in Ihrer Größe, Legierung, Breite und Oberfläche. Deshalb liegt ein Modell fast nie in allen Varianten im Laden. Die Frage am Tisch lautet also nicht „passt dieser Ring", sondern „stimmt diese Form".

Ein Teil der Muster ist im späteren Metall gearbeitet, ein anderer Teil ist ein Anprobemodell aus einer Musterlegierung: Form, Kante und Innenwölbung stimmen, Farbton und Gewicht weichen ab. Fragen Sie ruhig danach. Wie sich Gelb-, Weiß- und Rotgold unterscheiden, steht bei den Legierungen und Farben.

Die Weite messen wir getrennt vom Muster, und zwar in der Breite, die Sie tragen wollen. Größe 54 bedeutet 54 Millimeter Innenumfang — ein sechs Millimeter breiter Reif sitzt darin trotzdem strammer als ein drei Millimeter schmaler, weil er mehr Fläche auf dem Finger hat. Ein schmaler Standardstab führt deshalb regelmäßig in die Irre.

Ein Musterring steht in einer Holzklemme auf der Werkbank, daneben liegt eine geöffnete Lupe, dahinter unscharf ein Tablett mit weiteren Mustern.
MUSTERRINGDie Nummer im Reif benennt das Modell, nicht das Stück, das gerade in der Schublade liegt.

Das klärt die halbe Stunde am Tisch

  • Die Breite: drei, vier, fünf und sechs Millimeter am selben Finger, direkt hintereinander.
  • Das Profil: außen gewölbt, flach oder angeschrägt — der Unterschied zeigt sich beim Faustschluss, nicht im Foto.
  • Die Innenform: eine bombierte Innenseite gleitet über den Knöchel, eine gerade Innenkante nimmt ihn mit.
  • Das Gewicht: derselbe Reif wiegt in 750er Gold merklich mehr als in 585er, und in Platin noch einmal mehr.
  • Die Oberfläche: poliert spiegelt Ihre Umgebung, mattiert spiegelt sie nicht und wirkt dadurch ruhiger.
  • Das Paarbild: zwei Ringe nebeneinander auf zwei Händen, statt zweimal nacheinander auf einer.

Das bleibt am Tisch offen

  • Wie der Ring in einigen Jahren aussieht. Mattierte Flächen glänzen dort auf, wo der Nachbarfinger reibt.
  • Der Weißgoldton auf lange Sicht: Die Rhodinierung ist eine Auflage und wird dünner — nachzulesen unter Warum Weißgold gelblich wird.
  • Ihre Fingerweite an einem heißen Julitag oder nach einer langen Autofahrt. Finger schwanken, Ringe nicht.
  • Die Farbwirkung in Ihrem Alltagslicht. Deshalb gehen wir mit den Ringen ans Fenster, bevor Sie sich festlegen.
  • Wie sich Profil und Breite anfühlen, wenn der Verlobungsring daneben sitzt — solange er zu Hause liegt.
750

Die Familien, nach denen wir sortieren

Wir führen ein Trauringprogramm mit Fertigung in Deutschland; dazu gehören eine kostenlose Innengravur, ein Ringetui und die Herstellergarantie des Programms. Statt Logos zeigen wir Ihnen das, wonach man tatsächlich aussucht: Material, Breite, Oberfläche, Besatz.

Schlichte Bandringe

zur Anprobe vorrätig

Der ruhigste Teil der Schublade und der, aus dem die meisten Paare am Ende wählen. Ein Reif, eine Farbe, eine Oberfläche — die Unterschiede liegen im Profil und in der Kante. Wer beruflich viel mit den Händen arbeitet, greift hier zu: Es gibt nichts, woran etwas hängen bleibt, und Kratzer lassen sich später wegpolieren.

Material
Gelb-, Weiß- und Rotgold in 585 und 750
Breite
meist zwischen drei und sieben Millimetern
Oberfläche
poliert, längsmatt, eismatt oder kombiniert

Bicolor und Trennlinie

zur Anprobe vorrätig

Zwei Farben in einem Reif: eine Weißgoldkante am gelben Band, ein rotgoldener Innenring, eine feine Fräslinie als Trennung. Praktisch ist das für Paare, die sich zwischen zwei Farben nicht einigen — beide kommen vor, nur in unterschiedlicher Gewichtung. Achten Sie bei der Anprobe darauf, wie die Trennlinie über den Finger läuft; bei schmalen Ringen wirkt sie schnell dominant.

Material
zwei Legierungen kombiniert, überwiegend 585
Breite
ab etwa vier Millimetern sinnvoll
Oberfläche
matte Fläche mit polierter Kante ist der Klassiker

Ringe mit Besatz

zur Anprobe vorrätig

Vom einzelnen Brillanten in der Zarge bis zur Reihe im Kanal. Wichtig ist die Fassart, nicht die Karatzahl: Eine eingelassene Zarge trägt kaum auf und hakt nicht, eine Krappenfassung steht höher und zeigt mehr Feuer. Für Berufe mit Handschuhen oder häufigem Händewaschen ist die flache Variante die haltbarere. Bei den Steinen selbst hilft der Ratgeber zu den 4C beim Diamanten.

Material
Gold 585 und 750, Fassungen häufig in Weißgold
Besatz
Einzelstein, Reihe oder umlaufend als Memoire
Paarung
Damenring mit Besatz, Herrenring schlicht im selben Profil

Platin und Palladium

zur Anprobe vorrätig

Platin ist deutlich dichter als Gold — dasselbe Modell fühlt sich im Muster sofort anders an, und genau deshalb sollte man es einmal in der Hand gehabt haben. Der Ton bleibt weiß, ohne Rhodinierung, und wird mit den Jahren eher samtig als stumpf. Palladium wiegt weniger und liegt preislich dazwischen. Beide Metalle vertragen die Werkbank: Weiten, Richten und Aufarbeiten machen wir in der eigenen Werkstatt.

Material
Platin 950, Palladium 950
Breite
schmalere Reifen wirken hier schwerer als in Gold
Oberfläche
poliert oder seidenmatt, beides ohne Auflage

Struktur und Handschrift

zur Anprobe vorrätig

Gehämmerte Flächen, geschmiedete Kanten, gedrehte Fräsungen, sichtbare Hammerschlagspuren. Diese Ringe leben davon, dass die Oberfläche unregelmäßig ist — Gebrauchsspuren fallen darin kaum auf. Wenn Ihnen dieser Charakter zusagt, ist der nächste Schritt oft der Werkstattofen: Trauringe selbst schmieden führt genau dorthin.

Material
Gold 585 und 750, einzelne Modelle in Platin
Breite
vier Millimeter aufwärts, damit die Struktur wirkt
Oberfläche
gehämmert, gebürstet, geschmiedet, sandgestrahlt
Drei schlichte Bandringe in verschiedenen Breiten liegen nebeneinander auf einem cremefarbenen Samttablett.
SCHLICHTEin Reif, eine Farbe, eine Oberfläche — die Unterschiede liegen im Profil und in der Kante.
Ein Ring mit einem einzeln in die Zarge eingelassenen Brillanten liegt neben einer Steinpinzette auf dem Stahlblock.
BESATZEine eingelassene Zarge trägt kaum auf und bleibt an Handschuhen nicht hängen.
Ein Ring mit von Hand geschmiedeter, leicht unregelmäßiger Oberfläche liegt auf einer gefalteten Lederschürze.
STRUKTURIn einer unregelmäßigen Fläche fallen Gebrauchsspuren kaum auf.

Was an Ihrem Tag in der Schublade liegt

Musterringe wandern zwischendurch zur Auffrischung zurück, andere kommen neu dazu — der Bestand ist keine feste Liste, und wir geben hier bewusst keine vor. Wenn Sie auf eine bestimmte Familie zusteuern, rufen Sie vorher kurz an unter 0171 3920011. Dann sagen wir Ihnen, was da ist, und Sie fahren nicht umsonst. Kommen Sie mit der Abbildung eines Modells, sehen wir gemeinsam nach, ob es über unser Programm erreichbar ist.

ABLAUF

Von der Schublade zum fertigen Paar

Fünf Schritte, von denen die ersten drei an einem Nachmittag erledigt sind. Der Rest ist Warten und eine letzte Anprobe.

Ein aufgefächerter Ringmaßsatz liegt auf dem Beratungstisch, daneben ein Ringriegel und ein Stapel Musterringe.
WEITEGemessen wird mit einem Ringmaßsatz in genau der Breite, die später getragen wird.

Ankommen

Wir haben montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und samstags von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Für eine Anprobe brauchen Sie keinen Termin — mit einem sitzen Sie allerdings ungestörter, weil dann niemand zwischendurch an den Tresen gerufen wird. Beides geht über die Terminanfrage.

Erfahrung Samstagvormittags ist es voller. Wer vergleichen will, kommt lieber unter der Woche am späten Nachmittag.

Eingrenzen

Zehn Minuten Gespräch sparen eine Stunde Probieren. Wir fragen nach dem Beruf und danach, was die Hände den Tag über tun: Wer Handschuhe trägt, in der Pflege arbeitet oder täglich Werkzeug führt, ist mit flachem Profil und schmalerer Breite besser bedient als mit einem hohen Reif. Dazu kommen Farbwunsch, Verlobungsring und die grobe Preisvorstellung.

Typischer Fehler Zuerst nach dem Schönsten suchen und danach fragen, ob es alltagstauglich ist. Umgekehrt geht es schneller.

Anprobieren

Jetzt kommt die Schublade auf den Tisch. Wir legen die Breiten nebeneinander auf denselben Finger, wechseln Profile durch, halten beide Hände zusammen und gehen mit den Favoriten ans Fenster. Welche Breiten und Oberflächen es überhaupt gibt, ist unter Profil, Breite und Oberfläche beschrieben.

Merksatz Der Ring, den Sie nach dem dritten Wechsel wieder anstecken, ist meistens der richtige.

Festhalten

Auf den Zettel kommen Modellnummer, Breite, Legierung, Oberfläche, Besatz, die gemessene Weite und der Gravurtext. Diesen Zettel bekommen Sie mit; die Vorlage dafür ist der Ring-Wunschzettel. Wer noch schwankt, nimmt ihn mit nach Hause und meldet sich später.

Gravur Bei Ringen aus dem Programm ist die Innengravur enthalten. Mitgebrachte Ringe gravieren wir in unserer Werkstatt ab ab 25 € je Paar, in der Regel in 1–3 Werktagen.

Bestellen, abholen, nachjustieren

Die Ringe werden in Ihrer Größe gefertigt; planen Sie dafür Wochen, nicht Tage ein. Wann Sie spätestens anfangen sollten, steht im Zeitplan vor der Hochzeit. Bei der Abholung wird noch einmal angesteckt: Sitzt ein Ring einen Hauch zu stramm, geht er an unsere Werkbank — im Laden ist das in wenigen Minuten geklärt, zu Hause gar nicht.

Danach Ein Paar, das jahrelang getragen wurde, lässt sich aufarbeiten statt ersetzen.

FRAGEN

Was Paare vor der Anprobe fragen

Sechs Fragen, die im Laden fast jedes Mal kommen, sobald die Schublade offen steht.

Ja, während der Öffnungszeiten dürfen Sie jederzeit hereinkommen. Nur kann es passieren, dass parallel jemand Schmuck zum Schätzen bringt und wir zwischendurch an den Tresen müssen. Wer eine gute Stunde ungestört vergleichen möchte, meldet sich besser vorher an — dann bleibt die Schublade offen und der Tisch frei. Samstags ist es erfahrungsgemäß voller als unter der Woche.

Ein Teil ja, ein Teil nein. Manche Muster sind im späteren Metall gearbeitet, andere sind Anprobemodelle aus einer Musterlegierung: Dann stimmen Form, Kante und Innenwölbung, Farbton und Gewicht weichen jedoch ab. Wir sagen Ihnen bei jedem Ring, den wir hinlegen, welcher von beiden er ist, und legen auf Wunsch ein Stück im Zielmetall daneben.

Weil ein Name im Netz nichts darüber sagt, welcher Ring an dem Tag bei uns in der Schublade liegt. Wir zeigen Ihnen die Ringe selbst, mit Modellnummer, Breite und Legierung, statt eine fremde Bildergalerie einzubinden. Wenn Sie mit einem bestimmten Modell im Kopf kommen, bringen Sie die Abbildung mit — dann sehen wir gemeinsam nach, ob wir es über unser Programm bekommen.

Musterringe liegen in der Regel in einer Standardgröße, damit möglichst viele Modelle nebeneinander vergleichbar bleiben. Die Weite bestimmen wir deshalb getrennt: mit einem Ringmaßsatz in genau der Breite, die Sie tragen wollen, und mit Kontrolle über den Knöchel. Gefertigt wird anschließend in Ihrer gemessenen Größe, nicht in der des Musters.

Ja. Fotografieren Sie in Ruhe, und nehmen Sie den Zettel mit: Modellnummer, Breite, Legierung, Oberfläche, Besatz und die gemessene Weite stehen darauf. Damit können Sie zu Hause vergleichen und eine Nacht darüber schlafen. Niemand muss am selben Tag unterschreiben.

Dann bleiben zwei Wege im Haus. Entweder arbeiten wir Ihr eigenes Altgold zu einem Paar um, oder Sie schmieden Ihre Ringe unter Anleitung selbst. Beides braucht mehr Vorlauf als eine Bestellung aus dem Programm und will früher geplant sein — dafür entsteht ein Paar, das es so kein zweites Mal gibt.

Legen Sie die Ringe erst einmal auf den Tisch

Eine Anprobe kostet nichts und verpflichtet zu nichts. Sagen Sie uns vorher kurz Bescheid, dann bleibt die Schublade offen, der Tisch frei und die Zeit für Sie reserviert — mitten in Hildesheim, Am Sattlerhof 12.