Am Sattlerhof 12 · 31134 HildesheimMo–Fr 10–18 Uhr0171 3920011
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Östlicher Landkreis

Gold­schmiede für Bockenem, Holle, Söhlde und Schellerten

Vom Ambergau bis in die Feldmark bei Hoheneggelsen dauert der Weg in die Am Sattlerhof zwanzig bis dreißig Minuten. Für eine einzelne Lötstelle ist das viel. Deshalb steht auf dieser Seite zuerst, was Sie einpacken sollten, damit ein Besuch genügt — und wann wir stattdessen zu Ihnen fahren.

Holzschale mit verhedderten Silberketten und alten Münzen, daneben Prüfstein und Prüfnadel.
So kommt es meist an: ungeordnet in einer Schale. Sortiert wird bei uns auf dem Ladentisch.
CHECKLISTE

Was in die Tasche gehört, bevor Sie losfahren

Die meisten Besuche aus dem Osten des Landkreises haben einen von zwei Anlässen: eine Schatulle, die seit Jahren im Schrank steht, oder ein einzelnes Stück, das nicht mehr getragen werden kann. Beides lohnt die Fahrt nur, wenn nichts zu Hause liegen bleibt.

Einpacken

  • Alles aus der Schatulle, auch die einzelne Ohrringhälfte, das verhedderte Kettchen und den Ring, der klemmt. Was zu Hause bleibt, können wir nicht wiegen.
  • Papiere, die dabeiliegen: Kaufbelege, alte Gutachten, Steinzertifikate, Etuis mit Herstellernamen.
  • Uhren mit goldenem Gehäuse mitsamt Werk, auch wenn sie stehen.
  • Bei Besteck den ganzen Kasten, nicht ein Muster — die Teile sind selten alle gleich gestempelt.
  • Soll ein Ring geweitet werden: einen zweiten Ring, der am selben Finger gut sitzt, als Maß.
  • Personalausweis oder Reisepass. Ohne Ausweis dürfen wir in der Regel nichts ankaufen.

Woran Sie zu Hause schon etwas erkennen

Die Punze
Innen in der Ringschiene, an der Öse neben dem Verschluss, bei Broschen auf der Nadelrast. Dreistellig für Gold: 333, 375, 585, 750. Für Silber 800 oder 925, für Platin 950.
Der Magnet
Gold, Silber und Platin bleiben liegen. Zieht ein Küchenmagnet an, steckt Stahl darin — oft nur die Feder im Karabiner, manchmal aber der ganze Korpus.
Die Bruchstelle
An einer gerissenen Kette sehen Sie den Kern. Ist er grau oder rötlich blass, während die Oberfläche gelb glänzt, liegt eine Auflage vor und kein durchgehender Feingehalt.
Angaben in Mikron
Buchstabenkürzel ohne Zahl und Stempel mit Mikronangabe beschreiben eine Auflage. Das heißt nicht wertlos, sondern nur: Hier entscheidet die Probe und nicht der Stempel.
Geöffneter Besteckkasten mit angelaufenem Silberbesteck in den Fächern auf dem Ladentisch.
GANZER KASTENIn einem Kasten liegen oft 800er und 925er Teile nebeneinander, dazu versilbertes Blech.
Kleiner Magnet über einem Häufchen Kettenteile, ein einzelner Verschluss haftet daran.
MAGNETPROBEGold, Silber und Platin bleiben liegen. Was hängen bleibt, ist Stahl.
333

Der Prüfgang am Ladentisch

Vier Handgriffe, immer dieselbe Reihenfolge, immer vor Ihren Augen — und an jeder Stelle können Sie abbrechen. 333er Gold ist dabei der häufigste Fund aus alten Haushalten und zugleich der, bei dem das bloße Ansehen am wenigsten verrät.

Flache Sichtungsschale auf dem Ladentisch, der Inhalt in kleinen Häufchen getrennt, daneben Prüfstein und Prüfnadel.
SICHTUNGErst trennen, dann die Punze lesen, dann proben, dann wiegen — immer in dieser Reihenfolge.

Sichten und trennen

Der Inhalt kommt auf die Sichtungsschale. Wir trennen zuerst nach Metall und Feingehalt, 333 zu 333, 585 zu 585, Silber auf ein eigenes Feld. Stahlfedern, Kittfüllungen aus Broschen und Uhrengläser kommen beiseite; sie werden nicht mitgewogen.

Punze lesen

Mit der Lupe, weil viele Stempel blank poliert oder durch frühere Umarbeitungen halbiert sind. Fehlt die Punze ganz, ist das kein schlechtes Zeichen: Bei älteren Erbstücken fehlt sie oft. Dann entscheidet die Probe.

Strichprobe am Prüfstein

Ein kurzer Strich auf den schwarzen Stein, daneben ein Strich mit der Prüfnadel eines bekannten Feingehalts, darauf je ein Tropfen Prüfsäure. Verblasst Ihr Strich schneller als der Vergleich, liegt der Feingehalt darunter. Das kostet ein paar Milligramm an einer Stelle, die später niemand sieht.

Wiegen auf geeichter Waage

Gruppe für Gruppe, das Display zu Ihnen gedreht. Aus Gewicht und Feingehalt ergibt sich der Betrag, den wir nennen. Die Einschätzung ist kostenlos und unverbindlich; Sie entscheiden danach, ob Sie verkaufen.

Nicht alles, was mitkommt, sollte in die Schmelze. Ein Siegelring mit lesbarem Monogramm oder eine Kette mit sauberem Muster ist an der Werkbank oft besser aufgehoben — das sagen wir dazu, bevor wir wiegen. Wie aus solchen Stücken etwas Tragbares wird, steht unter Erbschmuck umarbeiten. Das Prüfverfahren beschreiben wir ausführlich unter Wie wir prüfen, die Stempelkunde unter Punzen, Karat und Feingehalt.

ANFAHRT

Vier Orte, drei Ausfallstraßen

Die Zeiten gelten für einen ruhigen Vormittag. Zwischen 16 und 18 Uhr kommt an der Einfahrt in die Stadt gut eine Viertelstunde dazu.

  • Schellerten

    Über die B1 stadteinwärts aus Richtung Braunschweig.

    rund 12 km · gut 20 Minuten

    Ottbergen, Dinklar und Wendhausen liegen auf dem Weg und damit noch dichter an der Stadt.

  • Holle

    Über die B6 aus Richtung Goslar, vorbei an Derneburg.

    rund 18 km · gut 20 Minuten

    Ohne Auto: Die Regionalbahn hält in Derneburg, vom Hildesheimer Hauptbahnhof sind es zehn bis zwölf Minuten zu Fuß.

  • Söhlde

    Über Hoheneggelsen und die B444, dann in die Stadt hinein.

    rund 22 km · knapp 30 Minuten

    Aus Nettlingen, Bettrum und Groß Himstedt fahren viele über Dinklar; das ist die ruhigere Strecke.

  • Bockenem

    Über die B243 durch den Ambergau, an Bad Salzdetfurth vorbei.

    rund 26 km · rund 30 Minuten

    Wer von der A7 kommt, fährt ab der Anschlussstelle Bockenem auf der B243 weiter nach Norden.

In der Stadt endet der Weg zu Fuß: Kurzparken direkt vor der Tür ist in der Am Sattlerhof nicht verlässlich zu bekommen. Am kürzesten ist es aus dem Parkhaus Schuhstraße, drei bis fünf Minuten, danach aus der Arneken Galerie. Gehzeiten, Fußweg vom Hauptbahnhof und Lage stehen unter Ladengeschäft und Anfahrt, die Empfehlung nach Entfernung unter Einzugsgebiet. Wer aus Bockenem kommt, fährt durch Bad Salzdetfurth — dafür gibt es eine eigene Seite.

ABLAUF

Vom Anruf bis zur Abholung

Vier Schritte, damit aus der Fahrt kein Fehlweg wird.

Zwei Sätze am Telefon

Mehr braucht es nicht: was Sie mitbringen und aus welchem Ort Sie kommen. Wir sagen Ihnen, ob die Arbeit am selben Tag fertig wird oder ein zweiter Weg nötig ist. Sie erreichen uns unter 0171 3920011.

Ohne Termin hereinkommen

Für Reparatur, Einschätzung und Ankauf brauchen Sie keinen Termin: Mo–Fr 10–18 Uhr, Sa 10–15 Uhr. Nur für Trauringe, Verlobungsringe und Anfertigungen blocken wir Zeit — dafür gibt es die Terminanfrage. Was Sie vorbereiten können, steht unter Ihren Besuch vorbereiten.

An der Theke entscheiden

Beim Ankauf nennen wir den Betrag nach dem Wiegen; ausgezahlt wird bar oder per Überweisung, dazu bekommen Sie einen Beleg. Wozu der Ausweis nötig ist, steht unter Ausweispflicht und Beleg. Bei Werkstattarbeiten nennen wir den Preis vor Arbeitsbeginn, unverbindlich.

Zweiter Weg nur, wenn nötig

Eine gelötete Bruchstelle an der Kette ist üblicherweise in 1–2 Werktagen fertig, ein geweiteter Goldring in 3–5 Werktagen. Wir melden uns, sobald das Stück auf dem Tresen liegt, und legen die Abholung gern auf einen Samstag, an dem Sie ohnehin in der Stadt sind. Die Bandbreiten stehen unter Preise und Bearbeitungszeiten.

HAUSBESUCH

Wenn die Fahrt nicht geht, kommen wir zu Ihnen

Zwei Gründe sprechen im östlichen Landkreis besonders oft dagegen, alles einzupacken: ein Haushalt, der aufgelöst wird, und ein Weg, der nicht mehr leichtfällt.

Nachlass und Haushaltsauflösung

Ein Nachlass liegt selten an einer Stelle. Er verteilt sich auf Schubladen, auf zwei Schatullen und auf den Besteckkasten im Buffet. Alles doppelt zu transportieren — hin und im Zweifel wieder zurück — ist der umständlichste Weg.

Nach Absprache kommen wir mit Waage und Prüfbesteck zu Ihnen, sichten vor Ort und rechnen dort ab. Wie ein Termin abläuft, steht unter Hausbesuch; was bei einem Nachlass sonst noch zu bedenken ist, haben wir dort gesammelt.

Wenn der Weg beschwerlich ist

Niemand soll einen vollen Besteckkasten durch die Fußgängerzone tragen; mehrere Kilogramm kommen da schnell zusammen. Sagen Sie es am Telefon, dann kommen wir Ihnen bis zum Auto entgegen — oder wir vereinbaren gleich einen Hausbesuch.

Ob sich das Aufarbeiten lohnt oder der Verkauf, klären wir dabei genauso: Silber und Silberbesteck. Für Betriebe gilt dasselbe mit anderen Papieren, siehe Antikhandel und Nachlassverwaltung.

FRAGEN

Sechs Fragen aus dem Ambergau und dem Osten

Das hören wir am Telefon fast immer, bevor sich jemand ins Auto setzt.

Für die Kette allein eher nicht. Sinnvoll wird die Fahrt, wenn Sie das Kleine sammeln: die gerissene Kette, den Ring, der klemmt, den Ohrring ohne Gegenstück und die Schatulle, in die seit Jahren niemand geschaut hat. Dann klären wir in einem Durchgang, was repariert wird, was bleibt und was in den Ankauf geht. Rufen Sie vorher an, dann sagen wir Ihnen, ob die Lötstelle noch am selben Tag fertig wird.

Ja, nach Absprache und mit vereinbartem Termin. Wir bringen Waage und Prüfbesteck mit, sichten vor Ort und rechnen dort ab. Das ist vor allem dann der kürzere Weg, wenn eine Wohnung aufgelöst wird und sich der Bestand über Schubladen, Schatullen und den Besteckkasten verteilt. Sie müssen dann nichts einpacken und im Zweifel auch nichts wieder zurücktragen.

Bringen Sie es ungeordnet. Sortieren ist unsere Arbeit, und sie gehört zur Sichtung: Wir trennen nach Metall und Feingehalt, legen Fremdteile wie Stahlfedern oder Kittfüllungen beiseite und wiegen erst danach. Wer zu Hause vorsortiert, legt erfahrungsgemäß genau die Stücke zur Seite, bei denen sich ein zweiter Blick gelohnt hätte.

Mit der Regionalbahn Richtung Hildesheim, die in Derneburg hält. Vom Hauptbahnhof sind es zu Fuß zehn bis zwölf Minuten die Am Sattlerhof hinunter, immer geradeaus bis kurz vor die Fußgängerzone. Wenn Sie schwer tragen, sagen Sie am Telefon Bescheid, dann kommen wir Ihnen entgegen.

Ja, und zwar auf zwei Wegen. Entweder halten Sie kurz in der Am Sattlerhof, wir kommen bis zum Auto und tragen den Kasten herein, während Sie im Parkhaus Schuhstraße parken. Oder wir vereinbaren gleich einen Hausbesuch bei Ihnen zu Hause. Sagen Sie einfach vorher am Telefon, was gebraucht wird.

Ja. Bringen Sie den ganzen Kasten mit, nicht ein Muster: In vielen Kästen liegen 800er und 925er Teile nebeneinander, dazu versilberte Stücke und Messer mit gefülltem Griff, deren Klinge nicht mitgewogen wird. Erst nach dem Sortieren steht fest, was tatsächlich zusammenkommt. Wer das Besteck behalten möchte, kann es stattdessen aufarbeiten lassen.

Eine Fahrt soll genügen

Wir sagen Ihnen vorab, was Sie mitbringen sollten und ob Ihr Stück am selben Tag fertig wird — das spart aus Bockenem, Holle, Söhlde und Schellerten im Zweifel die zweite Fahrt. Für Reparatur, Einschätzung und Ankauf kommen Sie ohne Termin vorbei; für einen Nachlass vereinbaren wir stattdessen einen Hausbesuch.